Gebäudetechnikplaner/in Heizung EFZ - lehrstellencheck.ch
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        Gebäudetechnikplaner/in Heizung EFZ

        Gebäudetechnikplanerinnen und Gebäudetechnikplaner Heizung planen Heizungsanlagen für Neu- und Umbauten. Sie berechnen den Energiebedarf, wählen passende Heizsysteme aus und erstellen am Computer technische Pläne und digitale Modelle.

        Der Beruf verbindet Technik, Mathematik, Planung und Kommunikation. Du arbeitest meistens im Büro, bist aber auch auf Baustellen unterwegs und kontrollierst dort, ob die Heizungsanlage nach den erstellten Plänen eingebaut wird.

        Was machst du in diesem Beruf?

        Am Anfang eines Projekts klärst du gemeinsam mit Architektinnen und Architekten, Ingenieurinnen und Ingenieuren sowie der Bauherrschaft, welche Anforderungen die neue Heizungsanlage erfüllen muss.

        Bei einem Neubau planst du die Anlage von Grund auf. Bei einem Umbau musst du zusätzlich berücksichtigen, welche bestehenden Systeme und Gebäudeteile bereits vorhanden sind.

        Du dokumentierst die Masse der geplanten Anlagen und sorgst dafür, dass die unterschiedlichen technischen Anforderungen berücksichtigt werden.

        Das passende Heizsystem auswählen

        Du schätzt den Energiebedarf eines Gebäudes ab und prüfst, welches Heizsystem geeignet ist.

        Je nach Projekt kommen beispielsweise eine Wärmepumpe oder Fernwärme infrage. Dabei beachtest du technische Anforderungen und gesetzliche Vorschriften, unter anderem im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien.

        Zusätzlich wählst du aus, wie die Wärme später im Gebäude verteilt wird. Möglich sind beispielsweise Radiatoren oder eine Fussbodenheizung.

        Mit anderen Fachpersonen zusammenarbeiten

        Eine Heizungsanlage ist nur ein Teil der gesamten Gebäudetechnik. Deshalb musst du deine Planung mit anderen Fachbereichen abstimmen.

        Du informierst andere Fachpersonen über deine Pläne, damit beispielsweise Anforderungen an Brand- oder Schallschutz berücksichtigt werden können.

        Dabei ist gute Kommunikation wichtig, denn auf einer Baustelle müssen viele verschiedene Arbeiten aufeinander abgestimmt werden.

        Heizungsanlagen am Computer zeichnen

        Einen grossen Teil deiner Arbeit erledigst du am Computer. Mit CAD-Software erstellst du technische Pläne und digitale Modelle der Heizungsanlagen.

        Du berechnest, wie viel Platz einzelne Anlagen und Leitungen benötigen und berücksichtigst dabei unter anderem Gewicht, Lärm und Brandschutz.

        Aus deinen Planungen entstehen Zeichnungen für die weitere Projektierung sowie genaue Unterlagen für die Herstellung und Montage der Anlage.

        Material und Termine organisieren

        Wenn die Planung abgeschlossen ist, erstellst du Materiallisten und löst Bestellungen aus.

        Du behältst auch die Termine im Blick und kontrollierst, ob die einzelnen Arbeitsschritte wie geplant ausgeführt werden können.

        Eine systematische Arbeitsweise ist dabei wichtig, weil Verzögerungen oder fehlendes Material Auswirkungen auf weitere Arbeiten auf der Baustelle haben können.

        Die Umsetzung auf der Baustelle begleiten

        Obwohl du hauptsächlich im Büro arbeitest, bist du regelmässig auf Baustellen unterwegs.

        Dort stehst du in direktem Kontakt mit Heizungsinstallateurinnen und Heizungsinstallateuren und kontrollierst, ob die Anlage nach deinen Plänen montiert wird.

        Nach der Installation hilfst du dabei, die Anlage in Betrieb zu nehmen und prüfst, ob sie richtig funktioniert.

        Ausserdem erstellst du Betriebsanleitungen und hältst dich bei allen Arbeiten an die geltenden Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften.

        Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

        Als Gebäudetechnikplaner/in Heizung arbeitest du die meiste Zeit im Büro am Computer. Dort berechnest, zeichnest und organisierst du Projekte.

        Daneben gibt es Termine auf Baustellen, bei denen du den Fortschritt überprüfst und dich mit den ausführenden Fachpersonen absprichst.

        Dein Alltag besteht deshalb aus einer Mischung aus konzentrierter Planungsarbeit, technischen Berechnungen, Besprechungen und Baustellenbesuchen.

        Die Arbeitszeiten sind in der Regel regelmässig.

        Was solltest du mitbringen?

        • Räumliches Vorstellungsvermögen hilft dir, technische Pläne und Gebäudestrukturen zu verstehen.
        • Technisches Verständnis ist wichtig, damit du Heizungsanlagen und ihre Funktionsweise nachvollziehen kannst.
        • Ein Flair für Zahlen brauchst du für Berechnungen rund um Energiebedarf, Masse und Anlagen.
        • Zeichnerisches Verständnis hilft dir beim Erstellen und Lesen technischer Pläne.
        • Du solltest systematisch arbeiten und komplexe Projekte Schritt für Schritt organisieren können.
        • Eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise ist wichtig, weil Fehler in den Plänen später Probleme bei der Montage verursachen können.
        • Teamfähigkeit brauchst du für die Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachpersonen.
        • Kommunikationsfähigkeit hilft dir bei Besprechungen mit Bauherrschaft, Architektinnen und Architekten sowie Installationsfachleuten.

        In der Schule helfen dir besonders Mathematik, Geometrie, Physik und technisches Zeichnen. Wichtig sind vor allem logisches Denken, räumliches Vorstellungsvermögen und Interesse an Technik.

        Ausbildung

        Die Lehre dauert 4 Jahre. Du absolvierst deine praktische Ausbildung in einem Betrieb für Heizungsinstallationen oder in einem Ingenieurbüro für Gebäudetechnik.

        In der Regel arbeitest du 4 Tage pro Woche im Lehrbetrieb und besuchst 1 Tag pro Woche die Berufsfachschule. Der Unterricht wird zusätzlich durch Blockkurse ergänzt.

        Während der Ausbildung absolvierst du ausserdem ein Praktikum von mindestens 3 Monaten im Magazin, in der Werkstatt und auf der Baustelle. Dadurch lernst du auch die praktische Umsetzung deiner Planungen kennen.

        Zusätzlich besuchst du überbetriebliche Kurse. Diese dauern insgesamt 32 Tage während 4 Jahren.

        Für die Ausbildung brauchst du die abgeschlossene obligatorische Schule.

        Wenn deine schulischen Leistungen sehr gut sind, kannst du während der Lehre zusätzlich die Berufsmaturitätsschule besuchen.

        Nach bestandener Lehre erhältst du den Abschluss Gebäudetechnikplaner/in Heizung EFZ.

        Lohn

        Lohn während der Lehre:

        • 1. Lehrjahr: CHF 850.–
        • 2. Lehrjahr: CHF 1200.–
        • 3. Lehrjahr: CHF 1400.–
        • 4. Lehrjahr: CHF 1600.–

        Einstiegslohn nach der Lehre: CHF 5.000 - 5.400

        Dein Lohn ist so individuell wie dein Weg: Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Betrieb, Kanton, Branche und Funktion variieren.

        Weiterbildung und Entwicklung

        Nach der Lehre kannst du dein Fachwissen mit Kursen von Suissetec erweitern und dich mit neuen Heizsystemen, technischen Lösungen und gesetzlichen Anforderungen auseinandersetzen.

        In der Regel kannst du eine verkürzte Zusatzlehre als Gebäudetechnikplaner/in Lüftung EFZ oder Gebäudetechnikplaner/in Sanitär EFZ absolvieren.

        Mit einer Berufsprüfung kannst du dich beispielsweise als Projektleiter/in Gebäudetechnik BP, Energieberater/in Gebäude BP oder Chefmonteur/in Heizung BP weiterbilden.

        Mit der höheren Fachprüfung als Meister/in Wärmetechnikplanung HFP kannst du dich für anspruchsvolle Fach- und Führungsaufgaben in der Planung von Wärmetechnik qualifizieren.

        An einer Höheren Fachschule ist die Weiterbildung als Gebäudetechniker/in HF möglich.

        Mit entsprechender Vorbildung und je nach Zulassungsbedingungen kannst du auch an einer Fachhochschule einen Bachelor of Science in Gebäudetechnik absolvieren.

        Wo kannst du später arbeiten?

        Gebäudetechnikplanerinnen und Gebäudetechnikplaner Heizung arbeiten in Unternehmen der Gebäudetechnik, Heizungsinstallationsbetrieben oder Ingenieurbüros.

        Mit Berufserfahrung und entsprechenden Weiterbildungen kannst du mehr Verantwortung übernehmen und beispielsweise als Teamleiter/in arbeiten.

        Auch Führungspositionen bis hin zur Geschäftsleitung eines Unternehmens sind mit entsprechender Erfahrung und Qualifikation möglich.

        Weitere Einsatzmöglichkeiten gibt es im Bereich Beratung und Verkauf von Gebäudetechnik und Heizsystemen.

        Passt dieser Beruf zu dir?

        Der Beruf passt zu dir, wenn du Technik spannend findest, gerne mit Zahlen und Plänen arbeitest und dir vorstellen kannst, einen grossen Teil des Tages am Computer zu verbringen. Du solltest genau arbeiten und gleichzeitig gerne mit anderen Fachpersonen zusammenarbeiten.

        Weniger passend ist der Beruf, wenn du hauptsächlich körperlich und handwerklich arbeiten möchtest oder dir technische Berechnungen und detaillierte Planungsarbeit wenig liegen.

        Wenn du Gebäudetechnik, Energie, technisches Zeichnen und Planung miteinander verbinden möchtest, kann Gebäudetechnikplaner/in Heizung EFZ gut zu dir passen.