Carrosserielackierer/in EFZ - lehrstellencheck.ch
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        Carrosserielackierer/in EFZ

        Carrosserielackiererinnen und Carrosserielackierer schützen und verschönern Fahrzeuge mit professionellen Lackierungen. Sie bereiten beschädigte Oberflächen vor, mischen Farben exakt nach Vorlage und lackieren Autos oder andere Fahrzeuge so, dass sie wieder wie neu aussehen. Auf Wunsch gestalten sie auch individuelle Beschriftungen oder Spezialeffekte.

        Der Beruf verbindet handwerkliches Arbeiten mit Präzision und einem guten Gespür für Farben. Bereits kleine Unterschiede im Farbton oder in der Verarbeitung können am fertigen Fahrzeug sichtbar sein.

        Was machst du in diesem Beruf?

        Bevor ein Fahrzeug lackiert werden kann, bereitest du die Oberfläche sorgfältig vor. Du reinigst sie, entfernst alte Farbschichten und Rost und glättest Unebenheiten durch Spachteln und Schleifen.

        Anschliessend reinigst du die zu lackierenden Teile nochmals gründlich und klebst alle Bereiche sorgfältig ab, die keine Farbe erhalten sollen. Danach trägst du eine isolierende Grundierung auf, welche die Karosserie schützt und für eine gute Haftung des Lacks sorgt.

        Im nächsten Schritt bestimmst du den richtigen Farbton. Dafür verwendest du den Farbcode des Fahrzeugs oder ein Spektralphotometer. Danach berechnest du die benötigte Lackmenge und mischst die Farben exakt zusammen.

        Das Lackieren erfolgt mit einer Spritzpistole in einem staubfreien und gut beleuchteten Lackierraum. Nach dem Lackieren lässt du den Lack trocknen und führst bei Bedarf dekorative Arbeiten aus, beispielsweise Beschriftungen, Muster oder spezielle Designs.

        Zum Schluss wird das Fahrzeug in speziellen Anlagen oder Trocknungsräumen vollständig ausgehärtet. Danach polierst du die Oberfläche und beseitigst kleine Fehler, damit das Ergebnis möglichst gleichmässig aussieht.

        Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

        Carrosserielackiererinnen und Carrosserielackierer arbeiten hauptsächlich in Werkstätten von Carrosserie- oder Lackierbetrieben. Viele Arbeitsschritte führst du selbstständig aus und bist für die Qualität deiner Arbeit verantwortlich.

        Du arbeitest mit Schleifmaschinen, Spritzpistolen, Poliergeräten und verschiedenen Lackmaterialien. Während der Arbeit trägst du Schutzausrüstung wie Handschuhe und Atemschutzmasken.

        Die Arbeitszeiten sind in der Regel regelmässig. Ein grosser Teil der Arbeit findet in speziell eingerichteten Lackierkabinen statt, in denen Staub möglichst vermieden wird.

        Da Farben, Lacke und Lösungsmittel verwendet werden, solltest du auch mit typischen Gerüchen in einer Werkstatt gut zurechtkommen.

        Was solltest du mitbringen?

        • Du solltest gerne praktisch arbeiten und Freude daran haben, Fahrzeuge optisch aufzuwerten.
        • Eine sorgfältige und exakte Arbeitsweise ist besonders wichtig, weil schon kleine Fehler im Lack sichtbar werden können.
        • Manuelles Geschick hilft dir beim Schleifen, Abkleben und Lackieren.
        • Ein Sinn für Ästhetik unterstützt dich dabei, gleichmässige und hochwertige Oberflächen zu gestalten.
        • Du solltest Farben sicher unterscheiden können, da exakte Farbtöne für Reparaturen entscheidend sind.
        • Selbstständiges Arbeiten ist wichtig, weil du viele Arbeitsschritte eigenverantwortlich ausführst.
        • Eine systematische Arbeitsweise hilft dir, die einzelnen Arbeitsschritte in der richtigen Reihenfolge auszuführen.
        • Du solltest Gerüche von Lacken und Lösungsmitteln gut ertragen können.

        In der Schule helfen dir besonders Werken, Mathematik und Chemie. Genaues Arbeiten sowie das Verständnis für Materialien und Mischungsverhältnisse sind im Berufsalltag wichtig.

        Ausbildung

        Die Lehre dauert 4 Jahre. Du arbeitest während der Ausbildung 4 Tage pro Woche in einem Autolackierwerk oder Carrosseriebetrieb und besuchst 1 Tag pro Woche die Berufsfachschule.

        Zusätzlich besuchst du überbetriebliche Kurse. Dort lernst, vertiefst und übst du wichtige berufliche Grundlagen. Diese Kurse dauern insgesamt 48 Tage während 4 Jahren.

        Für die Ausbildung brauchst du die abgeschlossene obligatorische Schule. Einige Lehrbetriebe verlangen zusätzlich einen Eignungstest.

        Wenn deine schulischen Leistungen sehr gut sind, kannst du während der Lehre zusätzlich die Berufsmaturität absolvieren.

        Nach bestandener Lehre erhältst du den Abschluss Carrosserielackierer/in EFZ.

        Alternativ kannst du den Beruf auch über die zweijährige Grundbildung als Lackierassistent/in EBA erlernen.

        Lohn

        Lohn während der Lehre:

        • 1. Lehrjahr: CHF 750.– bis 850.–
        • 2. Lehrjahr: CHF 900.– bis 1000.–
        • 3. Lehrjahr: CHF 1150.– bis 1500.–
        • 4. Lehrjahr: CHF 1300.– bis 1600.–

        Einstiegslohn nach der Lehre: CHF 4650.-

        Dein Lohn ist so individuell wie dein Weg: Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Betrieb, Kanton, Branche und Funktion variieren.

        Weiterbildung und Entwicklung

        Nach der Lehre kannst du Berufserfahrung sammeln und dich beispielsweise auf das Farbenmischen, die Kundenberatung oder die Leitung einer Werkstatt spezialisieren. Auch in der industriellen Lackierung, etwa von Möbeln, Küchen oder Werkzeugen, ergeben sich Einsatzmöglichkeiten.

        Kurse von Carrosserie Suisse helfen dir dabei, dein Fachwissen laufend zu erweitern.

        In der Regel kannst du eine verkürzte Lehre als Carrosseriereparateur/in EFZ oder Fahrzeugschlosser/in EFZ absolvieren und damit dein Fachgebiet erweitern.

        Zusätzlich stehen verschiedene Branchenzertifikate offen, beispielsweise als Carrosseriefachmann/-frau, Werkstattkoordinator/in, Fahrzeugrestaurator/in oder Dellendrücker/in.

        Mit einer Berufsprüfung kannst du dich unter anderem als Carrosseriewerkstattleiter/in oder Fahrzeugrestaurator/in weiterbilden. Mit der höheren Fachprüfung als Betriebsleiter/in Carrosserie übernimmst du Führungsaufgaben.

        Mit entsprechender Vorbildung und je nach Zulassungsbedingungen ist auch ein Studium an einer Fachhochschule möglich, beispielsweise im Bereich Automobil- und Fahrzeugtechnik.

        Wo kannst du später arbeiten?

        Carrosserielackiererinnen und Carrosserielackierer arbeiten vor allem in kleinen und mittleren Carrosserie- oder Lackierbetrieben sowie in Unternehmen mit eigener Fahrzeuglackierung.

        Mit zunehmender Berufserfahrung kannst du dich auf bestimmte Arbeitsbereiche spezialisieren, Führungsaufgaben übernehmen oder in die Kundenberatung wechseln.

        Passt dieser Beruf zu dir?

        Der Beruf passt zu dir, wenn du gerne präzise arbeitest und Freude daran hast, Fahrzeuge optisch wieder in einen einwandfreien Zustand zu bringen. Ein gutes Farbgefühl und Geduld sind dabei besonders wichtig.

        Weniger passend ist der Beruf, wenn dir sorgfältige Detailarbeit schwerfällt, du Farben nicht gut unterscheiden kannst oder Gerüche von Lacken und Lösungsmitteln nicht verträgst.

        Wenn du handwerkliches Arbeiten mit Technik und einem Gespür für Farben verbinden möchtest, kann Carrosserielackierer/in EFZ sehr gut zu dir passen.