Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktiker/in EBA - lehrstellencheck.ch
Die besten 2551 Jobs in der Region.

        Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktiker/in EBA

        Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktikerinnen und Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktiker EBA helfen dabei, robuste und belastbare Böden herzustellen. Sie bereiten Materialien vor, unterstützen beim Verlegen von Beton, Mörtel oder Harzen und sorgen dafür, dass Böden für spätere Beläge wie Parkett, Keramikplatten oder Teppiche vorbereitet sind.

        Der Beruf verbindet körperliche Arbeit, Baustellenpraxis und genaues Arbeiten. Du bist meistens drinnen auf Baustellen tätig, arbeitest im Team und unterstützt erfahrene Fachpersonen bei den verschiedenen Arbeitsschritten.

        Was machst du in diesem Beruf?

        Als Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktiker/in EBA hilfst du bei der Vorbereitung, Herstellung und Fertigstellung von Böden.

        Du arbeitest nach Anweisungen, misst Flächen mit aus, bereitest Materialien vor und unterstützt beim Verteilen und Glätten der verschiedenen Bodenmassen.

        Dabei arbeitest du eng mit anderen Fachleuten auf der Baustelle zusammen.

        Böden ausmessen

        Bevor ein neuer Boden verlegt werden kann, muss die Fläche genau bestimmt werden.

        Du hilfst dabei, Räume und Bodenflächen zu vermessen.

        Unter Anleitung berechnest du ausserdem, wie viel Material für den Auftrag benötigt wird.

        Material zur Baustelle bringen

        Die benötigten Materialien und Werkzeuge müssen rechtzeitig auf der Baustelle verfügbar sein.

        Du hilfst beim Transport und lagerst die Materialien am richtigen Ort.

        Dabei achtest du darauf, dass sie sicher aufbewahrt und für die nächsten Arbeitsschritte gut erreichbar sind.

        Höhen und Flächen markieren

        Bevor der Boden eingebaut wird, markierst du die vorgesehenen Flächen und Höhen.

        Diese Markierungen helfen dem Team dabei, den neuen Boden in der richtigen Stärke und auf dem richtigen Niveau auszuführen.

        Genaues Arbeiten ist hier wichtig, damit der Boden später eben ist.

        Untergrund reinigen

        Der vorhandene Boden muss sauber sein, bevor weitere Schichten aufgebaut werden können.

        Du entfernst Schmutz und andere Rückstände und bereitest die Fläche für die nächsten Arbeiten vor.

        Ein sauberer Untergrund ist wichtig, damit die verwendeten Materialien richtig verarbeitet werden können.

        Beschädigte Böden ausbessern

        Wenn der bestehende Untergrund Unebenheiten oder Schäden hat, hilfst du bei der Ausbesserung.

        Damit wird verhindert, dass Probleme des alten Bodens später den neuen Aufbau beeinträchtigen.

        Welche Arbeiten nötig sind, hängt von der jeweiligen Baustelle ab.

        Böden vor Feuchtigkeit und Frost schützen

        Je nach Einsatzort muss ein Boden zusätzlich gegen Feuchtigkeit oder Frost geschützt werden.

        Du hilfst dabei, die vorgesehenen Schutzschichten einzubauen.

        So kann verhindert werden, dass Wasser oder tiefe Temperaturen später Schäden verursachen.

        Wärme- und Schalldämmung verlegen

        Unter vielen Böden werden Dämmmaterialien eingebaut.

        Du unterstützt beim Verlegen von Wärmedämmungen und Schalldämmungen.

        Diese Schichten helfen beispielsweise dabei, Wärmeverluste oder Trittschall zwischen Räumen und Stockwerken zu reduzieren.

        Leitungen schützen

        Unter dem späteren Boden können Stromkabel, Bodenheizungen oder andere Leitungen verlaufen.

        Du hilfst dabei, diese Leitungen während des weiteren Bodenaufbaus zu schützen.

        Dabei musst du nach den Vorgaben des Teams arbeiten und sorgfältig vorgehen.

        Beton, Mörtel und Harze vorbereiten

        Für die Herstellung von Böden kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz.

        Du hilfst beim Vorbereiten von Mörtel, Beton, Harzen und anderen Mischungen.

        Dabei hältst du die vorgeschriebenen Arbeitsabläufe und Mengen ein.

        Bodenmaterial verteilen

        Die vorbereiteten Materialien werden anschliessend auf der Fläche verteilt.

        Du unterstützt dabei von Hand oder mit den vorgesehenen Geräten und Maschinen.

        Wichtig ist, dass die Masse möglichst gleichmässig verteilt wird und der Boden die geplante Höhe erreicht.

        Material richtig und umweltgerecht verwenden

        Beim Umgang mit Beton, Mörtel, Harzen und anderen Baustoffen gelten bestimmte Vorschriften.

        Du beachtest diese Regeln und achtest darauf, dass Materialien richtig verarbeitet und Abfälle korrekt behandelt werden.

        Damit schützt du sowohl dich selbst als auch die Umwelt.

        Unterlagsböden vorbereiten

        Viele Böden dienen als Grundlage für einen später sichtbaren Bodenbelag.

        Du hilfst dabei, eine ebene und geeignete Fläche herzustellen, auf der später beispielsweise Parkett, Keramikplatten oder Teppich verlegt werden können.

        Dafür muss der Unterlagsboden sorgfältig ausgeführt sein.

        Böden glätten und polieren

        Nach dem Einbringen des Materials wird die Oberfläche fertig bearbeitet.

        Du hilfst beim Glätten oder Polieren des Bodens.

        Dabei achtest du darauf, dass die Oberfläche möglichst gleichmässig wird.

        Spezielle Beläge verlegen

        Je nach Auftrag arbeitest du auch bei speziellen Bodenbelägen mit.

        Ein Beispiel sind rutschfeste Böden in Sporthallen.

        Solche Beläge müssen bestimmte Anforderungen erfüllen und entsprechend sorgfältig verarbeitet werden.

        Maschinen und Werkzeuge pflegen

        Nach Abschluss der Arbeiten reinigst du die verwendeten Maschinen und Werkzeuge.

        Du hilfst auch dabei, sie instand zu halten und für den nächsten Einsatz vorzubereiten.

        Saubere und funktionierende Geräte sind wichtig für einen sicheren und effizienten Baustellenbetrieb.

        Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

        Als Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktiker/in EBA arbeitest du im Team auf Baustellen im Hoch- oder Tiefbau.

        Im Gegensatz zu vielen anderen Bauberufen arbeitest du meistens drinnen, beispielsweise in Gebäuden, Hallen oder anderen Innenräumen.

        Du bist körperlich aktiv und arbeitest häufig im Knien, Stehen oder in gebückter Haltung.

        Zum Schutz trägst du Handschuhe, Knieschoner, Helm und Sicherheitsschuhe.

        Die Arbeitszeiten sind meistens regelmässig. Du sprichst dich bei deinen Arbeiten mit anderen Fachleuten auf der Baustelle ab.

        Was solltest du mitbringen?

        • Du solltest gerne im Team arbeiten und Anweisungen zuverlässig umsetzen können.
        • Räumliches Vorstellungsvermögen hilft dir, Höhen und Flächen richtig einzuschätzen.
        • Ein Flair für Zahlen ist hilfreich beim Vermessen und Berechnen von Materialmengen.
        • Du solltest mit Lärm auf Baustellen und beim Einsatz von Maschinen umgehen können.
        • Du solltest bereit sein, häufig auf unterschiedlichen Baustellen unterwegs zu sein.
        • Körperliche Belastbarkeit ist wichtig, weil du viel stehst, kniest und Materialien bewegst.
        • Du solltest sorgfältig und exakt arbeiten, damit Böden eben und sauber ausgeführt werden.

        In der Schule helfen dir besonders Mathematik, Geometrie und Werken. Wichtig sind vor allem praktisches Geschick, räumliches Denken und Freude an körperlicher Arbeit im Team.

        Ausbildung

        Die Ausbildung dauert 2 Jahre und wird als Lehre in einem Betrieb absolviert.

        Deine praktische Ausbildung machst du in einem Unternehmen des Industrie- oder Unterlagsbodenbaus.

        Der Berufsfachschulunterricht findet in Blockkursen statt. Pro Jahr besuchst du während insgesamt 9 Wochen den Unterricht in Sursee (LU).

        Zusätzlich absolvierst du überbetriebliche Kurse in Sursee. Diese dauern insgesamt 35 Tage während 2 Jahren.

        Für die Ausbildung brauchst du die abgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen zusätzlich einen Eignungstest.

        Nach bestandener Ausbildung erhältst du den Abschluss Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktiker/in EBA.

        Lohn

        Lohn während der Lehre:

        • 1. Lehrjahr: CHF 800.– bis 950.–
        • 2. Lehrjahr: CHF 1000.– bis 1300.–

        Einstiegslohn nach der Lehre: CHF 4'300 - 4'800

        Dein Lohn ist so individuell wie dein Weg: Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Betrieb, Kanton, Branche und Funktion variieren.

        Weiterbildung und Entwicklung

        Nach der Ausbildung kannst du Berufserfahrung im Bodenbau sammeln und dein praktisches Können weiter ausbauen.

        In der Regel kannst du eine verkürzte Zusatzlehre als Industrie- und Unterlagsbodenbauer/in EFZ absolvieren.

        Mit dem EFZ-Abschluss stehen dir anschliessend weitere Weiterbildungsmöglichkeiten im Bauwesen offen.

        Wo kannst du später arbeiten?

        Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktikerinnen und Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktiker EBA arbeiten in Unternehmen des Bodenbaus.

        Du bist auf unterschiedlichen Baustellen im Hoch- oder Tiefbau tätig und arbeitest meistens im Inneren von Gebäuden.

        Je nach Auftrag hilfst du bei Unterlagsböden, Industrieböden oder speziellen Bodenbelägen mit.

        Mit zusätzlicher Ausbildung zum EFZ kannst du später mehr Verantwortung übernehmen und dein Tätigkeitsgebiet erweitern.

        Passt dieser Beruf zu dir?

        Der Beruf passt zu dir, wenn du gerne praktisch und körperlich arbeitest und am Ende sehen möchtest, was du gemeinsam mit deinem Team geschaffen hast. Du solltest Baustellen mögen und kein Problem damit haben, viel zu knien oder dich zu bewegen.

        Weniger passend ist der Beruf, wenn du körperliche Arbeit oder Baustellenlärm vermeiden möchtest oder lieber den ganzen Tag an einem festen Schreibtisch arbeiten würdest.

        Wenn du einen praktischen Einstieg in den Bodenbau suchst und gerne im Team auf Baustellen arbeitest, kann Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktiker/in EBA gut zu dir passen.