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        Interactive Media Designer EFZ

        Interactive Media Designer EFZ entwickeln und gestalten digitale Inhalte wie Websites, Apps, Videos, Animationen, Fotos und interaktive Kommunikationsmittel. Sie planen Projekte, setzen Ideen gestalterisch und technisch um und sorgen dafür, dass digitale Inhalte auf Smartphones, Tablets oder Computern gut funktionieren.

        Der Beruf verbindet Design, Technik, Kommunikation und Medienproduktion. Du arbeitest kreativ am Computer, produzierst Bild-, Ton- und Videomaterial und stimmst dich regelmässig mit Kundinnen, Kunden und anderen Fachpersonen ab.

        Was machst du in diesem Beruf?

        Am Anfang eines Projekts klärst du, was die Kundschaft erreichen möchte und welche Inhalte benötigt werden.

        Du dokumentierst die Anforderungen, beschreibst die geplanten Leistungen und prüfst, ob der Auftrag technisch und organisatorisch umsetzbar ist.

        Danach entwickelst du erste Ideen und planst, wie das digitale Kommunikationsmittel aufgebaut werden soll.

        Kundenbedürfnisse analysieren

        Du sprichst mit der Kundschaft und versuchst genau zu verstehen, welche Zielgruppe angesprochen werden soll und welches Ziel das Projekt verfolgt.

        Je nach Auftrag geht es beispielsweise um eine Website, eine App, einen Trailer oder eine digitale Werbekampagne.

        Du hältst die wichtigsten Anforderungen fest und nutzt sie als Grundlage für die weitere Gestaltung.

        Machbarkeit prüfen

        Bevor ein Projekt umgesetzt wird, prüfst du, ob die gewünschten Ideen mit dem vorhandenen Budget, der verfügbaren Zeit und den technischen Möglichkeiten realistisch sind.

        Dabei überlegst du, welche Programme, Geräte und Produktionsmethoden benötigt werden.

        Falls ein Wunsch nicht sinnvoll umgesetzt werden kann, suchst du nach einer passenden Alternative.

        Recherchieren und Ideen entwickeln

        Für neue Projekte führst du kreative, technische und inhaltliche Recherchen durch.

        Du informierst dich beispielsweise über aktuelle Gestaltungsmöglichkeiten, technische Lösungen oder Inhalte, die zum Auftrag passen.

        Auf dieser Grundlage entwickelst du Ideen und erste Konzepte.

        Design- und Kommunikationskonzepte erstellen

        Du entwickelst ein Konzept, das festlegt, wie das Projekt aussehen und funktionieren soll.

        Dabei denkst du über Farben, Bilder, Typografie, Animationen, Bedienung und Inhalte nach.

        Die Entwürfe präsentierst du der Kundschaft und erklärst deine gestalterischen und technischen Entscheidungen.

        Arbeitsabläufe planen

        Nach der Freigabe planst du die einzelnen Arbeitsschritte.

        Du entscheidest beispielsweise, wann Fotos oder Videos produziert werden, wann die Bearbeitung erfolgt und wann Inhalte in eine Website oder App eingebaut werden.

        Eine gute Organisation ist wichtig, damit das Projekt rechtzeitig fertig wird.

        Fotos produzieren

        Je nach Auftrag fotografierst du selbst.

        Du überlegst, welche Motive und Bildausschnitte zum Projekt passen, und setzt die Aufnahmen entsprechend um.

        Anschliessend bearbeitest du die Bilder mit professioneller Software weiter.

        Videos drehen

        Auch Videoproduktion gehört zum Beruf.

        Du filmst beispielsweise Szenen für digitale Kampagnen, Websites oder andere Medien.

        Dreharbeiten können im Studio, in Gebäuden oder draussen stattfinden.

        Ton aufnehmen und bearbeiten

        Für Videos oder andere digitale Inhalte nimmst du auch Töne und Sprache auf.

        Nach der Aufnahme schneidest, mischst und bearbeitest du das Audiomaterial.

        Dabei sorgst du dafür, dass Sprache, Musik und andere Töne gut zusammenpassen.

        Videos schneiden und nachbearbeiten

        Das aufgenommene Videomaterial wird am Computer weiterverarbeitet.

        Du wählst passende Szenen aus, schneidest sie zusammen und kombinierst sie bei Bedarf mit Text, Ton, Grafik oder Animation.

        So entsteht aus einzelnen Aufnahmen ein fertiges digitales Produkt.

        Trailer erstellen

        Du kannst beispielsweise Trailer für Dokumentationen, Spielfilme oder Kurzfilme produzieren.

        Dafür wählst du passende Ausschnitte aus und kombinierst sie so, dass die wichtigsten Inhalte kompakt und wirkungsvoll vermittelt werden.

        2D- und 3D-Animationen gestalten

        Mit professioneller Software erstellst du 2D- oder 3D-Animationen.

        Dabei gestaltest du beispielsweise bewegte Grafiken, Figuren, Texte oder andere visuelle Elemente.

        Räumliches Vorstellungsvermögen hilft dir besonders bei dreidimensionalen Arbeiten.

        Newsletter gestalten

        Auch digitale Newsletter können Teil deiner Arbeit sein.

        Du gestaltest Aufbau, Bilder, Texte und andere Elemente so, dass die Inhalte übersichtlich dargestellt werden.

        Dabei berücksichtigst du das Erscheinungsbild und die Kommunikationsziele der Kundschaft.

        Websites entwickeln

        Interactive Media Designer arbeiten auch an Websites.

        Du entwickelst den Aufbau und die Gestaltung und setzt bestimmte technische Funktionen um.

        Dabei gehört auch Programmieren zu deinen Aufgaben.

        Inhalte in Websites einbauen

        Du fügst Fotos, Texte, Infografiken, Videos und Animationen in digitale Kommunikationsmittel ein.

        Dabei achtest du darauf, dass die Inhalte übersichtlich dargestellt werden und technisch richtig funktionieren.

        Auch die Darstellung auf unterschiedlichen Geräten spielt eine wichtige Rolle.

        Benutzertests durchführen

        Bevor ein digitales Produkt veröffentlicht wird, testest du, wie einfach es sich bedienen lässt.

        Du beobachtest beispielsweise, ob Nutzerinnen und Nutzer Informationen schnell finden und Funktionen verstehen.

        Wenn Probleme auftreten, passt du das Design oder die Bedienung entsprechend an.

        Digitale Produkte veröffentlichen

        Wenn alle Inhalte fertiggestellt und getestet sind, veröffentlichst du das digitale Kommunikationsmittel.

        Du sorgst dafür, dass es beispielsweise auf Smartphones, Tablets oder Computern aufgerufen und genutzt werden kann.

        Auch nach der Veröffentlichung können Anpassungen oder Aktualisierungen notwendig sein.

        Social Media einsetzen

        Je nach Auftrag unterstützt du auch die Kommunikation über soziale Medien.

        Du veröffentlichst Inhalte, machst Werbung für Projekte oder Produkte und pflegst den Kontakt mit der Kundschaft.

        Dabei musst du die Inhalte an das jeweilige Medium und die gewünschte Zielgruppe anpassen.

        Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

        Als Interactive Media Designer arbeitest du häufig in Foto- und Videostudios, Agenturen, Redaktionen oder Kommunikationsabteilungen.

        Ein grosser Teil deiner Arbeit findet am Computer statt. Du gestaltest, programmierst, bearbeitest Bilder und Videos oder planst Projekte.

        Je nach Auftrag bist du aber auch unterwegs, beispielsweise für Foto- oder Videoaufnahmen. Dreharbeiten können sowohl drinnen als auch draussen stattfinden.

        Du arbeitest meistens im Team, kannst einzelne Aufgaben aber auch selbstständig übernehmen.

        Kurz vor einem Abgabetermin kann die Arbeit intensiver werden. Dann können auch Überstunden notwendig sein.

        Was solltest du mitbringen?

        • Kreativität ist wichtig, um neue Ideen und überzeugende digitale Inhalte zu entwickeln.
        • Künstlerisches Talent hilft dir bei Bildgestaltung, Animation, Layout und visuellen Konzepten.
        • Kommunikationsfähigkeit brauchst du für Gespräche mit Kundschaft und die Zusammenarbeit im Team.
        • Technisches Verständnis hilft dir beim Arbeiten mit Software, Websites und digitalen Medien.
        • Du solltest dich gerne mit neuen Technologien und Programmen beschäftigen.
        • Teamfähigkeit ist wichtig, weil viele Medienprojekte gemeinsam umgesetzt werden.
        • Räumliches Vorstellungsvermögen hilft dir besonders bei 3D-Gestaltung und Animation.
        • Planungs- und Organisationsfähigkeit brauchst du, damit Projekte rechtzeitig und strukturiert umgesetzt werden.

        In der Schule helfen dir besonders Gestalten, Informatik, Deutsch und Englisch. Wichtig sind vor allem Kreativität, technisches Interesse und Freude daran, digitale Inhalte zu entwickeln und zu präsentieren.

        Ausbildung

        Die Lehre dauert 4 Jahre und wird in einem Betrieb absolviert.

        Deine praktische Ausbildung machst du beispielsweise in einer Werbeagentur, einer Radio-, TV- oder Online-Redaktion, einem Grafikatelier oder einer Kommunikationsabteilung.

        In der Regel arbeitest du 3 bis 4 Tage pro Woche im Lehrbetrieb und besuchst 1 bis 2 Tage pro Woche eine kantonale Berufsfachschule.

        Zusätzlich absolvierst du überbetriebliche Kurse in mehreren Kantonen. Diese dauern insgesamt 20 Tage während 4 Jahren.

        Die Ausbildung kann laut Berufsberatung auch an einer Vollzeitschule absolviert werden.

        Für die Ausbildung brauchst du die abgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen zusätzlich einen Eignungstest.

        Wenn deine schulischen Leistungen sehr gut sind, kannst du während der Lehre zusätzlich die Berufsmaturitätsschule besuchen.

        Nach bestandener Lehre erhältst du den Abschluss Interactive Media Designer EFZ.

        Lohn

        Lohn während der Lehre:

        • 1. Lehrjahr: CHF 700.–
        • 2. Lehrjahr: CHF 900.–
        • 3. Lehrjahr: CHF 1100.–
        • 4. Lehrjahr: CHF 1500.–

        Einstiegslohn nach der Lehre: CHF 4'300 - 4'800

        Dein Lohn ist so individuell wie dein Weg: Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Betrieb, Kanton, Branche und Funktion variieren.

        Weiterbildung und Entwicklung

        Nach der Lehre kannst du dein Fachwissen mit Kursen von dpsuisse weiterentwickeln.

        Mit einer Berufsprüfung kannst du dich beispielsweise als Druck- und Medienkaufmann/-frau BP oder Multimedia Content Creator BP weiterbilden.

        Als Multimedia Content Creator vertiefst du insbesondere deine Kenntnisse in der Produktion und Gestaltung von digitalen Medieninhalten. Die Weiterbildung im Druck- und Medienbereich verbindet Medienproduktion stärker mit kaufmännischen und organisatorischen Aufgaben.

        Mit einer höheren Fachprüfung ist die Weiterbildung als Publikationsmanager/in HFP möglich.

        An einer Höheren Fachschule kannst du dich als Manager/in Medien HF weiterbilden.

        Mit entsprechender Vorbildung und je nach Zulassungsbedingungen kannst du an einer Fachhochschule einen Bachelor of Arts in Visueller Kommunikation absolvieren.

        Wo kannst du später arbeiten?

        Interactive Media Designer finden Stellen beispielsweise in Kommunikations- und Medienagenturen, Webabteilungen von Behörden sowie in Redaktionen von Radio- und Fernsehsendern oder Zeitungen.

        Je nach Arbeitgeber kannst du dich stärker auf Webdesign, Video, Fotografie, Animation, Social Media oder andere digitale Kommunikationsformen konzentrieren.

        Die Arbeits- und Karrieremöglichkeiten sind gut, da multimediale Inhalte in vielen Branchen benötigt werden.

        Viele Interactive Media Designer arbeiten nach einigen Jahren auch selbstständig und übernehmen eigene Projekte für verschiedene Kundinnen und Kunden.

        Passt dieser Beruf zu dir?

        Der Beruf passt zu dir, wenn du kreative Gestaltung und digitale Technik miteinander verbinden möchtest. Du solltest Freude daran haben, am Computer zu arbeiten, aber auch Foto-, Video- und andere Medienprojekte praktisch umzusetzen.

        Weniger passend ist der Beruf, wenn du dich weder für Gestaltung noch für technische Programme interessierst oder möglichst keine Arbeit unter Zeitdruck möchtest. Besonders vor Projektabgaben können intensive Phasen dazugehören.

        Wenn du Design, Medien, Technik und Kommunikation miteinander verbinden möchtest, kann Interactive Media Designer EFZ gut zu dir passen.