Automatiker/in EFZ - lehrstellencheck.ch
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        Automatiker/in EFZ

        Automatikerinnen und Automatiker entwickeln, bauen und warten automatisierte Anlagen und Steuerungssysteme. Sie sorgen dafür, dass Maschinen, Roboter, Förderanlagen, Produktionslinien oder technische Systeme zuverlässig funktionieren und präzise zusammenarbeiten.

        Der Beruf verbindet Elektrotechnik, Informatik und Mechanik. Automatikerinnen und Automatiker arbeiten an Technologien, die in der Industrie, Energieversorgung, Gebäudetechnik oder im Transportwesen eingesetzt werden.

        Was macht man in diesem Beruf?

        Zu Beginn eines Projekts analysieren Automatikerinnen und Automatiker die Anforderungen einer Anlage und planen gemeinsam mit anderen Fachpersonen die technische Umsetzung. Sie überlegen, welche Prozesse automatisiert werden können und wie die Steuerung aufgebaut werden soll.

        In Werkstätten oder Produktionsbetrieben bauen sie Steuerungs- und Automatisierungssysteme nach technischen Plänen auf. Sie verbinden Kabel, Drähte und weitere Komponenten und montieren elektrische sowie pneumatische oder hydraulische Bauteile.

        Anschliessend testen sie die Anlagen sorgfältig. Dabei prüfen sie beispielsweise Geschwindigkeit, Temperatur, Sicherheitseinrichtungen oder Notabschaltungen. Falls Probleme auftreten, suchen sie nach den Ursachen und beheben diese.

        Nach erfolgreichen Tests nehmen sie die Anlagen in Betrieb und schliessen verschiedene Geräte an die Steuerung an. Häufig schulen sie später auch die Personen, welche die Anlage bedienen werden.

        Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Wartung. Automatikerinnen und Automatiker kontrollieren bestehende Anlagen, führen Reparaturen durch und sorgen dafür, dass Störungen möglichst schnell behoben werden.

        Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

        Der Arbeitsalltag ist abwechslungsreich und findet sowohl in Werkstätten als auch direkt bei Kundinnen und Kunden statt. Je nach Aufgabe arbeiten Automatikerinnen und Automatiker an Schaltschränken, Produktionsanlagen, Robotern oder komplexen Steuerungssystemen.

        Ein Teil der Arbeit erfolgt am Computer, beispielsweise bei der Planung, Dokumentation oder Programmierung. Gleichzeitig sind praktische Arbeiten an Maschinen und Anlagen ein wichtiger Bestandteil des Berufs.

        Die Berufsleute arbeiten eng mit Ingenieurinnen, Informatikern, Elektronikerinnen, Polymechanikern und weiteren Fachpersonen zusammen. Teamarbeit spielt deshalb eine grosse Rolle.

        Viele Aufgaben erfordern Geduld und Konzentration. Schon kleine Fehler bei Verdrahtungen oder Einstellungen können dazu führen, dass eine Anlage nicht korrekt funktioniert.

        Wer Freude an Technik hat und gerne Probleme löst, findet in diesem Beruf immer wieder neue Herausforderungen.

        Was solltest du mitbringen?

        • Du interessierst dich für Technik, Maschinen und elektronische Systeme.
        • Du möchtest verstehen, wie komplexe Anlagen funktionieren.
        • Du kannst logisch und vernetzt denken.
        • Du arbeitest sorgfältig und präzise.
        • Du hast geschickte Hände für feine technische Arbeiten.
        • Du verfügst über räumliches Vorstellungsvermögen.
        • Du arbeitest selbstständig, kannst aber auch gut im Team mitarbeiten.
        • Du bleibst auch bei anspruchsvollen Aufgaben konzentriert.

        Hilfreich sind besonders gute Leistungen in Mathematik, Physik, Informatik und Technischem Gestalten.

        Ausbildung

        Dauer

        4 Jahre

        Lehrbetrieb

        Die praktische Ausbildung findet in einem Betrieb der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) statt.

        Berufsfachschule

        Der Unterricht findet an 1 bis 2 Tagen pro Woche statt. Zu den Lerninhalten gehören Mathematik, Physik, Informatik, technisches Englisch, Werkstoff- und Zeichnungstechnik, Elektrotechnik, Elektronik sowie Automation.

        Zusätzlich bearbeiten die Lernenden bereichsübergreifende Projekte, bei denen verschiedene technische Disziplinen miteinander kombiniert werden.

        Überbetriebliche Kurse

        Während der vierjährigen Lehre besuchen die Lernenden insgesamt 48 Kurstage. Dort werden wichtige praktische Grundlagen vermittelt und intensiv geübt.

        Berufsmaturität

        Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Lehre zusätzlich die Berufsmaturität absolviert werden.

        Abschluss

        Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) als Automatiker/in.

        Lohn während der Lehre

        1. Lehrjahr: CHF 570-615 

        2. Lehrjahr: CHF 750-815 

        3. Lehrjahr: CHF 985-1065

        4. Lehrjahr: CHF 1170-1265

        Der Lehrlingslohn hängt vom Betrieb, Kanton und den aktuellen Branchenempfehlungen ab. Für genaue Angaben sollten die aktuellen Lohnempfehlungen geprüft werden.

        Berufsverhältnisse und Zukunftsaussichten

        Automatikerinnen und Automatiker arbeiten in Unternehmen, die moderne Produktions- und Automatisierungstechnologien einsetzen. Dazu gehören unter anderem die Maschinenindustrie, die Energieversorgung, die Chemie- und Lebensmittelindustrie, die Verpackungsindustrie, die Gebäudeautomatisierung oder das Transportwesen.

        Mit der zunehmenden Automatisierung von Produktions- und Arbeitsprozessen steigt die Bedeutung dieses Berufs stetig. Gut ausgebildete Automatikerinnen und Automatiker sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt.

        Je nach Betrieb können die Berufsleute später in den Bereichen Entwicklung, Inbetriebnahme, Wartung, Projektmanagement oder technische Beratung tätig sein.

        Weiterbildung und Karriere

        Nach der Lehre stehen zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Fachkurse ermöglichen eine Vertiefung in Bereichen wie Steuerungstechnik, Automation, Elektrotechnik oder Projektmanagement.

        Mit einer Berufsprüfung können sich Automatikerinnen und Automatiker beispielsweise zu Automatikfachleuten, Produktionsfachleuten oder Projekt- und Werkstattleitenden im Schaltanlagenbau weiterentwickeln.

        Wer grössere Führungsverantwortung übernehmen möchte, kann eine höhere Fachprüfung absolvieren und sich beispielsweise zum Meister oder zur Meisterin im Schaltanlagen- und Automatikbereich oder zum Produktionsleiter beziehungsweise zur Produktionsleiterin Industrie weiterbilden.

        Auch Ausbildungen an Höheren Fachschulen sind möglich, etwa in den Bereichen Systemtechnik, Elektrotechnik oder Maschinenbau.

        Mit Berufsmaturität und den entsprechenden Zulassungen stehen zudem Studiengänge an Fachhochschulen offen, beispielsweise in Elektrotechnik oder Informatik.

        Kurz gesagt

        Als Automatiker/in EFZ entwickelst, montierst und wartest du technische Steuerungs- und Automatisierungssysteme. Du arbeitest mit moderner Technik, suchst Lösungen für komplexe Aufgaben und sorgst dafür, dass Maschinen und Anlagen zuverlässig funktionieren. Der Beruf eignet sich für Jugendliche, die technisches Verständnis, logisches Denken und Freude an innovativen Technologien mitbringen.