Obstfachmann/-frau EFZ - lehrstellencheck.ch
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        Obstfachmann/-frau EFZ

        Obstfachleute EFZ produzieren verschiedene Obst- und Beerensorten. Sie bereiten Böden vor, pflanzen und pflegen Bäume und Sträucher, schützen die Kulturen vor Krankheiten und Wetter und ernten, lagern, verkaufen oder verarbeiten die Früchte.

        Der Beruf verbindet Pflanzenbau, Maschinenarbeit, Naturbeobachtung und Vermarktung. Du arbeitest viel draussen, richtest deine Arbeit nach Wetter und Jahreszeit aus und übernimmst je nach Betrieb auch Büroaufgaben, Kundenkontakt und organisatorische Verantwortung.

        Was machst du in diesem Beruf?

        Als Obstfachmann/-frau EFZ begleitest du Obstkulturen vom vorbereiteten Boden bis zum Verkauf der fertigen Früchte.

        Du pflanzt Bäume und Sträucher, schneidest und bewässerst sie, beobachtest ihre Entwicklung und schützt sie vor Schädlingen, Krankheiten, Hagel oder Vögeln.

        Nach der Ernte sortierst, reinigst und lagerst du die Früchte oder verarbeitest sie beispielsweise zu Saft, Trockenfrüchten oder Konfitüre.

        Anbauform auswählen

        Vor dem Pflanzen überlegst du, welche Anbau- und Produktionsweise zum Betrieb und zur Kultur passt.

        Dazu können beispielsweise Freilandanbau oder biodynamische Produktionsformen gehören.

        Im biologischen Obstbau gelten zusätzliche beziehungsweise strengere Vorgaben für die Produktion.

        Arbeiten nach dem Wetter planen

        Viele Arbeiten im Obstbau hängen direkt von Wetter und Jahreszeit ab.

        Du planst deshalb beispielsweise Pflanzung, Pflege, Pflanzenschutz und Ernte nach den aktuellen Bedingungen.

        Flexibilität ist wichtig, weil sich Arbeitspläne kurzfristig ändern können.

        Gelände vorbereiten

        Bevor neue Kulturen angelegt werden, bereitest du das Gelände vor.

        Du sorgst dafür, dass die Fläche für die geplanten Obstbäume oder Sträucher geeignet ist.

        Dabei setzt du je nach Betrieb Maschinen und Fahrzeuge ein.

        Boden ebnen

        Du ebnest den Boden, damit die Fläche sinnvoll bepflanzt und später gepflegt werden kann.

        Eine gut vorbereitete Anlage erleichtert Arbeiten mit Maschinen und die Bewirtschaftung der Kulturen.

        Dabei musst du die Bedingungen des Geländes berücksichtigen.

        Unkraut entfernen

        Unerwünschte Pflanzen konkurrieren mit den Obstkulturen um Wasser und Nährstoffe.

        Du entfernst Unkraut mit den im Betrieb vorgesehenen Methoden.

        Dabei achtest du auf eine möglichst umweltschonende Bewirtschaftung.

        Boden düngen

        Obstbäume und Beerensträucher benötigen ausreichend Nährstoffe.

        Du düngst den Boden mit geeigneten und möglichst umweltschonenden Mitteln.

        Dabei orientierst du dich am Bedarf der Pflanzen und an den Ergebnissen von Bodenanalysen.

        Bodenproben entnehmen

        Um den Zustand des Bodens genauer beurteilen zu können, entnimmst du Bodenproben.

        Diese werden im Labor untersucht.

        Die Ergebnisse helfen dir bei der weiteren Planung der Düngung und Bodenpflege.

        Nährstoffgehalt überprüfen

        Die Laboranalyse zeigt, welche Nährstoffe im Boden vorhanden sind.

        Du nutzt diese Informationen, um die Versorgung der Kulturen zu beurteilen.

        So kann die Düngung gezielter geplant werden.

        Maschinen einsetzen

        Im Obstbau arbeitest du mit verschiedenen landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten.

        Sie helfen beispielsweise bei Bodenbearbeitung, Pflege und Transport.

        Du musst sie sicher bedienen und richtig einsetzen können.

        Fahrzeuge bedienen

        Für Arbeiten in den Anlagen und den Transport von Material oder Ernte setzt du Fahrzeuge ein.

        Du achtest dabei auf sichere und zweckmässige Nutzung.

        Auch die Pflege und Wartung der Fahrzeuge gehört später zu deinen Aufgaben.

        Smart-Farming-Technologien nutzen

        Auch im Obstbau kommen digitale Technologien zum Einsatz.

        Du arbeitest beispielsweise mit Sensoren oder Apps, die Informationen zu Kulturen, Boden oder Arbeitsabläufen liefern.

        Damit verbindet der Beruf klassische Landwirtschaft mit moderner Technik.

        Pflanzen aufziehen

        Du ziehst Pflanzen für neue Kulturen heran.

        Dabei beobachtest du ihre Entwicklung und sorgst für geeignete Wachstumsbedingungen.

        Eine gute Pflanzenkenntnis ist dafür wichtig.

        Pflanzen vermehren

        Du vermehrst geeignete Pflanzen, um neue Obstkulturen anzulegen.

        Dabei arbeitest du nach den im Betrieb verwendeten Verfahren.

        Die Auswahl des Pflanzenmaterials beeinflusst die spätere Kultur.

        Neue Sorten züchten

        Die Vermehrung kann auch dazu dienen, neue Sorten zu entwickeln.

        Dabei werden Pflanzen gezielt ausgewählt und weiterkultiviert.

        Solche Arbeiten verlangen viel Beobachtung und Geduld.

        Obstbäume pflanzen

        Du pflanzt junge Obstbäume an den vorgesehenen Stellen.

        Dabei achtest du auf Pflanztiefe, Ausrichtung und genügend Platz für die weitere Entwicklung.

        Die Anlage muss langfristig sinnvoll aufgebaut sein.

        Sträucher pflanzen

        Neben Bäumen pflanzt du je nach Betrieb auch Beerensträucher.

        Du hältst die vorgesehenen Abstände ein und bereitest die Pflanzen für ein gutes Anwachsen vor.

        Auch hier sind genaue Planung und Pflege wichtig.

        Pflanzabstände einhalten

        Zwischen den Pflanzen müssen passende Abstände eingehalten werden.

        So erhalten sie ausreichend Platz, Licht und Zugang für spätere Pflegearbeiten.

        Du setzt die Planung deshalb möglichst genau um.

        Sorten auswählen

        Du entscheidest mit, welche Obst- oder Beerensorten angebaut werden.

        Dabei berücksichtigst du Empfehlungen von Fachleuten und die Bedingungen des Betriebs.

        Auch die Nachfrage auf dem Markt spielt eine Rolle.

        Markttrends berücksichtigen

        Nicht jede Sorte wird von Kundinnen und Kunden gleich stark nachgefragt.

        Du beobachtest deshalb, welche Produkte auf dem Markt gefragt sind.

        Diese Informationen können zukünftige Pflanzentscheidungen beeinflussen.

        Obstbäume düngen

        Während der Kultivierung versorgst du Obstbäume mit den benötigten Nährstoffen.

        Die Düngung wird an Kultur und Boden angepasst.

        Dabei achtest du auf einen verantwortungsvollen Umgang mit den eingesetzten Mitteln.

        Obstbäume schneiden

        Regelmässiges Schneiden beeinflusst Wachstum und Ertrag der Obstbäume.

        Du entfernst oder kürzt Äste entsprechend den Anforderungen der Kultur.

        Dafür brauchst du Pflanzenkenntnisse und manuelles Geschick.

        Bäume anbinden

        Junge Bäume oder bestimmte Triebe werden an Stützen oder Gerüsten befestigt.

        Du bindest sie so an, dass sie sich in die gewünschte Richtung entwickeln können.

        Dabei darf die Pflanze nicht beschädigt werden.

        Kulturen bewässern

        Bei Bedarf versorgst du Obstbäume und Sträucher mit Wasser.

        Du kontrollierst, ob die Pflanzen ausreichend bewässert werden.

        Der Bedarf hängt unter anderem von Wetter, Boden und Entwicklungsphase ab.

        Krankheiten erkennen und bekämpfen

        Du beobachtest die Kulturen regelmässig auf Anzeichen von Krankheiten.

        Wenn Probleme auftreten, leitest du geeignete Massnahmen ein.

        Dabei arbeitest du mit den im Betrieb erlaubten Pflanzenschutzverfahren.

        Schädlinge bekämpfen

        Auch Insekten und andere Schädlinge können Obstkulturen beschädigen.

        Du erkennst einen Befall und setzt entsprechende Pflanzenschutzmassnahmen ein.

        Im biologischen Anbau gelten dafür strengere Vorgaben.

        Reifung beobachten

        Vor der Ernte kontrollierst du laufend, wie weit die Früchte entwickelt sind.

        Du beobachtest Farbe, Zustand und Reifegrad.

        Der richtige Erntezeitpunkt ist wichtig für Qualität und Lagerfähigkeit.

        Früchte vor Vögeln schützen

        Bestimmte Kulturen werden mit Netzen geschützt.

        Du bringst diese so an, dass Vögel die Früchte möglichst nicht beschädigen können.

        Später werden die Schutzsysteme wieder entfernt oder angepasst.

        Früchte vor Hagel schützen

        Hagel kann eine ganze Ernte stark beschädigen.

        Du setzt deshalb je nach Anlage Netze oder andere Abdeckungen ein.

        Diese Schutzmassnahmen müssen rechtzeitig vorbereitet werden.

        Obst ernten

        Wenn die Früchte reif sind, beginnt die Ernte.

        Du pflückst oder sammelst das Obst sorgfältig, damit es möglichst wenig beschädigt wird.

        In der Hochsaison ist diese Arbeit besonders intensiv.

        Früchte sortieren

        Nach der Ernte werden die Früchte nach Qualität, Grösse oder Verwendungszweck sortiert.

        Du erkennst beschädigte oder ungeeignete Ware und trennst sie aus.

        Die Sortierung entscheidet mit darüber, wie die Früchte verkauft oder verarbeitet werden.

        Obst reinigen

        Vor Verkauf oder Verarbeitung werden die Früchte bei Bedarf gereinigt.

        Du achtest dabei auf die geltenden Hygienevorgaben.

        Die Ware soll sauber und in gutem Zustand weitergegeben werden.

        Obst verpacken

        Du verpackst die Früchte für Transport oder Verkauf.

        Dabei achtest du darauf, dass sie geschützt und ansprechend bereitgestellt werden.

        Je nach Absatzweg können unterschiedliche Verpackungen verwendet werden.

        Obst an Grosshändler liefern

        Ein Teil der Ernte wird an Grosshändler verkauft.

        Du bereitest die entsprechenden Mengen vor und organisierst die Auslieferung.

        Dabei müssen Qualität und vereinbarte Lieferbedingungen stimmen.

        Obst direkt verkaufen

        Je nach Betrieb verkaufst du Früchte direkt an Kundinnen und Kunden.

        Das kann beispielsweise über einen Hofladen oder einen anderen Direktverkauf erfolgen.

        Dabei gehören Beratung und Kundenkontakt zum Arbeitsalltag.

        Produkte beschriften

        Beim Direktverkauf müssen Produkte korrekt angeschrieben sein.

        Du gibst beispielsweise Herkunft, Qualität, Sorte und Preis an.

        Die Informationen helfen der Kundschaft bei der Auswahl.

        Ernte kühl lagern

        Nicht alle Früchte werden sofort verkauft.

        Du lagerst einen Teil der Ernte in gekühlten Räumen.

        Damit soll die Qualität möglichst lange erhalten bleiben.

        Früchte zu Saft verarbeiten

        Ein Teil des Obstes kann weiterverarbeitet werden.

        Du stellst daraus beispielsweise Fruchtsaft her oder arbeitest bei der Verarbeitung mit.

        So können auch Früchte genutzt werden, die nicht direkt verkauft werden.

        Trockenfrüchte herstellen

        Obst kann durch Trocknen haltbar gemacht werden.

        Du bereitest die Früchte vor und begleitest den entsprechenden Verarbeitungsprozess.

        Das fertige Produkt wird anschliessend gelagert oder verkauft.

        Konfitüren herstellen

        Je nach Betrieb verarbeitest du Früchte auch zu Konfitüren.

        Dabei gelten ebenfalls klare Anforderungen an Hygiene und Produktqualität.

        Die Weiterverarbeitung erweitert das Angebot eines Obstbaubetriebs.

        Gebäude warten

        Zum Betrieb gehören auch Lager-, Arbeits- und weitere Wirtschaftsgebäude.

        Du hilfst dabei, diese in gutem Zustand zu halten.

        Bei Bedarf werden Einrichtungen erneuert oder modernisiert.

        Maschinen warten

        Landwirtschaftliche Maschinen müssen regelmässig gepflegt werden.

        Du kontrollierst ihren Zustand und führst Wartungsarbeiten aus.

        Damit bleiben sie während wichtiger Arbeitsphasen einsatzbereit.

        Werkzeuge pflegen

        Auch Handwerkzeuge müssen sauber, scharf und funktionstüchtig bleiben.

        Du wartest und pflegst sie regelmässig.

        Gut gepflegte Werkzeuge erleichtern eine sichere und genaue Arbeit.

        Kleinere Reparaturen durchführen

        Einfache Schäden an Geräten, Einrichtungen oder Maschinen behebst du selbst.

        Du entscheidest, was im Betrieb repariert werden kann und wann weitere Fachpersonen nötig sind.

        Praktisches Geschick ist dabei hilfreich.

        Spritzanlagen reinigen

        Nach dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln werden Spritzanlagen gründlich gereinigt.

        Du entfernst Rückstände und achtest auf die entsprechenden Sicherheits- und Umweltvorgaben.

        Die Geräte müssen für den nächsten Einsatz korrekt vorbereitet sein.

        Filter reinigen

        Auch Filter gehören zu den Teilen, die regelmässig gereinigt werden.

        Du kontrollierst sie und entfernst Rückstände.

        Damit können die Anlagen zuverlässig arbeiten.

        Bestellungen aufgeben

        Zum Beruf gehören auch administrative Aufgaben.

        Du bestellst beispielsweise Material, Betriebsmittel oder benötigte Produkte.

        Dabei musst du Mengen und Bedarf im Blick behalten.

        Lieferungen kontrollieren

        Wenn Bestellungen eintreffen, überprüfst du die Lieferung.

        Du kontrollierst, ob Menge und Ware mit der Bestellung übereinstimmen.

        Abweichungen müssen geklärt werden.

        Rechnungen erstellen

        Beim Verkauf von Produkten oder anderen Leistungen erstellst du Rechnungen.

        Dabei arbeitest du mit Preisen, Mengen und Kundendaten.

        Sorgfalt ist auch bei diesen Büroarbeiten wichtig.

        Rechnungen bezahlen

        Du bearbeitest auch Rechnungen von Lieferanten und anderen Geschäftspartnern.

        Die Zahlungen gehören zur laufenden Betriebsorganisation.

        Je nach Betrieb übernimmt diese Arbeit die Betriebsleitung oder wird auf mehrere Personen verteilt.

        Erträge auswerten

        Nach der Ernte wertest du aus, wie viel produziert und verkauft wurde.

        Du vergleichst Erträge und beobachtest die Entwicklung der Kulturen.

        Diese Informationen helfen bei der Planung kommender Jahre.

        Produktionskosten überwachen

        Du behältst im Blick, welche Kosten bei Anbau, Pflege, Ernte und Vermarktung entstehen.

        Damit lässt sich beurteilen, wie wirtschaftlich eine Kultur oder ein Produkt ist.

        Ein gutes Zahlenverständnis ist dabei hilfreich.

        Neue Anschaffungen planen

        Wenn Maschinen, Fahrzeuge oder Anlagen ersetzt oder modernisiert werden sollen, planst du entsprechende Investitionen mit.

        Dabei vergleichst du Bedarf und mögliche Lösungen.

        Grössere Anschaffungen müssen langfristig zum Betrieb passen.

        Finanzierung sichern

        Bei grösseren Investitionen muss auch die Finanzierung geklärt werden.

        Du arbeitest dabei mit den entsprechenden betrieblichen Zahlen und Planungen.

        Solche Aufgaben gewinnen vor allem mit zunehmender Verantwortung an Bedeutung.

        Mitarbeitende einstellen

        In grösseren Betrieben oder zur Erntezeit werden zusätzliche Mitarbeitende benötigt.

        Mit entsprechender Verantwortung wirkst du bei der Auswahl und Einstellung mit.

        Besonders saisonale Arbeit kann zusätzlichen Personalbedarf verursachen.

        Mitarbeitende betreuen

        Du erklärst Arbeiten und achtest darauf, dass Aufgaben korrekt ausgeführt werden.

        Dabei sind klare Kommunikation und Organisation wichtig.

        Diese Führungsaufgaben übernehmen vor allem erfahrene Fachpersonen.

        Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

        Als Obstfachmann/-frau EFZ arbeitest du hauptsächlich draussen und bist stark vom Wetter abhängig.

        Deine Aufgaben verändern sich mit den Jahreszeiten. Im Winter stehen andere Pflegearbeiten an als während Blüte, Fruchtentwicklung und Ernte.

        In der Hochsaison können die Arbeitstage lang sein. Wenn Früchte reif sind oder das Wetter kurzfristige Arbeiten verlangt, kann der Tagesablauf intensiver werden.

        Je nach Betrieb arbeitest du zusätzlich im Weinbau, Gemüseanbau oder Agrotourismus.

        Was solltest du mitbringen?

        • Manuelles Geschick brauchst du beim Pflanzen, Schneiden, Ernten und bei Reparaturen.
        • Körperliche Belastbarkeit ist wichtig, weil du viel draussen und praktisch arbeitest.
        • Freude an Verkauf und Beratung hilft dir beim Direktverkauf und im Kontakt mit Kundinnen und Kunden.
        • Eine selbstständige Arbeitsweise ist wichtig, weil viele Aufgaben direkt in den Kulturen erledigt werden.
        • Eine gute Beobachtungsgabe hilft dir, Reife, Krankheiten, Schädlinge und Veränderungen an Pflanzen früh zu erkennen.
        • Einfallsreichtum ist nützlich, weil in der Landwirtschaft immer wieder unerwartete Situationen auftreten.

        In der Schule helfen dir besonders Biologie, Mathematik sowie Natur und Technik. Wichtig sind vor allem Interesse an Pflanzen, Lebensmitteln, Maschinen und Arbeit im Freien.

        Ausbildung

        Die Lehre dauert 3 Jahre.

        Die praktische Ausbildung absolvierst du in einem Obstbaubetrieb. In der Regel arbeitest du dort 3 bis 4 Tage pro Woche.

        Die Berufsfachschule besuchst du 1 bis 2 Tage pro Woche in Lindau im Kanton Zürich.

        Zusätzlich absolvierst du überbetriebliche Kurse in Lindau. Diese dauern insgesamt 11 Tage während 3 Jahren.

        Für die Ausbildung brauchst du die abgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen zusätzlich einen Eignungstest.

        Wenn deine schulischen Leistungen sehr gut sind, kannst du während der Lehre zusätzlich die Berufsmaturitätsschule besuchen.

        Nach bestandener Ausbildung erhältst du den Abschluss Obstfachmann/-frau EFZ.

        Als zweijährige Ausbildung im landwirtschaftlichen Berufsfeld gibt es ausserdem Agrarpraktiker/in EBA.

        Lohn

        Lohn während der Lehre:

        • 1. Lehrjahr: CHF 1200.–
        • 2. Lehrjahr: CHF 1350.–
        • 3. Lehrjahr: CHF 1500.–

        Einstiegslohn nach der Lehre: ca. CHF 4'100

        Dein Lohn ist so individuell wie dein Weg: Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Betrieb, Kanton, Branche und Funktion variieren.

        Weiterbildung und Entwicklung

        Nach der Lehre kannst du Kurse an landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentren wie Inforama oder Strickhof besuchen.

        In der Regel kannst du auch eine verkürzte Lehre in einem weiteren landwirtschaftlichen Beruf absolvieren, beispielsweise als Gemüsegärtner/in EFZ, Landwirt/in EFZ oder Weinfachmann/-frau EFZ.

        Mit einer Berufsprüfung kannst du dich als Betriebsleiter/in Obstbau BP weiterbilden und dich stärker auf die Führung und Organisation eines Obstbaubetriebs vorbereiten.

        Auf Stufe höhere Fachprüfung ist der Abschluss als Obstbaumeister/in HFP möglich.

        An einer Höheren Fachschule kannst du dich als Agro-Kaufmann/-frau HF oder Agro-Techniker/in HF weiterbilden.

        Mit entsprechender Vorbildung und je nach Zulassungsbedingungen sind an einer Fachhochschule Bachelorstudiengänge in Agrarwissenschaften, Biotechnologie oder Lebensmittelwissenschaften möglich.

        Wo kannst du später arbeiten?

        Obstfachleute EFZ arbeiten hauptsächlich in Obstbaubetrieben.

        Weitere Arbeitsmöglichkeiten gibt es bei Genossenschaften, Privatunternehmen, biologischen oder konventionellen Produktionsbetrieben, Beratungsdiensten und Forschungsstationen.

        Je nach Arbeitgeber kannst du stärker in Produktion, Vermarktung, Beratung oder Versuchswesen tätig sein.

        Mit Erfahrung und Weiterbildung kannst du zunehmend betriebliche, organisatorische oder führende Aufgaben übernehmen.

        Passt dieser Beruf zu dir?

        Der Beruf passt zu dir, wenn du gerne mit Pflanzen und Lebensmitteln arbeitest, viel Zeit draussen verbringen möchtest und dich für Landwirtschaft und Natur interessierst. Du solltest aufmerksam beobachten können und bereit sein, deine Arbeit an Wetter und Jahreszeiten anzupassen.

        Weniger passend ist der Beruf, wenn du möglichst feste Arbeitszeiten möchtest oder körperliche Arbeit bei Hitze, Kälte oder Regen vermeiden willst. Besonders während der Ernte können die Arbeitstage lang sein.

        Wenn du Pflanzenbau, praktische Arbeit, Maschinen, Natur und Vermarktung miteinander verbinden möchtest, kann Obstfachmann/-frau EFZ gut zu dir passen.