Grafiker/in EFZ - lehrstellencheck.ch
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        Grafiker/in EFZ

        Grafikerinnen und Grafiker EFZ gestalten visuelle Kommunikationsmittel wie Plakate, Broschüren, Bücher, Zeitschriften, Webseiten, Logos, Verpackungen oder Ausstellungen. Sie entwickeln Gestaltungsideen, stimmen diese auf Zielgruppen und Botschaften ab und setzen ihre Entwürfe mit Designsoftware um.

        Der Beruf verbindet Kreativität, Kommunikation und digitale Gestaltung. Du arbeitest viel am Computer, entwickelst Konzepte gemeinsam mit anderen Fachpersonen und begleitest Projekte von der ersten Idee bis zum fertigen Print- oder Digitalprodukt.

        Was machst du in diesem Beruf?

        Am Anfang eines Projekts klärst du, was die Kundin oder der Kunde erreichen möchte. Das kann zum Beispiel eine Werbekampagne sein oder die Neugestaltung einer Zeitung.

        Du besprichst die Ziele des Projekts und überlegst, welche Zielgruppe angesprochen werden soll und welche Botschaft vermittelt werden muss.

        Danach entwickelst du erste Ideen und entscheidest mit, welcher visuelle Stil zum Auftrag passt.

        Zielgruppen und Kommunikation verstehen

        Gestaltung soll nicht nur gut aussehen, sondern auch verständlich und passend für die gewünschte Zielgruppe sein.

        Du überlegst deshalb, welche Sprache und welche Art der Kommunikation geeignet sind. Je nach Projekt kann die Gestaltung beispielsweise einfach und direkt oder sachlich und anspruchsvoll wirken.

        Diese Überlegungen beeinflussen später Farben, Schriften, Bilder, Layout und andere Gestaltungselemente.

        Projekte planen

        Gemeinsam mit der Kundschaft planst du auch den finanziellen Rahmen eines Projekts.

        Dabei berücksichtigst du unter anderem Materialkosten und andere Aufwände.

        Du erstellst erste Skizzen und präsentierst sie der Kundschaft. Danach besprecht ihr gemeinsam, welche Ideen weiterentwickelt oder angepasst werden sollen.

        Ideen und Gestaltungskonzepte entwickeln

        Bevor du mit der konkreten Umsetzung beginnst, verschaffst du dir einen Überblick über die vorgesehenen Medien.

        Ein Projekt kann beispielsweise Plakate, Webseiten, Verpackungen oder einen Messestand umfassen.

        Du sammelst Ideen und entwickelst ein übergeordnetes Thema, das die verschiedenen Kommunikationsmittel miteinander verbindet.

        Einen visuellen Stil entwickeln

        Für die verschiedenen Medien entwickelst du eine passende Kommunikationsstrategie und einen einheitlichen visuellen Stil.

        Dazu gehören beispielsweise Logos, Farben, Schriften, Layouts und bei digitalen Projekten auch Animationen.

        Du achtest darauf, dass die einzelnen Elemente zusammenpassen und die gewünschte Botschaft unterstützen.

        Layouts gestalten

        Am Computer setzt du deine Entwürfe mit professioneller Designsoftware um.

        Du ordnest Texte, Bilder, Grafiken und andere Elemente so an, dass ein übersichtliches und passendes Layout entsteht.

        Je nach Auftrag gestaltest du zum Beispiel einzelne Plakate, ganze Broschüren, Buchseiten, Verpackungen oder digitale Benutzeroberflächen.

        Digitale Medien gestalten

        Grafikdesign beschränkt sich nicht auf gedruckte Produkte. Du arbeitest auch an digitalen Medien.

        Je nach Projekt kannst du beispielsweise an interaktiven Medien oder Apps mitarbeiten.

        Dabei gestaltest du die visuelle Umsetzung und kontrollierst, ob die technische Produktion wie vorgesehen umgesetzt wird.

        Rückmeldungen einarbeiten

        Während eines Projekts stehst du immer wieder mit der Kundschaft und teilweise auch mit der Zielgruppe in Kontakt.

        Du nimmst Rückmeldungen entgegen und passt deine Entwürfe entsprechend an.

        Je nach Projekt können auch Umfragen oder andere Rückmeldungen der Zielgruppe in die Gestaltung einfliessen.

        Druckproduktionen begleiten

        Wenn ein Produkt gedruckt wird, endet deine Arbeit nicht mit der fertigen Datei.

        Du begleitest den Druckprozess und kontrollierst beispielsweise Abzüge, bevor die endgültige Auflage produziert wird.

        Dabei überprüfst du, ob Farben, Layout und andere Gestaltungselemente richtig umgesetzt wurden.

        Digitale Produktionen kontrollieren

        Bei Webseiten, Apps oder anderen digitalen Produkten arbeitest du mit technischen Fachpersonen zusammen.

        Du kontrollierst beispielsweise, ob die Programmierung und die visuelle Umsetzung dem geplanten Konzept entsprechen.

        Nach Abschluss eines Projekts gibst du der Kundschaft die notwendigen Informationen mit, zum Beispiel Anleitungen für die Nutzung einer App.

        Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

        Als Grafiker/in EFZ arbeitest du hauptsächlich am Computer und beschäftigst dich mit Entwürfen, Layouts, Bildern, Schriften und digitalen Gestaltungselementen.

        Du arbeitest in der Regel in kleinen Teams und entwickelst Ideen gemeinsam mit anderen Fachpersonen.

        Dazu können beispielsweise Fotografinnen und Fotografen, Interactive Media Designerinnen und Designer oder Werbefachleute gehören.

        Auch der Kontakt mit Druckereien und Programmiererinnen und Programmierern gehört je nach Projekt zum Alltag.

        Die Arbeitszeiten sind meistens regelmässig. In intensiven Projektphasen kann es jedoch vorkommen, dass du länger arbeitest, damit ein Auftrag rechtzeitig fertig wird.

        Was solltest du mitbringen?

        • Kreativität ist wichtig, um neue visuelle Ideen und Gestaltungskonzepte zu entwickeln.
        • Zeichnerisches Talent hilft dir beim Skizzieren und Darstellen deiner Ideen.
        • Du solltest ein gutes Gefühl für Formen, Bilder, Schriften und visuelle Wirkung haben.
        • Kommunikationsfähigkeit brauchst du für Gespräche mit Kundinnen und Kunden und für die Zusammenarbeit im Team.
        • Teamfähigkeit ist wichtig, weil an grösseren Projekten häufig verschiedene Fachpersonen beteiligt sind.
        • Du solltest gerne am Computer arbeiten und dich mit Designsoftware beschäftigen.
        • Bereitschaft, neue Technologien kennenzulernen, ist wichtig, weil sich digitale Gestaltung und Medien laufend weiterentwickeln.
        • Du solltest Freude daran haben, Gestaltungsideen zu erklären, zu überarbeiten und auf Rückmeldungen einzugehen.

        In der Schule helfen dir besonders Gestalten, Zeichnen und Informatik. Wichtig sind vor allem Kreativität, ein gutes visuelles Verständnis und Freude an digitaler Gestaltung.

        Ausbildung

        Die Lehre dauert 4 Jahre. Deine praktische Ausbildung absolvierst du beispielsweise in einem Grafikatelier, einer Kommunikationsagentur, einer Werbeagentur oder einem Verlag.

        In der Regel arbeitest du 3 bis 4 Tage pro Woche im Lehrbetrieb und besuchst 1 bis 2 Tage pro Woche eine kantonale Berufsfachschule.

        Die Ausbildung kann je nach Angebot auch an einer Vollzeitschule absolviert werden.

        Für die Ausbildung brauchst du die abgeschlossene obligatorische Schule.

        Wenn deine schulischen Leistungen sehr gut sind, kannst du während der Lehre zusätzlich die Berufsmaturitätsschule besuchen.

        Nach bestandener Lehre erhältst du den Abschluss Grafiker/in EFZ.

        Lohn

        Lohn während der Lehre:

        • 1. Lehrjahr: CHF 400.–
        • 2. Lehrjahr: CHF 700.–
        • 3. Lehrjahr: CHF 1000.–
        • 4. Lehrjahr: CHF 1200.–

        Einstiegslohn nach der Lehre: CHF 4'200 - 5'000

        Dein Lohn ist so individuell wie dein Weg: Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Betrieb, Kanton, Branche und Funktion variieren.

        Weiterbildung und Entwicklung

        Nach der Lehre kannst du dein gestalterisches und technisches Wissen mit Kursen verschiedener Schulen für Gestaltung erweitern.

        Mit einer Berufsprüfung kannst du dich beispielsweise als Typograf/in für visuelle Kommunikation BP weiterbilden und dich stärker mit Schrift, Typografie und visuellen Kommunikationssystemen beschäftigen.

        Eine weitere Möglichkeit ist die Berufsprüfung als Multimedia Content Creator BP, mit der du dich stärker auf digitale Inhalte und unterschiedliche Medienformate ausrichten kannst.

        Mit der höheren Fachprüfung als Grafik-Designer/in HFP kannst du deine gestalterischen und konzeptionellen Kompetenzen weiter vertiefen.

        An einer Höheren Fachschule ist die Weiterbildung als Kommunikationsdesigner/in HF möglich.

        Mit entsprechender Vorbildung und je nach Zulassungsbedingungen kannst du an einer Fachhochschule einen Bachelor of Arts in Visueller Kommunikation absolvieren.

        Wo kannst du später arbeiten?

        Grafikerinnen und Grafiker EFZ arbeiten in Grafikateliers, Kommunikations- und Werbeagenturen, Verlagen, Druckereien oder internen Kommunikationsabteilungen von Unternehmen.

        Je nach Arbeitsplatz kannst du dich stärker auf Printprodukte, Markenauftritte, digitale Medien, Editorial Design oder andere Bereiche der visuellen Kommunikation konzentrieren.

        Auch die Selbstständigkeit ist möglich.

        Der Einstieg nach der Lehre kann anspruchsvoll sein. Es kann schwierig sein, direkt eine erste feste Stelle zu finden. Weiterbildungen und die laufende Weiterentwicklung der eigenen gestalterischen und technischen Fähigkeiten können deshalb besonders wichtig sein.

        Passt dieser Beruf zu dir?

        Der Beruf passt zu dir, wenn du gerne gestaltest, Ideen entwickelst und viel am Computer arbeiten möchtest. Du solltest nicht nur kreativ sein, sondern auch bereit sein, deine Entwürfe an Zielgruppen, Kundenwünsche und konkrete Projektvorgaben anzupassen.

        Weniger passend ist der Beruf, wenn du hauptsächlich frei künstlerisch arbeiten möchtest und ungern Rückmeldungen oder Änderungswünsche in deine Arbeit einbaust. Grafikdesign ist meistens Auftragsarbeit und entsteht in Zusammenarbeit mit anderen.

        Wenn du Design, digitale Medien, Kommunikation und kreative Konzeptarbeit miteinander verbinden möchtest, kann Grafiker/in EFZ gut zu dir passen.