Malerpraktiker/in EBA - lehrstellencheck.ch
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        Malerpraktiker/in EBA

        Malerpraktikerinnen und Malerpraktiker EBA bereiten Wände, Decken und andere Oberflächen vor und beschichten sie mit Farben und Lacken. Sie schleifen und reinigen Untergründe, bessern Löcher und Risse aus, streichen mit Pinsel oder Rolle und bringen auch Tapeten oder andere Wandbeläge an.

        Der Beruf verbindet praktische Handarbeit mit Farben und Gestaltung. Du arbeitest nach Anleitung von Malerinnen und Malern oder einer Teamleitung, bist meistens auf Baustellen unterwegs und sorgst mit deiner Arbeit dafür, dass Gebäude gut aussehen und ihre Oberflächen geschützt werden.

        Was machst du in diesem Beruf?

        Als Malerpraktiker/in EBA hilfst du bei Malerarbeiten in Neubauten und bei Renovationen.

        Bevor überhaupt Farbe aufgetragen werden kann, bereitest du die Flächen sorgfältig vor. Du deckst Böden ab, entfernst alte Beschichtungen, füllst Schäden und schleifst Unebenheiten.

        Anschliessend trägst du Farben, Lacke oder Verputze auf und kannst auch Tapeten, Stoffe und andere Wandbeläge anbringen.

        Oberflächen ausmessen

        Vor Beginn der Arbeiten stellst du fest, wie gross die zu bearbeitenden Flächen sind.

        Du berechnest beispielsweise die Fläche von Wänden oder Decken und schätzt ab, wie viel Material benötigt wird.

        Damit hilfst du, genügend Farbe oder andere Materialien bereitzustellen, ohne unnötig viel zu verbrauchen.

        Farben bestellen und mischen

        Für einen Auftrag müssen die passenden Farben vorhanden sein.

        Du hilfst dabei, Farben zu bestellen oder mischst verschiedene Farbtöne, bis die gewünschte Farbe entsteht.

        Dabei ist sorgfältiges Arbeiten wichtig, damit der Farbton möglichst genau stimmt.

        Arbeitsplatz einrichten

        Bevor die eigentlichen Malerarbeiten beginnen, richtest du den Arbeitsplatz ein.

        Je nach Einsatz stellst du Leitern, Böcke, Arbeitsbrücken oder Gerüste auf.

        Dabei beachtest du die Sicherheitsvorschriften und sorgst dafür, dass du die zu bearbeitenden Flächen gut erreichen kannst.

        Böden und andere Flächen schützen

        Alles, was nicht gestrichen werden soll, muss vor Farbe und Schmutz geschützt werden.

        Du deckst beispielsweise Böden oder andere Bauteile mit Karton oder Kunststofffolie ab.

        Saubere Vorbereitung verhindert Farbflecken und spart nach Abschluss der Arbeiten Zeit beim Reinigen.

        Alte Tapeten entfernen

        Bei Renovationen müssen bestehende Wandbeläge häufig zuerst entfernt werden.

        Du löst alte Tapeten von den Wänden und bereitest den darunterliegenden Untergrund für die weitere Bearbeitung vor.

        Dabei arbeitest du sorgfältig, damit die Wand möglichst wenig beschädigt wird.

        Alte Farbschichten entfernen

        Alte oder beschädigte Farbschichten können einen neuen Anstrich beeinträchtigen.

        Du entfernst sie mit Spachteln, Bürsten oder anderen geeigneten Werkzeugen.

        Danach kann die Oberfläche weiter vorbereitet und neu beschichtet werden.

        Rost entfernen

        Bei Metallteilen kann sich Rost gebildet haben.

        Du entfernst ihn mit geeigneten Werkzeugen, damit die Oberfläche wieder sauber und für eine neue Beschichtung bereit ist.

        Der spätere Anstrich kann das Bauteil zusätzlich vor weiteren Schäden schützen.

        Löcher und Risse ausbessern

        Wände und andere Oberflächen sind nicht immer sofort bereit zum Streichen.

        Du füllst Löcher und Risse und gleichst beschädigte Stellen aus.

        Eine sorgfältige Vorbereitung ist wichtig, weil Unebenheiten nach dem Streichen weiterhin sichtbar sein können.

        Oberflächen schleifen

        Nach dem Ausbessern schleifst du die Oberfläche.

        Dadurch entfernst du Unebenheiten und schaffst einen möglichst gleichmässigen Untergrund.

        Beim Schleifen arbeitest du genau und achtest darauf, angrenzende Bereiche nicht zu beschädigen.

        Staub entfernen

        Beim Schleifen entsteht Staub, der vor dem Streichen entfernt werden muss.

        Du reinigst die vorbereiteten Flächen gründlich.

        Nur auf einem sauberen Untergrund kann die neue Beschichtung zuverlässig haften.

        Untergrund auf Trockenheit prüfen

        Bevor du mit der Beschichtung beginnst, achtest du darauf, dass die Oberfläche ausreichend trocken ist.

        Feuchtigkeit kann das Ergebnis beeinträchtigen und dazu führen, dass die Farbe nicht richtig hält.

        Die Vorbereitung des Untergrunds ist deshalb ein wichtiger Teil deiner Arbeit.

        Mit Pinsel streichen

        Zum Auftragen von Farbe verwendest du unter anderem Pinsel.

        Sie eignen sich beispielsweise für kleinere Flächen, Kanten und Details.

        Du versuchst, die Farbe gleichmässig aufzutragen und sauber zu arbeiten.

        Mit der Rolle streichen

        Für grössere Wände und Decken verwendest du häufig Farbrollen.

        Damit lässt sich Farbe auf grossen Flächen gleichmässig verteilen.

        Je nach Auftrag sind mehrere Farbschichten nötig.

        Farbe spritzen

        Bestimmte Oberflächen werden mit einem Spritzverfahren beschichtet.

        Dafür verwendest du entsprechende Geräte und trägst die Farbe möglichst gleichmässig auf.

        Bei diesen Arbeiten musst du besonders auf Arbeitsschutz und eine sorgfältige Vorbereitung der Umgebung achten.

        Lacke auftragen

        Neben Wandfarben arbeitest du auch mit Lacken.

        Du trägst sie auf geeignete Oberflächen auf und achtest darauf, dass eine gleichmässige Beschichtung entsteht.

        Lack kann nicht nur das Aussehen verändern, sondern die behandelte Oberfläche auch schützen.

        Mehrere Schichten auftragen

        Bei manchen Arbeiten reicht ein einzelner Anstrich nicht aus.

        Du trägst deshalb bei Bedarf mehrere Schichten Farbe oder Lack auf.

        Zwischen den einzelnen Arbeitsschritten muss die Oberfläche entsprechend vorbereitet beziehungsweise getrocknet werden.

        Verputz auftragen

        Zu deinen Aufgaben kann auch das Auftragen von Verputz gehören.

        Du verteilst das Material auf der vorbereiteten Fläche und bearbeitest es nach den vorgesehenen Vorgaben.

        Dabei entstehen je nach Technik glatte oder strukturierte Oberflächen.

        Oberflächen strukturieren

        Nicht jede Wand soll vollkommen glatt aussehen.

        Du kannst Verputze und andere Materialien so bearbeiten, dass bewusst bestimmte Strukturen entstehen.

        Damit hat der Beruf auch einen gestalterischen Anteil.

        Tapeten anbringen

        Du arbeitest nicht nur mit Farbe.

        Je nach Auftrag bringst du auch Tapeten an und klebst sie auf die vorbereiteten Wände.

        Dabei musst du sorgfältig arbeiten, damit die Bahnen sauber sitzen.

        Stoffe und andere Wandbeläge anbringen

        Neben klassischen Tapeten können auch Stoffe oder andere Wandbeläge verwendet werden.

        Du bereitest die Fläche vor und befestigst die Materialien entsprechend den Vorgaben.

        Ein Sinn für Ästhetik hilft dir dabei, ein sauberes Ergebnis zu erzielen.

        Flächen dekorieren

        Je nach Auftrag gestaltest du Oberflächen mit zusätzlichen dekorativen Elementen.

        Dazu können beispielsweise Muster, Vertiefungen oder Verzierungen gehören.

        Solche Arbeiten verlangen besonders viel Genauigkeit und gestalterisches Geschick.

        Werkzeuge reinigen

        Nach der Arbeit reinigst du Pinsel, Rollen und weitere Werkzeuge.

        Dadurch bleiben die Arbeitsmittel einsatzfähig und können beim nächsten Auftrag wieder verwendet werden.

        Sauberkeit gehört deshalb fest zum Berufsalltag.

        Arbeitsplatz aufräumen

        Nach Abschluss der Arbeiten entfernst du Abdeckungen und räumst deinen Arbeitsplatz auf.

        Besonders in bewohnten Gebäuden musst du darauf achten, Räume und Einrichtungen sorgfältig zu behandeln.

        Die Baustelle soll nach den Arbeiten ordentlich hinterlassen werden.

        Abfälle richtig entsorgen

        Bei Malerarbeiten entstehen beispielsweise alte Tapeten, Farb- und Materialreste oder Verpackungen.

        Du trennst und entsorgst die Abfälle nach den vorgesehenen Regeln.

        Dabei beachtest du auch Umwelt- und Sicherheitsvorschriften.

        Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

        Als Malerpraktiker/in EBA bist du meistens auf Baustellen und deshalb häufig an unterschiedlichen Orten unterwegs.

        Fenster oder andere kleinere und leichtere Bauteile können auch in einer Werkstatt gestrichen werden. Teilweise arbeitest du in Gebäuden, die während der Arbeiten weiterhin bewohnt sind.

        Du erledigst Aufgaben allein oder gemeinsam im Team. Dabei arbeitest du unter Anleitung von Malerinnen und Malern oder einer Teamleitung.

        Je nach Auftrag arbeitest du auf Leitern oder Gerüsten und teilweise in engen, lauten oder staubigen Räumen. Arbeiten im Freien können vom Wetter abhängig sein. Die Arbeitszeiten sind normalerweise regelmässig.

        Was solltest du mitbringen?

        • Manuelles Geschick brauchst du beim Streichen, Schleifen, Spachteln und Tapezieren.
        • Körperliche Belastbarkeit ist wichtig, weil du viel stehst, dich bewegst und praktisch arbeitest.
        • Schwindelfreiheit brauchst du für Arbeiten auf Leitern und Gerüsten.
        • Eine sorgfältige und exakte Arbeitsweise hilft dir, saubere Flächen und Kanten zu schaffen.
        • Ein Sinn für Ästhetik ist hilfreich beim Umgang mit Farben und dekorativen Arbeiten.
        • Räumliches Vorstellungsvermögen hilft dir beim Arbeiten an unterschiedlichen Flächen und Räumen.
        • Du solltest keine Farbsehstörungen haben, damit du Farbtöne zuverlässig unterscheiden kannst.
        • Teamfähigkeit brauchst du für die Zusammenarbeit mit Malerinnen, Malern und anderen Berufsleuten.

        In der Schule helfen dir besonders Werken und Gestalten sowie Mathematik. Wichtig sind vor allem handwerkliches Geschick, ein gutes Farbgefühl und Freude daran, praktisch und an wechselnden Orten zu arbeiten.

        Ausbildung

        Die Ausbildung dauert 2 Jahre und wird als Lehre in einem Betrieb absolviert.

        Deine praktische Ausbildung machst du in einem Malerbetrieb. In der Regel arbeitest du dort 4 Tage pro Woche.

        Die Berufsfachschule besuchst du 1 Tag pro Woche an einer kantonalen Berufsfachschule.

        Zusätzlich absolvierst du überbetriebliche Kurse. Diese dauern insgesamt 16 Tage während 2 Jahren.

        Für die Ausbildung brauchst du die abgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen zusätzlich einen Eignungstest.

        Nach bestandener Ausbildung erhältst du den Abschluss Malerpraktiker/in EBA.

        Für den Beruf Malerpraktiker/in EBA tritt am 1. Januar 2027 eine neue Bildungsverordnung in Kraft.

        Lohn

        Lohn während der Lehre:

        • 1. Lehrjahr: CHF 700.– bis 750.–
        • 2. Lehrjahr: CHF 820.– bis 1020.–

        Einstiegslohn nach der Lehre: ca. CHF 4'000

        Dein Lohn ist so individuell wie dein Weg: Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Betrieb, Kanton, Branche und Funktion variieren.

        Weiterbildung und Entwicklung

        Nach der Ausbildung kannst du dein Fachwissen mit Kursen des Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verbands erweitern.

        Als Malerpraktiker/in EBA kannst du in der Regel eine verkürzte Lehre als Maler/in EFZ absolvieren.

        Mit dem EFZ vertiefst du deine Kenntnisse und kannst später zusätzliche Aufgaben bei der Beurteilung von Untergründen, Planung und Ausführung von Malerarbeiten übernehmen. Ausserdem stehen dir danach weitere berufliche Weiterbildungen im Malergewerbe offen.

        Wo kannst du später arbeiten?

        Malerpraktikerinnen und Malerpraktiker EBA arbeiten hauptsächlich in kleinen und mittleren Malerbetrieben.

        Je nach Auftrag bist du auf Neubauten, bei Renovationen, in Innenräumen oder an anderen Gebäudeteilen tätig.

        Da Baustellen wechseln, bist du im Berufsalltag häufig unterwegs und arbeitest nicht jeden Tag am gleichen Ort.

        Mit einer verkürzten Zusatzlehre als Maler/in EFZ kannst du dein Tätigkeitsfeld später erweitern und anspruchsvollere Aufgaben übernehmen.

        Passt dieser Beruf zu dir?

        Der Beruf passt zu dir, wenn du gerne praktisch mit den Händen arbeitest, Farben und Gestaltung magst und am Ende des Tages direkt sehen möchtest, was du gemacht hast. Du solltest gerne unterwegs sein und sowohl allein als auch im Team arbeiten können.

        Weniger passend ist der Beruf, wenn du Höhen, Staub oder körperliche Arbeit möglichst vermeiden möchtest. Auch Abdecken, Schleifen, Reinigen und andere Vorbereitungsarbeiten machen einen wichtigen Teil des Berufs aus.

        Wenn du einen praktischen Einstieg ins Malergewerbe suchst und gerne mit Farben, Werkzeugen und verschiedenen Oberflächen arbeitest, kann Malerpraktiker/in EBA gut zu dir passen.