Oberflächenpraktiker/in EBA - lehrstellencheck.ch
Die besten 3057 Jobs in der Region.

        Oberflächenpraktiker/in EBA

        Oberflächenpraktikerinnen und Oberflächenpraktiker EBA behandeln Gegenstände aus Metall oder Kunststoff. Sie bringen Schutz- oder Funktionsschichten auf, damit Teile zum Beispiel nicht rosten, elektrisch besser leiten oder optisch ansprechender aussehen.

        Der Beruf verbindet praktische Arbeit, Metallbearbeitung, Chemie und Technik. Du bereitest Werkstücke vor, tauchst sie in verschiedene Bäder, kontrollierst die behandelten Oberflächen und sorgst dafür, dass Chemikalien und Materialien sicher gelagert und entsorgt werden.

        Was machst du in diesem Beruf?

        Als Oberflächenpraktiker/in EBA arbeitest du mit verschiedenen Verfahren zur Oberflächenbehandlung.

        Du reinigst, glättest und behandelst Werkstücke und achtest darauf, dass die Beschichtung gleichmässig und sauber wird.

        Je nach Betrieb und Schwerpunkt arbeitest du beim Galvanisieren, Anodisieren oder Feuerverzinken.

        Werkstücke vorbereiten

        Bevor eine Oberfläche beschichtet werden kann, muss sie gründlich vorbereitet werden.

        Du entfernst Schmutz, Rückstände und Unebenheiten.

        Eine saubere Vorbereitung ist wichtig, damit die spätere Schicht gut haftet.

        Oberflächen sandstrahlen

        Eine mögliche Vorbereitung ist das Sandstrahlen.

        Dabei wird die Oberfläche mit Strahlmittel bearbeitet, um Verschmutzungen oder alte Schichten zu entfernen.

        Du arbeitest dabei mit den dafür vorgesehenen Geräten und Schutzmassnahmen.

        Oberflächen bürsten

        Je nach Werkstück bearbeitest du die Oberfläche mit Bürsten.

        Damit kannst du sie reinigen und für die weitere Behandlung vorbereiten.

        Du achtest darauf, das Material nicht unnötig zu beschädigen.

        Oberflächen polieren

        Durch Polieren machst du Oberflächen glatter.

        Das kann sowohl der Vorbereitung als auch dem optischen Erscheinungsbild dienen.

        Diese Arbeit verlangt Sorgfalt und manuelles Geschick.

        Bäder vorbereiten

        Je nach Schwerpunkt arbeitest du mit unterschiedlichen chemischen Bädern.

        Du bereitest sie nach den betrieblichen Vorgaben vor.

        Dabei hältst du die Sicherheitsregeln für Chemikalien genau ein.

        Metalle vorbereiten

        Für bestimmte Beschichtungsverfahren werden Metalle benötigt.

        Du bereitest diese zusammen mit den entsprechenden Bädern vor.

        Dabei arbeitest du sorgfältig und nach klaren Arbeitsanweisungen.

        Schwerpunkt Galvanisieren: Werkstücke beschichten

        Beim Galvanisieren tauchst du einen Gegenstand in ein vorbereitetes Bad.

        Mithilfe von elektrischem Strom wird eine Metallschicht auf dem Werkstück abgeschieden.

        So können Oberflächen gezielt geschützt oder verändert werden.

        Schwerpunkt Galvanisieren: Mit Chrom beschichten

        Je nach Auftrag kann eine Chromschicht aufgebracht werden.

        Du führst die Behandlung nach den vorgesehenen Prozessschritten durch.

        Dabei kontrollierst du, ob die Oberfläche gleichmässig beschichtet wird.

        Schwerpunkt Galvanisieren: Mit Kupfer beschichten

        Auch Kupfer kann als Beschichtungsmaterial eingesetzt werden.

        Du bereitest das Werkstück und das Bad vor und überwachst den Vorgang.

        Nach der Behandlung prüfst du die Qualität der Oberfläche.

        Schwerpunkt Galvanisieren: Mit Gold beschichten

        Bei bestimmten Produkten wird auch eine Goldschicht aufgebracht.

        Du arbeitest dabei besonders sorgfältig und hältst die Prozessvorgaben genau ein.

        Anschliessend kontrollierst du das Resultat.

        Schwerpunkt Anodisieren: Schutzschichten herstellen

        Beim Anodisieren tauchst du ein Werkstück in ein Bad und erzeugst mit einem chemischen Verfahren eine Schutzschicht.

        Diese Behandlung verändert die Oberfläche des Materials.

        Du hältst dich dabei an die vorgegebenen Abläufe und Sicherheitsregeln.

        Schwerpunkt Feuerverzinken: Werkstücke in Zink tauchen

        Beim Feuerverzinken wird ein Gegenstand in ein Bad aus geschmolzenem Zink eingetaucht.

        Dadurch entsteht eine schützende Zinkschicht auf der Oberfläche.

        Du arbeitest dabei nach den entsprechenden betrieblichen und sicherheitsrelevanten Vorgaben.

        Oberflächen während der Behandlung kontrollieren

        Während der Beschichtung beobachtest du den Arbeitsprozess.

        Du achtest darauf, ob die Oberfläche gleichmässig behandelt wird und keine offensichtlichen Fehler entstehen.

        Bei Auffälligkeiten informierst du die zuständige Fachperson.

        Fertige Oberflächen prüfen

        Nach Abschluss der Behandlung kontrollierst du das Werkstück erneut.

        Du prüfst, ob die Oberfläche sauber und entsprechend den Vorgaben beschichtet ist.

        Fehler müssen erkannt werden, bevor das Teil weiterverarbeitet oder ausgeliefert wird.

        Behandlungsfehler notieren

        Wenn du einen Fehler entdeckst, hältst du ihn fest.

        Damit kann nachvollzogen werden, was während der Behandlung passiert ist.

        Eine genaue Dokumentation hilft bei der weiteren Bearbeitung.

        Fehler melden

        Entdeckte Probleme meldest du der verantwortlichen Person.

        Diese entscheidet, ob ein Werkstück nachbearbeitet oder der Prozess angepasst werden muss.

        Du trägst damit direkt zur Qualitätssicherung bei.

        Sicher mit Chemikalien umgehen

        Im Beruf arbeitest du regelmässig mit chemischen Stoffen.

        Du hältst die entsprechenden Sicherheits- und Schutzvorschriften konsequent ein.

        Je nach Arbeit trägst du beispielsweise Handschuhe und Schutzbrille.

        Gefährliches Material sicher lagern

        Chemikalien und andere gefährliche Stoffe dürfen nicht beliebig aufbewahrt werden.

        Du lagerst sie an den dafür vorgesehenen Orten und beachtest die jeweiligen Regeln.

        Damit schützt du dich, andere Mitarbeitende und die Umwelt.

        Maschinen instand halten

        Du hilfst dabei, Maschinen in gutem Zustand zu halten.

        Dazu gehören regelmässige Kontrollen und einfache Wartungsarbeiten.

        So können die Anlagen zuverlässig eingesetzt werden.

        Material instand halten

        Auch Arbeitsmaterialien müssen gepflegt und kontrolliert werden.

        Du überprüfst beispielsweise, ob Teile beschädigt oder verschlissen sind.

        Defektes Material wird ersetzt oder der zuständigen Person gemeldet.

        Elektrische Kabel kontrollieren

        Zu den zu überprüfenden Teilen können elektrische Kabel gehören.

        Du achtest auf sichtbare Schäden und stellst sicher, dass sie sicher eingesetzt werden können.

        Bei Problemen meldest du diese weiter.

        Filterpumpen instand halten

        Filterpumpen unterstützen die Prozesse rund um die verwendeten Bäder.

        Du hilfst bei ihrer Kontrolle und Instandhaltung.

        So bleibt die Anlage funktionsfähig und sauber.

        Abfälle richtig trennen

        Bei der Oberflächenbehandlung entstehen verschiedene Abfälle.

        Du trennst diese entsprechend den betrieblichen Vorgaben.

        Besonders bei chemischen Rückständen ist ein sorgfältiger Umgang wichtig.

        Abfälle sicher entsorgen

        Gefährliche Stoffe dürfen nicht wie normaler Abfall entsorgt werden.

        Du hältst dich deshalb an die vorgeschriebenen Entsorgungswege.

        So werden Menschen und Umwelt geschützt.

        Umweltschonend arbeiten

        Ein verantwortungsvoller Umgang mit Chemikalien und Abfällen gehört fest zum Beruf.

        Du sorgst dafür, dass Stoffe nicht unnötig in die Umwelt gelangen.

        Dabei befolgst du die betrieblichen und gesetzlichen Vorgaben.

        Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

        Als Oberflächenpraktiker/in EBA arbeitest du hauptsächlich in Werkstätten und Produktionsbereichen.

        Du bist viel im Stehen und wechselst zwischen der Vorbereitung von Werkstücken, chemischen Bädern, Maschinen und Qualitätskontrollen.

        Je nach Tätigkeit trägst du Schutzausrüstung wie Handschuhe und Schutzbrille. Beim Umgang mit Chemikalien gelten strenge Regeln.

        Die Arbeitszeiten sind meistens regelmässig.

        Was solltest du mitbringen?

        • Eine systematische Arbeitsweise hilft dir, die einzelnen Behandlungsschritte in der richtigen Reihenfolge auszuführen.
        • Du solltest sorgfältig und exakt arbeiten können, weil Fehler bei der Beschichtung die Qualität beeinflussen.
        • Manuelles Geschick brauchst du bei der Vorbereitung und Bearbeitung von Werkstücken.
        • Ein Flair für Zahlen hilft dir beim Arbeiten mit Mengen und technischen Angaben.
        • Teamfähigkeit ist wichtig für die Zusammenarbeit in Werkstatt und Produktion.
        • Technisches Verständnis hilft dir beim Umgang mit Maschinen und Anlagen.
        • Körperliche Belastbarkeit ist wichtig, weil du einen grossen Teil des Arbeitstags im Stehen verbringst.

        In der Schule helfen dir besonders Mathematik, Chemie sowie Natur und Technik. Wichtig sind vor allem Interesse an Metall, Elektrizität, praktischer Arbeit und chemischen Prozessen.

        Ausbildung

        Die Lehre dauert 2 Jahre.

        Die praktische Ausbildung absolvierst du in einem Betrieb für Oberflächenbeschichtung. In der Regel arbeitest du dort 4 Tage pro Woche.

        Die Berufsfachschule besuchst du 1 Tag pro Woche an einer kantonalen Berufsfachschule.

        Zusätzlich absolvierst du überbetriebliche Kurse in La Chaux-de-Fonds im Kanton Neuenburg. Diese dauern insgesamt 18 Tage während 2 Jahren.

        Die Ausbildung wird in drei Schwerpunkten angeboten:

        • Galvanisieren
        • Anodisieren
        • Feuerverzinken

        Für die Ausbildung brauchst du die abgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen zusätzlich einen Eignungstest.

        Nach bestandener Ausbildung erhältst du den Abschluss Oberflächenpraktiker/in EBA.

        Lohn

        Lohn während der Lehre:

        • 1. Lehrjahr: CHF 550.–
        • 2. Lehrjahr: CHF 700.–

        Einstiegslohn nach der Lehre: ca. CHF 3'667

        Dein Lohn ist so individuell wie dein Weg: Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Betrieb, Kanton, Branche und Funktion variieren.

        Weiterbildung und Entwicklung

        Nach dem EBA kannst du dich fachlich weiterentwickeln.

        Als Oberflächenpraktiker/in EBA kannst du in der Regel eine verkürzte Lehre als Oberflächenbeschichter/in EFZ absolvieren.

        Damit vertiefst du dein Wissen in der Planung, Steuerung und Kontrolle von Beschichtungsprozessen und kannst später anspruchsvollere Aufgaben übernehmen.

        Wo kannst du später arbeiten?

        Oberflächenpraktikerinnen und Oberflächenpraktiker EBA arbeiten in Betrieben für Oberflächenbeschichtung.

        Weitere Arbeitsmöglichkeiten gibt es in Abteilungen von Metallbau- oder Kunststoffunternehmen, in denen Oberflächen behandelt und beschichtet werden.

        Je nach Betrieb arbeitest du vor allem mit einem bestimmten Verfahren wie Galvanisieren, Anodisieren oder Feuerverzinken.

        Passt dieser Beruf zu dir?

        Der Beruf passt zu dir, wenn du gerne praktisch und genau mit Metall oder Kunststoff arbeitest und dich für technische und chemische Prozesse interessierst. Du solltest kein Problem damit haben, Schutzkleidung zu tragen und Sicherheitsvorschriften konsequent einzuhalten.

        Weniger passend ist der Beruf, wenn du nicht gerne mit Chemikalien arbeitest, langes Stehen vermeiden möchtest oder hauptsächlich draussen arbeiten willst.

        Wenn du Metallbearbeitung, Technik, Chemie und praktische Arbeit miteinander verbinden möchtest, kann Oberflächenpraktiker/in EBA gut zu dir passen.