Landmaschinenmechaniker/in EFZ - lehrstellencheck.ch
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        Landmaschinenmechaniker/in EFZ

        Landmaschinenmechanikerinnen und Landmaschinenmechaniker EFZ warten, reparieren und verändern Maschinen und Fahrzeuge für die Land- und Forstwirtschaft. Sie arbeiten beispielsweise an Traktoren, Mähdreschern, Düngerstreuern oder Kettensägen und kümmern sich sowohl um moderne Technik als auch um ältere Maschinen.

        Der Beruf verbindet Mechanik, Elektronik, Hydraulik und Metallbearbeitung. Du suchst systematisch nach Störungen, reparierst Motoren und technische Systeme und bist je nach Auftrag auch direkt bei Kundinnen und Kunden im Einsatz.

        Was machst du in diesem Beruf?

        Als Landmaschinenmechaniker/in EFZ sorgst du dafür, dass Maschinen für Landwirtschaft, Weinbau und Forstwirtschaft zuverlässig funktionieren.

        Du untersuchst technische Probleme, zerlegst Maschinen, reparierst oder ersetzt defekte Teile und kontrollierst unterschiedliche Systeme.

        Da viele Landmaschinen während wichtiger Arbeitseinsätze nicht lange ausfallen dürfen, musst du Probleme möglichst schnell und trotzdem sorgfältig lösen.

        Störungen mit der Kundschaft besprechen

        Wenn eine Maschine nicht mehr richtig funktioniert, sprichst du zuerst mit der Nutzerin oder dem Nutzer.

        Du fragst nach den beobachteten Problemen, beispielsweise ungewöhnlichen Geräuschen, Rauch oder Fehlfunktionen bestimmter Systeme.

        Diese Hinweise helfen dir dabei, die mögliche Ursache einzugrenzen.

        Fehler systematisch suchen

        Anschliessend untersuchst du die Maschine genauer.

        Du kontrollierst einzelne Bauteile und Systeme und versuchst herauszufinden, wo die Störung liegt.

        Dafür brauchst du technisches Verständnis und eine systematische Arbeitsweise.

        Messgeräte einsetzen

        Bei neueren Maschinen verwendest du elektronische Mess- und Diagnosegeräte.

        Damit kannst du bestimmte Systeme überprüfen und Hinweise auf Fehler erhalten.

        Moderne Landmaschinen enthalten immer mehr Elektronik, weshalb digitale Fehlersuche zum Berufsalltag gehört.

        Maschinen auseinandernehmen

        Um defekte Komponenten zu erreichen, zerlegst du Maschinen oder einzelne Baugruppen.

        Du baust Teile systematisch aus und merkst dir beziehungsweise dokumentierst, wie sie später wieder zusammengesetzt werden müssen.

        Dabei ist sorgfältiges Arbeiten wichtig, damit keine weiteren Schäden entstehen.

        Defekte Teile reparieren

        Wenn ein Bauteil repariert werden kann, bearbeitest oder überholst du es entsprechend.

        Du prüfst anschliessend, ob es wieder richtig funktioniert.

        Ist eine Reparatur nicht sinnvoll, ersetzt du das Teil durch ein geeignetes neues Bauteil.

        Metall sägen und schneiden

        Bei Reparaturen und Umbauten musst du häufig Material bearbeiten.

        Du sägst oder schneidest beispielsweise Stahl, Aluminium oder andere Werkstoffe passend zu.

        Manuelles Geschick und genaues Messen sind dabei wichtig.

        Bohren, schweissen und biegen

        Du bearbeitest Metall und teilweise auch Kunststoffe mit verschiedenen Verfahren.

        Dazu gehören Bohren, Schweissen und Biegen.

        So kannst du beschädigte Teile reparieren oder neue Komponenten für Umbauten herstellen.

        Elektrische Systeme prüfen

        Landmaschinen besitzen zahlreiche elektrische und elektronische Komponenten.

        Du überprüfst diese Systeme anhand der Herstellerangaben und suchst nach Störungen.

        Je nach Problem reparierst du die betroffenen Komponenten oder ersetzt sie.

        Hydraulische Systeme reparieren

        Viele Landmaschinen arbeiten mit Hydraulik.

        Du kontrollierst Leitungen, Verbindungen und andere Bestandteile und prüfst, ob das System korrekt funktioniert.

        Bei Defekten führst du Reparaturen nach den technischen Vorgaben des Herstellers aus.

        Pneumatische Systeme kontrollieren

        Auch pneumatische Systeme können Teil von Maschinen und Geräten sein.

        Du überprüfst ihre Funktion und suchst bei Störungen nach der Ursache.

        Damit musst du verschiedene technische Systeme verstehen und miteinander verbinden können.

        Dieselmotoren warten

        Viele grosse Landmaschinen werden mit Dieselmotoren betrieben.

        Du führst Wartungsarbeiten aus und kontrollierst den Zustand der verschiedenen Motorkomponenten.

        Dazu kann beispielsweise das Einstellen von Ventilen gehören.

        Benzinmotoren warten

        Bei kleineren Maschinen und Geräten arbeitest du auch an Benzinmotoren.

        Du reinigst beispielsweise Vergaser oder kontrollierst die Zündung.

        Nach den Arbeiten testest du, ob der Motor wieder zuverlässig läuft.

        Maschinen umbauen

        Je nach Kundenwunsch werden Landmaschinen angepasst oder erweitert.

        Du baust Maschinen um und montierst zusätzliche oder veränderte Komponenten.

        Dabei musst du sicherstellen, dass die neue Lösung technisch funktioniert und zur Maschine passt.

        Maschinen nach der Reparatur testen

        Nach einer Reparatur prüfst du, ob die Maschine wieder richtig funktioniert.

        Du kontrollierst die reparierten Systeme und testest die Maschine unter geeigneten Bedingungen.

        Erst wenn die Störung behoben ist, kann das Fahrzeug oder Gerät wieder eingesetzt werden.

        Kundschaft technisch beraten

        Du berätst Kundinnen und Kunden beim Kauf von Maschinen und Geräten.

        Dabei geht es beispielsweise um Lösungen für Landwirtschaft, Weinbau oder Forstwirtschaft.

        Du erklärst technische Unterschiede und hilfst dabei, eine passende Maschine für den jeweiligen Einsatz zu finden.

        Maschinen ausliefern

        Bei Bedarf lieferst du Maschinen direkt an die Kundschaft.

        Je nach Betrieb erklärst du dabei wichtige Funktionen und den richtigen Umgang mit dem Gerät.

        So verbindet der Beruf Werkstattarbeit mit direktem Kundenkontakt.

        Reparaturen vor Ort durchführen

        Nicht jede defekte Maschine kann einfach in die Werkstatt gebracht werden.

        Du fährst deshalb häufig direkt zur Kundschaft, beispielsweise wenn eine Maschine fest installiert oder zu gross für den Transport ist.

        Dort führst du Fehlersuche und Reparaturen unter den vorhandenen Bedingungen durch.

        Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

        Als Landmaschinenmechaniker/in EFZ arbeitest du hauptsächlich in einer Werkstatt, allein oder in kleinen Teams.

        Du wechselst zwischen mechanischer Arbeit, elektronischer Diagnose, Metallbearbeitung und Kundenkontakt.

        Regelmässig bist du auch ausserhalb der Werkstatt unterwegs, um Maschinen direkt bei Kundinnen und Kunden zu reparieren.

        Die Arbeitszeiten sind meistens regelmässig. Während der Erntezeit im Sommer und Herbst kann jedoch deutlich mehr Arbeit anfallen und die Arbeitstage können länger werden.

        Was solltest du mitbringen?

        • Manuelles Geschick brauchst du beim Reparieren, Montieren und Bearbeiten von Bauteilen.
        • Du solltest selbstständig arbeiten können, besonders bei Reparatureinsätzen vor Ort.
        • Technisches Verständnis ist wichtig, weil du mit mechanischen, elektrischen, hydraulischen und pneumatischen Systemen arbeitest.
        • Eine systematische Arbeitsweise hilft dir bei der Fehlersuche.
        • Körperliche Belastbarkeit ist wichtig, weil du mit grossen Maschinen und schweren Bauteilen arbeitest.
        • Eine hohe Lärmtoleranz hilft dir beim Arbeiten in Werkstätten und an laufenden Maschinen.
        • Freude an Verkauf und Beratung ist hilfreich beim Kontakt mit Kundinnen und Kunden.
        • Ein Flair für Zahlen brauchst du beispielsweise beim Messen und bei technischen Berechnungen.

        In der Schule helfen dir besonders Mathematik, Physik sowie Werken und Technik. Wichtig sind vor allem technisches Verständnis, handwerkliches Geschick und Interesse an Maschinen, Motoren und moderner Fahrzeugtechnik.

        Ausbildung

        Die Lehre dauert 4 Jahre und wird in einem Betrieb absolviert.

        Deine praktische Ausbildung machst du in einer Landmaschinenwerkstatt. In der Regel arbeitest du dort 4 Tage pro Woche.

        Die Berufsfachschule besuchst du 1 Tag pro Woche an einer kantonalen Berufsfachschule.

        Zusätzlich absolvierst du überbetriebliche Kurse im Bildungszentrum Aarberg (BE). Diese dauern insgesamt 36 Tage während 4 Jahren.

        Für die Ausbildung brauchst du die abgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen zusätzlich einen Eignungstest.

        Wenn deine schulischen Leistungen sehr gut sind, kannst du während der Lehre zusätzlich die Berufsmaturitätsschule besuchen.

        Nach bestandener Ausbildung erhältst du den Abschluss Landmaschinenmechaniker/in EFZ.

        Lohn

        Lohn während der Lehre:

        • 1. Lehrjahr: CHF 700.–
        • 2. Lehrjahr: CHF 900.–
        • 3. Lehrjahr: CHF 1100.–
        • 4. Lehrjahr: CHF 1300.–

        Einstiegslohn nach der Lehre: CHF 5000 - 5800

        Dein Lohn ist so individuell wie dein Weg: Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Betrieb, Kanton, Branche und Funktion variieren.

        Weiterbildung und Entwicklung

        Nach der Lehre kannst du dein Fachwissen mit Kursen von AM Suisse und Agrotec erweitern.

        Mit der Berufsprüfung als Diagnosetechniker/in Landmaschinen BP kannst du dich stärker auf anspruchsvolle Fehlersuche und technische Diagnosen spezialisieren.

        Eine weitere Möglichkeit ist die Berufsprüfung als Technische/r Kaufmann/-frau BP. Damit verbindest du technisches Wissen stärker mit kaufmännischen und organisatorischen Aufgaben.

        Mit der höheren Fachprüfung als Landmaschinenmechanikermeister/in HFP kannst du dich auf anspruchsvolle Fach- und Führungsaufgaben vorbereiten.

        An einer Höheren Fachschule ist eine Weiterbildung als Maschinenbautechniker/in HF möglich.

        Mit entsprechender Vorbildung und je nach Zulassungsbedingungen kannst du an einer Fachhochschule einen Bachelor of Science in Automobiltechnik absolvieren.

        Wo kannst du später arbeiten?

        Landmaschinenmechanikerinnen und Landmaschinenmechaniker EFZ arbeiten in Landmaschinenwerkstätten sowie in Verkaufs- und Reparaturunternehmen.

        Du kannst dich mit der Zeit auf bestimmte Fahrzeugtypen oder einzelne Marken spezialisieren.

        Mit zunehmender Berufserfahrung und passenden Weiterbildungen kannst du beispielsweise eine Werkstatt leiten.

        Auch eine selbstständige Tätigkeit mit einem eigenen Betrieb ist möglich.

        Passt dieser Beruf zu dir?

        Der Beruf passt zu dir, wenn du grosse Maschinen, Motoren und Technik spannend findest und gerne mit den Händen arbeitest. Du solltest Freude daran haben, Fehler systematisch zu suchen und sowohl mit moderner Elektronik als auch mit klassischer Mechanik umzugehen.

        Weniger passend ist der Beruf, wenn du Lärm, körperliche Arbeit oder schmutzige Hände möglichst vermeiden möchtest. Auch längere Arbeitstage während der Erntezeit können zum Berufsalltag gehören.

        Wenn du Mechanik, Elektronik, Metallbearbeitung und den direkten Einsatz an grossen Landmaschinen miteinander verbinden möchtest, kann Landmaschinenmechaniker/in EFZ gut zu dir passen.