Fachmann/-frau Betriebsunterhalt EFZ - lehrstellencheck.ch
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        Fachmann/-frau Betriebsunterhalt EFZ

        Fachpersonen Betriebsunterhalt sorgen dafür, dass Gebäude, Anlagen und ihre Umgebung sauber, sicher und funktionstüchtig bleiben. Sie kontrollieren Haustechnik, führen kleinere Reparaturen aus, pflegen Aussenanlagen und arbeiten mit verschiedenen Maschinen und Geräten.

        Je nach Schwerpunkt bist du stärker in Gebäuden, draussen im Werkdienst oder auf Sportanlagen tätig. Der Beruf ist praktisch, vielseitig und verlangt, dass du selbstständig erkennst, was erledigt werden muss.

        Was machst du in diesem Beruf?

        Deine Aufgaben unterscheiden sich je nach Schwerpunkt. Gemeinsam ist allen Bereichen, dass du Anlagen kontrollierst, Unterhaltsarbeiten planst, kleinere Probleme selbst löst und bei grösseren Störungen die passenden Fachpersonen beiziehst.

        Du arbeitest mit Werkzeugen, Maschinen und Kleinfahrzeugen, kontrollierst Materialbestände und bestellst bei Bedarf neues Material. Nach der Arbeit reinigst und wartest du Geräte und sorgst dafür, dass Abfälle korrekt entsorgt oder recycelt werden.

        Schwerpunkt Hausdienst

        Im Hausdienst kümmerst du dich um Gebäude und ihre technische Ausstattung. Du reinigst zum Beispiel Fenster, Böden, Gänge, Waschküchen oder Toiletten und behandelst spezielle Bodenbeläge, Holzflächen, Wände oder Decken.

        Ein wichtiger Teil deiner Arbeit ist die Haustechnik. Du kontrollierst und wartest beispielsweise Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Solaranlagen sowie Schliesssysteme und Elektrogeräte.

        Wenn kleinere Störungen auftreten, behebst du sie selbst oder reparierst defekte Geräte. Bei komplizierteren Problemen organisierst du die Unterstützung von spezialisierten Fachpersonen.

        Schwerpunkt Werkdienst

        Im Werkdienst arbeitest du hauptsächlich draussen. Du unterhältst Wege, Strassen und andere öffentliche Infrastrukturen und reparierst beispielsweise Schäden an Fahrbahnen oder Signalisationen.

        Auch Grünanlagen und Gewässer gehören zum Arbeitsbereich. Du pflegst Parks und andere Aussenflächen und sorgst dafür, dass öffentliche Bereiche ordentlich und sicher bleiben.

        Im Winter räumst du Schnee und hältst Wege sowie Zugänge zu Gebäuden frei.

        Schwerpunkt Sportanlagen

        Im Schwerpunkt Sportanlagen kümmerst du dich um Flächen und technische Einrichtungen, die für Sport und Freizeit genutzt werden.

        Du pflegst zum Beispiel Rasenplätze und Leichtathletikbahnen. In Schwimmbädern kontrollierst du die Wasserqualität und reagierst, wenn Werte nicht stimmen.

        In Eishallen bereitest du Eisflächen für Sportarten wie Eishockey oder Curling vor, hältst sie instand und baust sie später wieder ab. Dabei beachtest du die geltenden Umweltvorschriften.

        Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

        Fachpersonen Betriebsunterhalt arbeiten meistens in kleinen Teams. Je nach Schwerpunkt bist du viel in Gebäuden, auf Aussenanlagen, in Werkhöfen oder auf Sportplätzen unterwegs.

        Du arbeitest körperlich und bist teilweise bei jedem Wetter draussen. Im Werkdienst oder bei Arbeiten an Grünflächen spielen Jahreszeit und Witterung eine grössere Rolle als im Hausdienst.

        Für bestimmte Tätigkeiten trägst du Schutzkleidung, Sicherheitsschuhe oder einen Mundschutz. Das gilt besonders, wenn du Maschinen bedienst oder mit Stoffen arbeitest, die gesundheitsschädlich sein können.

        Die Arbeitszeiten können je nach Betrieb unregelmässig sein. Manche Aufgaben müssen kurzfristig erledigt werden, weshalb auch Einsätze auf Abruf vorkommen können.

        Was solltest du mitbringen?

        • Du solltest gerne praktisch arbeiten und selbstständig erkennen können, was erledigt werden muss.
        • Manuelles Geschick hilft dir bei Reparaturen, Pflegearbeiten und beim Umgang mit Werkzeugen.
        • Technisches Verständnis ist wichtig, wenn du Anlagen, Geräte oder Maschinen kontrollierst und wartest.
        • Du solltest einfallsreich sein und dir bei kleineren Problemen selbst zu helfen wissen.
        • Körperliche Belastbarkeit ist wichtig, da du viel stehst, gehst und teilweise schwere Arbeiten ausführst.
        • Ein Sinn für Sauberkeit und Hygiene hilft dir besonders im Hausdienst und auf Sportanlagen.
        • Kontaktfreudigkeit ist hilfreich, weil du mit Mitarbeitenden, Nutzerinnen und Nutzern oder externen Fachpersonen zu tun hast.
        • Du solltest bereit sein, je nach Betrieb auch kurzfristig oder auf Abruf zu arbeiten.

        In der Schule helfen dir besonders Werken, Mathematik und technisches Verständnis. Wichtig ist zudem, dass du organisiert arbeitest und Aufgaben zuverlässig zu Ende führst.

        Ausbildung

        Die Lehre dauert 3 Jahre. Du absolvierst die praktische Ausbildung zum Beispiel in einem Grossbetrieb, einer grösseren Institution, einer Gemeinde, einem Tiefbauamt oder bei einem Anbieter von Betriebsunterhaltsarbeiten.

        In der Regel arbeitest du 4 Tage pro Woche im Lehrbetrieb und besuchst 1 Tag pro Woche die Berufsfachschule.

        Zusätzlich besuchst du überbetriebliche Kurse. Dort lernst, vertiefst und übst du wichtige berufliche Grundlagen. Diese dauern insgesamt 25 bis 29 Tage während 3 Jahren.

        Es gibt drei Schwerpunkte:

        • Hausdienst
        • Werkdienst
        • Sportanlagen

        Für die Ausbildung brauchst du die abgeschlossene obligatorische Schule.

        Wenn deine schulischen Leistungen sehr gut sind, kannst du während der Lehre zusätzlich die Berufsmaturitätsschule besuchen.

        Nach bestandener Lehre erhältst du den Abschluss Fachmann/-frau Betriebsunterhalt EFZ.

        Als zweijährige Ausbildung im gleichen Berufsfeld gibt es ausserdem Unterhaltspraktiker/in EBA.

        Lohn

        Lohn während der Lehre:

        • 1. Lehrjahr: CHF 650.– bis 750.–
        • 2. Lehrjahr: CHF 850.– bis 950.–
        • 3. Lehrjahr: CHF 1100.– bis 1300.–

        Einstiegslohn nach der Lehre: CHF 4'300 - 4'550

        Dein Lohn ist so individuell wie dein Weg: Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Betrieb, Kanton, Branche und Funktion variieren.

        Weiterbildung und Entwicklung

        Nach der Lehre kannst du Berufserfahrung sammeln und dich stärker auf Gebäudetechnik, Hauswartung, Strassenunterhalt, Sportanlagen oder Facility Management konzentrieren.

        Kurse des Schweizerischen Fachverbands Betriebsunterhalt helfen dir dabei, dein Wissen zu erweitern und neue Arbeitsmethoden oder technische Entwicklungen kennenzulernen.

        Mit einer Berufsprüfung kannst du dich zum Beispiel als Hauswart/in BP, Instandhaltungsfachmann/-frau BP oder Strassenunterhalts-Polier/in BP weiterbilden. Damit kannst du anspruchsvollere Aufgaben übernehmen und Mitarbeitende koordinieren.

        Mit einer höheren Fachprüfung als Hausmeister/in HFP oder Leiter/in in Facility Management und Maintenance HFP kannst du grössere Bereiche oder Teams führen.

        An einer Höheren Fachschule kannst du dich als Betriebsleiter/in in Facility Management HF weiterbilden.

        Mit entsprechender Vorbildung und je nach Zulassungsbedingungen ist auch ein Studium an einer Fachhochschule möglich, zum Beispiel ein Bachelor of Science in Bauingenieurwesen oder Bachelor of Science in Facility Management.

        Wo kannst du später arbeiten?

        Fachpersonen Betriebsunterhalt finden in vielen unterschiedlichen Einrichtungen Arbeit. Dazu gehören Gemeindeverwaltungen, Werkhöfe, Spitäler, Schulen, Sportanlagen, Pflegezentren, Heime, Kirchen und grössere Unternehmen.

        Weitere Arbeitsmöglichkeiten gibt es bei Liegenschafts- und Immobilienverwaltungen sowie bei privaten Reinigungs- oder Betriebsunterhaltsfirmen.

        Mit Berufserfahrung kannst du zunehmend organisatorische Aufgaben übernehmen und die Arbeiten anderer Mitarbeitender planen oder beaufsichtigen.

        Passt dieser Beruf zu dir?

        Der Beruf passt zu dir, wenn du gerne praktisch arbeitest und es dir gefällt, dass deine Aufgaben von Reparaturen über Reinigung bis zur Pflege von Aussenanlagen reichen können. Du solltest gerne selbstständig handeln und technische Probleme nicht sofort an andere weitergeben wollen.

        Weniger passend ist der Beruf, wenn du ausschliesslich im Büro arbeiten möchtest oder körperliche Arbeiten und Einsätze draussen vermeiden willst. Je nach Stelle können zudem unregelmässige Arbeitszeiten und Einsätze auf Abruf dazugehören.

        Wenn du gerne dafür sorgst, dass Gebäude, Anlagen und ihre Umgebung funktionieren und gepflegt bleiben, kann Fachmann/-frau Betriebsunterhalt EFZ gut zu dir passen.