Konstrukteur/in EFZ - lehrstellencheck.ch
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        Konstrukteur/in EFZ

        Konstrukteurinnen und Konstrukteure EFZ entwickeln technische Bauteile, Maschinen und Anlagen und erstellen dafür präzise Zeichnungen und Pläne am Computer. Sie arbeiten mit CAD-Programmen, berechnen Masse und Materialien und erstellen Unterlagen für Produktion, Montage, Betrieb und Wartung.

        Der Beruf verbindet Technik, räumliches Denken und Planung. Du arbeitest hauptsächlich am Computer, musst aber auch verstehen, wie die von dir konstruierten Teile später tatsächlich hergestellt, montiert und eingesetzt werden.

        Was machst du in diesem Beruf?

        Als Konstrukteur/in EFZ entwickelst du Einzelteile oder ganze Baugruppen für Maschinen, Geräte und Produktionsanlagen.

        Du arbeitest an neuen Produkten oder verbesserst bestehende Lösungen. Dabei begleitest du Projekte von der ersten Anfrage über die technische Zeichnung bis zum Prototyp und zur Dokumentation.

        Du arbeitest eng mit anderen Fachpersonen zusammen, beispielsweise aus Entwicklung, Produktion und Montage.

        Projektanfragen prüfen

        Am Anfang eines Projekts klärst du gemeinsam mit der Auftraggeberin oder dem Auftraggeber, was entwickelt oder verändert werden soll.

        Du prüfst die Anfrage und versuchst genau zu verstehen, welche Anforderungen das spätere Produkt erfüllen muss.

        Dabei können technische, wirtschaftliche und praktische Vorgaben eine Rolle spielen.

        Anforderungen und Funktionen analysieren

        Du analysierst, was eine Maschine, Anlage oder ein Bauteil können muss.

        Du klärst beispielsweise, welche Bewegungen vorgesehen sind, welche Belastungen auftreten oder wie einzelne Teile zusammenarbeiten sollen.

        Diese Anforderungen bilden die Grundlage für die spätere Konstruktion.

        Projektablauf planen

        Für das Projekt erstellst du einen Plan mit den wichtigsten Arbeitsschritten.

        Du hältst fest, welches Material benötigt wird und bis wann einzelne Aufgaben erledigt sein sollen.

        Damit behältst du auch bei umfangreicheren Projekten den Überblick.

        Technische Lösungen entwickeln

        Du entwickelst verschiedene Möglichkeiten, wie eine technische Aufgabe gelöst werden kann.

        Dafür erstellst du erste Skizzen und Zeichnungen und vergleichst unterschiedliche Varianten.

        Die gewählte Lösung muss technisch funktionieren und gleichzeitig möglichst sinnvoll umsetzbar sein.

        Mit CAD-Programmen arbeiten

        Ein grosser Teil deiner Arbeit findet mit CAD-Software am Computer statt.

        Damit erstellst du detaillierte technische Zeichnungen und digitale Modelle.

        Du kannst Bauteile aus verschiedenen Perspektiven darstellen und ihre Konstruktion bereits am Bildschirm überprüfen.

        Bauteile in 2D und 3D zeichnen

        Du zeichnest einzelne Komponenten beispielsweise von vorne, von oben oder von der Seite.

        Zusätzlich erstellst du dreidimensionale Modelle, mit denen die Form eines Bauteils besonders gut dargestellt werden kann.

        Räumliches Vorstellungsvermögen ist deshalb ein zentraler Bestandteil des Berufs.

        Masse und Toleranzen festlegen

        Auf technischen Zeichnungen gibst du die genauen Masse der einzelnen Teile an.

        Ausserdem definierst du erlaubte Abweichungen, sogenannte Toleranzen.

        Diese Angaben sind wichtig, damit einzelne Bauteile später richtig zusammenpassen.

        Oberflächen festlegen

        Je nach Einsatzbereich muss auch die Oberfläche eines Werkstücks bestimmte Anforderungen erfüllen.

        Du hältst deshalb in den technischen Unterlagen fest, welche Oberflächenbeschaffenheit vorgesehen ist.

        Die Produktion kann sich anschliessend an diesen Angaben orientieren.

        Gewicht, Fläche und Volumen berechnen

        Neben Zeichnen gehört auch Rechnen zum Berufsalltag.

        Du berechnest beispielsweise Gewicht, Fläche oder Volumen einzelner Bauteile.

        Diese Werte helfen dir unter anderem bei der Materialwahl und weiteren technischen Entscheidungen.

        Material auswählen

        Für jedes Bauteil musst du ein geeignetes Material bestimmen.

        Dabei berücksichtigst du Eigenschaften wie Belastbarkeit und Verarbeitungsmöglichkeiten.

        Auch Kosten und Nachhaltigkeit spielen bei der Auswahl eine Rolle.

        Materialbedarf berechnen

        Wenn das Material feststeht, berechnest du die benötigte Menge.

        Danach bereitest du die Bestellung vor beziehungsweise bestellst das benötigte Material.

        Genaues Rechnen hilft dabei, unnötige Kosten und Materialverschwendung zu vermeiden.

        Werkzeuge planen

        Für die Herstellung bestimmter Bauteile werden spezielle Werkzeuge benötigt.

        Gemeinsam mit der Produktionsleitung stellst du zusammen, welche Werkzeuge für einen Auftrag gebraucht werden.

        Diese werden bestellt oder teilweise selbst hergestellt.

        Auf Sicherheit und Bedienbarkeit achten

        Bei der Konstruktion musst du nicht nur darauf achten, dass eine Maschine technisch funktioniert.

        Du berücksichtigst auch Sicherheitsanforderungen und achtest darauf, dass Anlagen möglichst gut bedienbar sind.

        Zusätzlich spielen Umweltaspekte bei der Entwicklung eine Rolle.

        Prototypen und Modelle erstellen

        Bevor ein Produkt endgültig hergestellt wird, entstehen häufig Prototypen oder Modelle.

        Du hilfst dabei, solche Modelle zu erstellen und vergleichst sie mit den ursprünglichen Vorgaben.

        Dadurch können Fehler oder Verbesserungsmöglichkeiten erkannt werden, bevor die Serienproduktion beginnt.

        Projekte überprüfen

        Während der Umsetzung kontrollierst du regelmässig den Fortschritt der Arbeiten.

        Du prüfst, ob die vorgesehenen Schritte durchgeführt werden und ob das Produkt weiterhin den technischen Vorgaben entspricht.

        Wenn Probleme auftreten, arbeitest du an Anpassungen oder neuen Lösungen mit.

        Montagepläne erstellen

        Damit einzelne Komponenten später richtig zusammengesetzt werden können, erstellst du Montagepläne.

        Diese zeigen, welche Teile an welcher Stelle eingebaut und miteinander verbunden werden.

        Die Angaben müssen klar und präzise sein, damit die Montage zuverlässig durchgeführt werden kann.

        Bedienungsanleitungen verfassen

        Für fertige Maschinen und Systeme erstellst du auch schriftliche Unterlagen.

        Dazu gehören beispielsweise Bedienungsanleitungen.

        Diese können auf Deutsch oder in einer Fremdsprache verfasst werden.

        Wartungsanweisungen dokumentieren

        Du hältst fest, welche Wartungsarbeiten an einer Maschine oder Anlage notwendig sind.

        Damit wissen spätere Nutzerinnen, Nutzer oder Fachpersonen, welche Kontrollen und Arbeiten regelmässig durchgeführt werden müssen.

        Auch technische Daten werden entsprechend dokumentiert.

        Personal schulen

        Je nach Projekt erklärst du Mitarbeitenden, wie eine neue Maschine oder ein neues System bedient wird.

        Du vermittelst wichtige Funktionen und weist auf technische Besonderheiten hin.

        Dafür musst du komplizierte Zusammenhänge verständlich erklären können.

        Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

        Als Konstrukteur/in EFZ arbeitest du überwiegend im Büro und verbringst viel Zeit am Computer.

        Du zeichnest, berechnest, planst und dokumentierst technische Lösungen.

        Manchmal bist du auch in Werkstätten, um Bauteile oder Maschinen zu kontrollieren, die nach deinen Plänen hergestellt wurden.

        Je nach Situation hast du zusätzlich Kontakt mit Kundinnen und Kunden oder Lieferantinnen und Lieferanten.

        Neue Materialien und Computerprogramme verändern den Beruf laufend. Deshalb gehört kontinuierliches Lernen klar zum Berufsalltag.

        Was solltest du mitbringen?

        • Zeichnerische Begabung hilft dir beim technischen Zeichnen und beim Entwickeln von Lösungen.
        • Räumliches Vorstellungsvermögen ist wichtig, damit du dreidimensionale Bauteile aus Plänen verstehen kannst.
        • Ein Flair für Zahlen brauchst du für Masse, Flächen, Volumen und andere technische Berechnungen.
        • Technisches Verständnis hilft dir, Maschinen und mechanische Zusammenhänge zu verstehen.
        • Du solltest sorgfältig und exakt arbeiten, weil kleine Fehler in technischen Zeichnungen grosse Auswirkungen haben können.
        • Eine systematische Arbeitsweise hilft dir bei komplexen Projekten.
        • Konzentrationsfähigkeit ist wichtig, weil du oft längere Zeit sehr genau am Computer arbeitest.
        • Teamfähigkeit brauchst du für die Zusammenarbeit mit Entwicklung, Produktion und weiteren Fachpersonen.

        In der Schule helfen dir besonders Mathematik, Geometrie, Physik und technisches Zeichnen. Wichtig sind vor allem technisches Verständnis, räumliches Denken und Freude an sehr genauer Arbeit.

        Ausbildung

        Die Ausbildung dauert 4 Jahre und kann als Lehre in einem Betrieb oder an einer Vollzeitschule absolviert werden.

        Bei der betrieblichen Ausbildung arbeitest du in einem Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie. In der Regel verbringst du 3 bis 4 Tage pro Woche im Lehrbetrieb.

        Die Berufsfachschule besuchst du 1 bis 2 Tage pro Woche an einer kantonalen Berufsfachschule.

        Zusätzlich absolvierst du überbetriebliche Kurse in mehreren Kantonen. Diese dauern insgesamt 57 Tage während 4 Jahren.

        Die Ausbildung wird auch an einer Vollzeitschule angeboten.

        Für die Ausbildung brauchst du die abgeschlossene obligatorische Schule.

        Wenn deine schulischen Leistungen sehr gut sind, kannst du während der Lehre zusätzlich die Berufsmaturitätsschule besuchen.

        Nach bestandener Ausbildung erhältst du den Abschluss Konstrukteur/in EFZ.

        Lohn

        Lohn während der Lehre:

        • 1. Lehrjahr: CHF 570.– bis 615.–
        • 2. Lehrjahr: CHF 750.– bis 815.–
        • 3. Lehrjahr: CHF 985.– bis 1065.–
        • 4. Lehrjahr: CHF 1170.– bis 1265.–

        Einstiegslohn nach der Lehre: CHF 4'200 - 4'800

        Dein Lohn ist so individuell wie dein Weg: Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Betrieb, Kanton, Branche und Funktion variieren.

        Weiterbildung und Entwicklung

        Nach der Lehre kannst du dein Fachwissen mit Kursen der Swissmem Academy weiterentwickeln.

        In der Regel kannst du eine verkürzte Zusatzlehre als Polymechaniker/in EFZ absolvieren und damit dein Wissen stärker in Richtung praktische Fertigung und Maschinenbau erweitern.

        Mit einer Berufsprüfung sind Weiterbildungen als Prozessfachmann/-frau BP, Technische/r Kaufmann/-frau BP oder Automatikfachmann/-frau BP möglich.

        Damit kannst du dich beispielsweise stärker auf Produktionsprozesse, technische und kaufmännische Aufgaben oder Automatisierung spezialisieren.

        Mit der höheren Fachprüfung als Produktionsleiter/in Industrie HFP kannst du dich auf anspruchsvolle Führungsaufgaben in der industriellen Produktion vorbereiten.

        An einer Höheren Fachschule kannst du dich als Maschinenbautechniker/in HF weiterbilden.

        Mit entsprechender Vorbildung und je nach Zulassungsbedingungen kannst du an einer Fachhochschule einen Bachelor of Science in Maschineningenieurwissenschaften, Mechatronik, Mikrotechnik oder Elektrotechnik und Informationstechnologie absolvieren.

        Wo kannst du später arbeiten?

        Konstrukteurinnen und Konstrukteure EFZ haben Einsatzmöglichkeiten in verschiedenen technischen Branchen.

        Typische Arbeitgeber sind Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie.

        Auch Ingenieurbüros bieten Stellen, beispielsweise in den Bereichen Mechanik, Robotik, Luft- und Raumfahrt oder Gebäudetechnik.

        Je nach Betrieb kannst du dich auf bestimmte Produkte, Maschinen, Anlagen oder technische Entwicklungsbereiche spezialisieren.

        Da neue Materialien und digitale Konstruktionsprogramme die Arbeit laufend verändern, ist Weiterbildung während der gesamten Berufslaufbahn wichtig.

        Passt dieser Beruf zu dir?

        Der Beruf passt zu dir, wenn du gerne technische Probleme löst, am Computer arbeitest und genau wissen möchtest, wie Maschinen und Bauteile aufgebaut sind. Du solltest Freude daran haben, aus einer Idee Schritt für Schritt einen detaillierten Plan zu entwickeln.

        Weniger passend ist der Beruf, wenn du möglichst wenig am Computer arbeiten möchtest oder dich langes, konzentriertes Arbeiten mit technischen Details schnell ermüdet. Genauigkeit und Berechnungen gehören täglich dazu.

        Wenn du Technik, CAD, Mathematik und räumliches Denken miteinander verbinden möchtest, kann Konstrukteur/in EFZ gut zu dir passen.