Industrie- und Unterlagsbodenbauer/in EFZ - lehrstellencheck.ch
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        Industrie- und Unterlagsbodenbauer/in EFZ

        Industrie- und Unterlagsbodenbauerinnen und Industrie- und Unterlagsbodenbauer EFZ verlegen und bearbeiten Böden aus Beton, Harz und anderen Materialien. Sie sorgen dafür, dass Böden belastbar, eben und für ihren späteren Einsatz geeignet sind.

        Der Beruf verbindet Baustellenarbeit, Materialkenntnis und präzises Handwerk. Du bereitest Untergründe vor, verlegst Dämmungen, schützt Leitungen und stellst Böden her, die je nach Einsatz hohen Gewichten, Vibrationen, Feuchtigkeit oder Temperaturschwankungen standhalten müssen.

        Was machst du in diesem Beruf?

        Am Anfang eines Auftrags liest du die vorhandenen Pläne und klärst ab, welche Anforderungen der neue Boden erfüllen muss.

        Du misst die Fläche aus und berechnest, wie viel Material benötigt wird.

        Danach planst du die einzelnen Arbeitsschritte und organisierst, dass Material und Werkzeuge auf der Baustelle bereitstehen.

        Baustelle vorbereiten

        Bevor du mit dem Verlegen beginnst, transportierst du das benötigte Material zur Baustelle und lagerst es richtig.

        Du markierst die Flächen und die vorgesehene Höhe des neuen Bodens.

        Anschliessend reinigst du den Untergrund und bereitest ihn für die weiteren Arbeiten vor.

        Untergrund ausbessern

        Wenn der vorhandene Boden beschädigt oder uneben ist, musst du ihn zuerst ausbessern.

        Du beseitigst Stellen, die später die Qualität des neuen Bodens beeinträchtigen könnten.

        Ein sauber vorbereiteter Untergrund ist wichtig, damit die weiteren Schichten richtig aufgebaut werden können.

        Boden vor Feuchtigkeit und Frost schützen

        Je nach Gebäude oder Einsatzbereich braucht der Boden zusätzlichen Schutz.

        Du bringst Materialien ein, die verhindern sollen, dass Feuchtigkeit oder Frost den späteren Boden beschädigen.

        Welche Lösung nötig ist, hängt von der Baustelle und den Anforderungen des Bauprojekts ab.

        Wärme- und Schalldämmung verlegen

        Unter einem Boden können verschiedene Dämmungen eingebaut werden.

        Du verlegst beispielsweise Wärmedämmungen, damit möglichst wenig Wärme verloren geht.

        Schalldämmungen helfen dabei, Geräusche und Trittschall zwischen Räumen oder Stockwerken zu reduzieren.

        Leitungen und Bodenheizungen schützen

        Unter dem späteren Boden verlaufen häufig technische Leitungen.

        Dazu gehören beispielsweise Stromkabel oder Rohre einer Bodenheizung.

        Du sorgst dafür, dass diese Leitungen beim weiteren Aufbau geschützt und richtig in den Boden integriert werden.

        Bodenmaterial vorbereiten

        Je nach Auftrag arbeitest du mit Mörtel, Beton, Harzen oder anderen Materialien.

        Die Materialien müssen für den jeweiligen Boden richtig vorbereitet und in der vorgesehenen Menge verarbeitet werden.

        Dabei achtest du auf die Vorgaben des Bauprojekts und auf eine gleichmässige Verarbeitung.

        Böden von Hand oder mit Maschinen verlegen

        Du verteilst Beton, Mörtel, Harze oder andere Materialien auf der vorbereiteten Fläche.

        Je nach Grösse und Art der Baustelle arbeitest du von Hand oder mit speziellen Maschinen.

        Du musst dabei darauf achten, dass die Schicht die richtige Höhe und eine möglichst gleichmässige Oberfläche erhält.

        Unterlagsböden herstellen

        Unterlagsböden bilden häufig die Grundlage für einen später sichtbaren Bodenbelag.

        Du stellst beispielsweise eine ebene Betonschicht her, auf der später Parkett, Keramikplatten oder Teppich verlegt werden können.

        Damit der spätere Boden richtig verlegt werden kann, muss der Unterlagsboden genau vorbereitet und eben sein.

        Industrieböden herstellen

        In Fabriken, Lagerhallen und anderen stark beanspruchten Bereichen müssen Böden besonders widerstandsfähig sein.

        Du stellst Böden her, die beispielsweise schwerem Gewicht, Vibrationen oder starker Abnutzung standhalten.

        Je nach Nutzung müssen sie zusätzlich gegen bestimmte Temperaturen, Feuchtigkeit oder andere Belastungen geschützt sein.

        Böden glätten und polieren

        Nach dem Einbringen des Materials bearbeitest du die Oberfläche weiter.

        Du glättest oder polierst den Boden und sorgst dafür, dass er den vorgesehenen Anforderungen entspricht.

        Bei diesen Arbeitsschritten ist sorgfältiges Arbeiten wichtig, weil Unebenheiten später sichtbar oder störend sein können.

        Spezielle Bodenbeläge verlegen

        Je nach Auftrag stellst du auch Böden mit besonderen Eigenschaften her.

        Ein Beispiel sind rutschfeste Bodenflächen in Sporthallen.

        Solche Beläge müssen genau zum vorgesehenen Einsatz passen und entsprechend verarbeitet werden.

        Maschinen und Werkzeuge pflegen

        Nach Abschluss der Arbeiten reinigst du Maschinen und Werkzeuge.

        Du hältst die Geräte instand und sorgst dafür, dass sie für den nächsten Einsatz wieder bereit sind.

        Damit können Störungen reduziert und Arbeiten auf der Baustelle zuverlässig ausgeführt werden.

        Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

        Als Industrie- und Unterlagsbodenbauer/in EFZ arbeitest du im Team auf Baustellen im Hoch- oder Tiefbau.

        Du bist häufig auf unterschiedlichen Baustellen unterwegs und arbeitest mit anderen Fachpersonen des Bauwesens zusammen.

        Die Tätigkeit ist körperlich. Du arbeitest viel im Stehen, Knien oder in gebückter Haltung und bewegst Materialien und Werkzeuge.

        Zum Schutz trägst du je nach Arbeit Handschuhe, Knieschoner, Helm und Sicherheitsschuhe.

        Die Arbeitszeiten sind meistens regelmässig. In einzelnen Projektphasen können jedoch Überstunden notwendig sein.

        Was solltest du mitbringen?

        • Du solltest gerne im Team arbeiten und dich mit anderen Fachleuten auf der Baustelle abstimmen können.
        • Ein Flair für Zahlen hilft dir beim Ausmessen von Flächen und beim Berechnen von Materialmengen.
        • Räumliches Vorstellungsvermögen hilft dir, Baupläne und Höhenangaben richtig umzusetzen.
        • Du solltest sorgfältig und exakt arbeiten, damit Böden eben und sauber ausgeführt werden.
        • Körperliche Belastbarkeit ist wichtig, weil die Arbeit anstrengend sein kann.
        • Eine hohe Lärmtoleranz ist auf Baustellen und beim Arbeiten mit Maschinen hilfreich.
        • Du solltest bereit sein, häufig auf wechselnden Baustellen unterwegs zu sein.

        In der Schule helfen dir besonders Mathematik, Geometrie und Werken. Wichtig sind vor allem praktisches Geschick, räumliches Denken und Freude an körperlicher Baustellenarbeit.

        Ausbildung

        Die Lehre dauert 3 Jahre und wird in einem Betrieb absolviert.

        Deine praktische Ausbildung machst du in einem Unternehmen des Industrie- oder Unterlagsbodenbaus.

        Der Berufsfachschulunterricht findet in Blockkursen statt. Pro Jahr besuchst du während insgesamt 9 Wochen die Berufsfachschule in Sursee (LU).

        Zusätzlich absolvierst du überbetriebliche Kurse in Sursee. Diese dauern insgesamt 50 Tage während 3 Jahren.

        Für die Ausbildung brauchst du die abgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen zusätzlich einen Eignungstest.

        Wenn deine schulischen Leistungen sehr gut sind, kannst du während der Lehre zusätzlich die Berufsmaturitätsschule besuchen.

        Nach bestandener Lehre erhältst du den Abschluss Industrie- und Unterlagsbodenbauer/in EFZ.

        Als zweijährige Ausbildung im gleichen Berufsfeld gibt es ausserdem Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktiker/in EBA.

        Lohn

        Lohn während der Lehre:

        • 1. Lehrjahr: CHF 800.– bis 950.–
        • 2. Lehrjahr: CHF 1000.– bis 1300.–
        • 3. Lehrjahr: CHF 1600.– bis 1800.–

        Einstiegslohn nach der Lehre: CHF 4'150 - 4'800

        Dein Lohn ist so individuell wie dein Weg: Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Betrieb, Kanton, Branche und Funktion variieren.

        Weiterbildung und Entwicklung

        Mit Berufserfahrung kannst du mehr Verantwortung auf Baustellen übernehmen.

        Mit der Berufsprüfung als Baupolier/in BP kannst du dich auf die Organisation und Leitung von Arbeiten und Teams auf Baustellen vorbereiten.

        Mit einer höheren Fachprüfung sind Weiterbildungen als Baumeister/in HFP, Bauleiter/in HFP oder Bauführer/in im Bauhauptgewerbe HFP möglich.

        Diese Weiterbildungen führen stärker in die Planung, Koordination und Führung von Bauprojekten und Baustellen.

        Mit entsprechender Vorbildung und je nach Zulassungsbedingungen kannst du an einer Fachhochschule einen Bachelor of Science in Bauingenieurwesen absolvieren.

        Wo kannst du später arbeiten?

        Industrie- und Unterlagsbodenbauerinnen und Industrie- und Unterlagsbodenbauer EFZ arbeiten hauptsächlich in Unternehmen des Bodenbaus.

        Die Einsatzorte sind sehr unterschiedlich. Du kannst beispielsweise in Wohnungen, Fabriken, Geschäften, Schulen, Sporthallen oder auf Sportplätzen arbeiten.

        Je nach Betrieb bist du stärker mit Unterlagsböden, Industrieböden oder speziellen Bodenbelägen beschäftigt.

        Mit Erfahrung und Weiterbildung kannst du verantwortungsvollere Positionen übernehmen, beispielsweise als Teamleiter/in oder Bauleiter/in.

        Passt dieser Beruf zu dir?

        Der Beruf passt zu dir, wenn du gerne körperlich und praktisch arbeitest und am Ende des Tages ein sichtbares Ergebnis sehen möchtest. Du solltest gerne im Team arbeiten und kein Problem damit haben, häufig auf verschiedenen Baustellen eingesetzt zu werden.

        Weniger passend ist der Beruf, wenn du körperlich anstrengende Arbeit, Knien oder Arbeiten auf Baustellen vermeiden möchtest. Auch Lärm und zeitweise hoher Termindruck können dazugehören.

        Wenn du Baustellenarbeit, präzises Handwerk und die Herstellung robuster Böden miteinander verbinden möchtest, kann Industrie- und Unterlagsbodenbauer/in EFZ gut zu dir passen.