Kosmetiker/in EFZ
Kosmetikerinnen und Kosmetiker EFZ führen Gesichts- und Körperpflegebehandlungen durch, machen Maniküre, Pediküre und Make-up und beraten ihre Kundschaft zu Pflegeprodukten und Behandlungen. Sie untersuchen die Haut, wählen passende Produkte aus und achten darauf, dass Behandlungen hygienisch und fachgerecht durchgeführt werden.
Der Beruf verbindet Körperpflege, Beratung, Ästhetik und Organisation. Du arbeitest eng mit Menschen, brauchst Fingerspitzengefühl und solltest gerne sauber, exakt und selbstständig arbeiten.
Was machst du in diesem Beruf?
Als Kosmetiker/in EFZ betreust du Kundinnen und Kunden rund um Hautpflege, Kosmetik und bestimmte Körperpflegebehandlungen.
Du bereitest Behandlungen vor, führst sie durch und erklärst, welche Produkte oder Pflegeschritte sich für die jeweilige Person eignen.
Neben der praktischen Arbeit gehören auch Terminplanung, Lagerverwaltung, Buchhaltung und Werbung zum Berufsalltag.
Haut vor der Behandlung reinigen
Bevor eine Gesichtsbehandlung beginnt, reinigst du die Haut gründlich.
Du entfernst beispielsweise Make-up und andere Rückstände.
Dadurch kannst du die Haut anschliessend besser beurteilen und für die weitere Behandlung vorbereiten.
Haut untersuchen
Du schaust dir die Haut genau an und bestimmst ihre Eigenschaften.
Dabei achtest du darauf, welche Pflege oder Behandlung geeignet sein könnte.
Wenn dir Auffälligkeiten auffallen, die medizinisch abgeklärt werden sollten, empfiehlst du der Kundin oder dem Kunden eine hautärztliche Abklärung.
Behandlungen planen
Gemeinsam mit der Kundin oder dem Kunden legst du fest, welche Behandlung durchgeführt werden soll.
Du berücksichtigst dabei den Zustand der Haut, die Wünsche der Person und die verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten.
Anschliessend wählst du passende Produkte und Arbeitsmittel aus.
Gesichtsbehandlungen durchführen
Du führst verschiedene Pflegebehandlungen für das Gesicht durch.
Dabei arbeitest du mit geeigneten Produkten und je nach Behandlung auch mit entsprechenden Geräten.
Während der Arbeit achtest du auf eine sorgfältige Durchführung und darauf, wie die Haut reagiert.
Haarentfernung durchführen
Je nach Angebot des Betriebs führst du auch Haarentfernungen durch.
Du bereitest Haut, Material und Arbeitsplatz vor und arbeitest nach den geltenden Hygiene- und Sicherheitsvorgaben.
Für gewisse spezielle Behandlungsmethoden sind zusätzliche Kurse und Bewilligungen notwendig.
Make-up auftragen
Du schminkst Kundinnen und Kunden passend zu ihren Wünschen.
Dabei berücksichtigst du unter anderem Gesicht, Haut und gewünschte Wirkung.
Ein gutes Gespür für Farben und Ästhetik hilft dir bei dieser Arbeit.
Maniküre durchführen
Bei einer Maniküre pflegst du Hände und Nägel.
Du bereitest die benötigten Produkte und Instrumente vor und führst die Behandlung sorgfältig durch.
Sauberkeit und präzises Arbeiten sind dabei besonders wichtig.
Pediküre durchführen
Auch kosmetische Fusspflege gehört zum Beruf.
Du führst Pediküren durch und arbeitest dabei mit geeigneten Werkzeugen und Pflegeprodukten.
Die verwendeten Instrumente müssen nach der Behandlung sorgfältig gereinigt und entsprechend aufbereitet werden.
Massagen durchführen
Du führst je nach Behandlung Massagen am Körper durch.
Dafür arbeitest du entweder mit den Händen oder mit geeigneten Geräten.
Zum Angebot können beispielsweise straffende oder stressreduzierende Massagen gehören.
Pflegeprodukte empfehlen
Nach oder während einer Behandlung berätst du die Kundschaft zu geeigneten Pflegeprodukten.
Du erklärst, wie ein Produkt angewendet wird und welche Wirkung es haben soll.
Dafür musst du die Produkte deines Betriebs gut kennen und verständlich erklären können.
Utensilien reinigen und sterilisieren
Hygiene spielt im Beruf eine zentrale Rolle.
Nach einer Behandlung reinigst, sterilisierst und pflegst du die benutzten Utensilien.
So sorgst du dafür, dass sie für die nächste Kundin oder den nächsten Kunden wieder hygienisch vorbereitet sind.
Material für Behandlungen vorbereiten
Vor jedem Termin stellst du die benötigten Produkte, Geräte und Arbeitsmittel bereit.
Eine gute Vorbereitung sorgt dafür, dass die Behandlung ohne unnötige Unterbrechungen durchgeführt werden kann.
Du achtest darauf, dass alles sauber und einsatzbereit ist.
Arbeitsplatz und Salon reinigen
Nach den Behandlungen räumst du deinen Arbeitsplatz auf und reinigst ihn.
Auch die übrigen Bereiche des Salons müssen sauber gehalten werden.
Ein gepflegter Arbeitsplatz ist sowohl für die Hygiene als auch für den Eindruck bei der Kundschaft wichtig.
Hygiene- und Sicherheitsvorschriften einhalten
Du arbeitest nach klaren Vorschriften zu Hygiene, Sicherheit und Umweltschutz.
Diese Regeln gelten für Produkte, Geräte, Instrumente und die Reinigung des Arbeitsplatzes.
Gerade bei direktem Hautkontakt ist ein konsequenter hygienischer Umgang besonders wichtig.
Salon gestalten
Auch die Atmosphäre im Salon gehört zum Kundenerlebnis.
Du dekorierst die Räume und hilfst dabei, eine angenehme und entspannte Umgebung zu schaffen.
Dafür ist ein gutes Gespür für Ästhetik hilfreich.
Termine organisieren
Du planst deinen Tagesablauf anhand des Terminkalenders.
Dabei musst du einschätzen, wie viel Zeit die einzelnen Behandlungen benötigen und genügend Zeit für Vorbereitung und Reinigung einplanen.
Eine gute Organisation verhindert Verzögerungen im Tagesablauf.
Kundendaten verwalten
Du verwaltest wichtige Informationen zu deinen Kundinnen und Kunden.
Dazu können Angaben zu bisherigen Behandlungen und weitere für die Betreuung notwendige Informationen gehören.
Mit diesen Daten musst du sorgfältig und diskret umgehen.
Buchhaltung erledigen
Je nach Betrieb übernimmst du auch kaufmännische Aufgaben.
Du erfasst Einnahmen aus Behandlungen und verkauften Produkten sowie die Ausgaben des Betriebs.
Besonders bei einer späteren Selbstständigkeit gehört die Buchhaltung fest zum Arbeitsalltag.
Lagerbestand kontrollieren
Du kontrollierst regelmässig, welche Pflegeprodukte und Arbeitsmaterialien noch vorhanden sind.
Wenn etwas knapp wird, gibst du eine Bestellung auf.
Gelieferte Ware nimmst du entgegen und räumst sie entsprechend ein.
Trends und neue Techniken verfolgen
Die Kosmetikbranche verändert sich laufend.
Du informierst dich deshalb über neue Produkte, Techniken und Behandlungsmethoden.
Auch mögliche gesundheitliche Risiken bestimmter Behandlungen musst du kennen und ernst nehmen.
Werbung für den Betrieb machen
Je nach Betrieb hilfst du dabei, neue Kundschaft zu erreichen und bestehende Angebote bekannt zu machen.
Du präsentierst Behandlungen und Produkte beispielsweise auf einer Website oder in sozialen Medien.
Damit gehört auch ein Teil Marketing zum Berufsalltag.
Wie sieht der Arbeitsalltag aus?
Als Kosmetiker/in EFZ arbeitest du hauptsächlich in einem Kosmetiksalon oder Kosmetikinstitut.
Du hast während des Tages direkten und oft engen Kontakt mit verschiedenen Kundinnen und Kunden. Deshalb sind Diskretion, Höflichkeit und Fingerspitzengefühl besonders wichtig.
Dein Alltag wechselt zwischen Behandlungen, Beratung, Vorbereitung, Reinigung und administrativen Aufgaben.
Die Arbeitszeiten können je nach Betrieb unregelmässig sein.
Was solltest du mitbringen?
- Manuelles Geschick brauchst du für präzise Behandlungen an Haut, Händen und Füssen.
- Höflichkeit und Fingerspitzengefühl sind wichtig, weil du sehr direkt mit Kundinnen und Kunden arbeitest.
- Ein Sinn für Ästhetik hilft dir bei Make-up, Pflege und Gestaltung.
- Diskretion ist wichtig, weil Kundinnen und Kunden dir persönliche Anliegen anvertrauen können.
- Ein ausgeprägter Sinn für Hygiene und Sauberkeit gehört unbedingt zum Beruf.
- Kontaktfreudigkeit hilft dir beim täglichen Umgang mit unterschiedlichen Menschen.
- Du solltest selbstständig arbeiten und deinen Tagesablauf gut organisieren können.
- Freude an Verkauf und Beratung ist wichtig, weil du Behandlungen und Pflegeprodukte empfiehlst.
In der Schule helfen dir besonders Natur und Technik, Biologie, Deutsch und Gestalten. Wichtig sind vor allem Interesse an Haut und Körperpflege, sauberes Arbeiten und Freude am direkten Umgang mit Menschen.
Ausbildung
Die Lehre dauert 3 Jahre und wird in einem Betrieb absolviert.
Deine praktische Ausbildung machst du in einem Kosmetiksalon. In der Regel arbeitest du dort 4 Tage pro Woche.
Die Berufsfachschule besuchst du 1 Tag pro Woche an einer kantonalen Berufsfachschule.
Zusätzlich absolvierst du überbetriebliche Kurse. Diese dauern insgesamt 16 Tage während 3 Jahren.
Für die Ausbildung brauchst du die abgeschlossene obligatorische Schule.
Wenn deine schulischen Leistungen sehr gut sind, kannst du während der Lehre zusätzlich die Berufsmaturitätsschule besuchen.
Nach bestandener Ausbildung erhältst du den Abschluss Kosmetiker/in EFZ.
Lohn
Lohn während der Lehre:
- 1. Lehrjahr: CHF 700.–
- 2. Lehrjahr: CHF 900.–
- 3. Lehrjahr: CHF 1200.–
Einstiegslohn nach der Lehre: CHF 3'000 - 3'500
Dein Lohn ist so individuell wie dein Weg: Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Betrieb, Kanton, Branche und Funktion variieren.
Weiterbildung und Entwicklung
Nach der Lehre kannst du dein Wissen mit Kursen des Schweizer Fachverbands für Kosmetik oder des Fachverbands für Permanent Make-up erweitern.
Mit der Berufsprüfung als Kosmetiker/in Medizinische Kosmetik BP kannst du dich im Bereich medizinisch orientierter Kosmetik weiterqualifizieren.
Eine weitere Möglichkeit ist die Höhere Fachprüfung als Kosmetiker/in HFP. Damit kannst du deine fachlichen und beruflichen Kompetenzen weiter vertiefen.
An einer Höheren Fachschule ist ausserdem eine Ausbildung als Podologe/-login HF möglich.
Wo kannst du später arbeiten?
Kosmetikerinnen und Kosmetiker EFZ arbeiten in Kosmetiksalons und Kosmetikinstituten.
Weitere Arbeitsmöglichkeiten gibt es in Kosmetikabteilungen von Kaufhäusern oder grösseren Coiffeurgeschäften sowie in Parfümerien, Thermalbädern und Wellnesszentren.
In mittleren und grösseren Betrieben kannst du dich auf bestimmte Behandlungen spezialisieren, beispielsweise Haarentfernung, Gesichtsbehandlungen oder Massagen. Auch eine Spezialisierung auf bestimmte Kundengruppen ist möglich.
Mit zunehmender Erfahrung kannst du eine leitende Funktion in einem grösseren Kosmetikinstitut übernehmen, für eine Kosmetikmarke arbeiten oder ein eigenes Unternehmen gründen.
Für gewisse Behandlungen sind zusätzliche Kurse und Bewilligungen notwendig, beispielsweise für bestimmte Laserbehandlungen.
Passt dieser Beruf zu dir?
Der Beruf passt zu dir, wenn du gerne mit Menschen arbeitest, dich für Hautpflege und Kosmetik interessierst und Freude an sorgfältiger Handarbeit hast. Du solltest gerne beraten und eine angenehme Atmosphäre für deine Kundschaft schaffen.
Weniger passend ist der Beruf, wenn dir enger Kundenkontakt unangenehm ist oder du Hygiene, Reinigung und wiederkehrende Pflegearbeiten nicht magst. Auch Beratung und Verkauf gehören klar zum Berufsalltag.
Wenn du Körperpflege, Ästhetik, Handarbeit und Kundenberatung miteinander verbinden möchtest, kann Kosmetiker/in EFZ gut zu dir passen.
