Physiklaborant/in EFZ - lehrstellencheck.ch
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        Physiklaborant/in EFZ

        Physiklaborantinnen und Physiklaboranten EFZ planen, bauen und betreuen Versuche in Forschung, Entwicklung, Materialprüfung und Qualitätskontrolle. Sie messen physikalische Eigenschaften, untersuchen Materialien, testen elektronische Bauteile und entwickeln Versuchsanlagen.

        Der Beruf verbindet Naturwissenschaften, Technik, Elektronik und präzise Laborarbeit. Du arbeitest mit Messgeräten, Computern, Mikroskopen und technischen Anlagen, wertest Daten aus und suchst systematisch nach Fehlern oder Verbesserungsmöglichkeiten.

        Was machst du in diesem Beruf?

        Als Physiklaborant/in EFZ bereitest du Versuche vor, führst Messungen durch und wertest die Ergebnisse aus.

        Du prüfst Materialien und Produkte, untersuchst elektronische Komponenten und baust Versuchsanlagen auf, mit denen bestimmte Annahmen getestet werden können.

        Je nach Betrieb arbeitest du stärker in Forschung, Entwicklung, Produktion oder Qualitätskontrolle.

        Qualitätskontrollen durchführen

        Während der Produktion überprüfst du regelmässig die Qualität von Produkten und Materialien.

        Du führst Messungen und Tests durch und vergleichst die Ergebnisse mit den vorgegebenen Werten.

        Abweichungen dokumentierst du und leitest sie an die zuständigen Fachpersonen weiter.

        Abnutzung simulieren

        Produkte und Materialien müssen häufig zeigen, wie sie sich bei längerer Belastung verhalten.

        Du richtest Geräte und Anlagen ein, mit denen solche Belastungen simuliert werden.

        Dabei beobachtest du, wann und wie Verschleiss entsteht.

        Versuchsanlagen für Belastungstests einrichten

        Vor einem Test stellst du die benötigten Geräte und Anlagen richtig ein.

        Du legst die vorgesehenen Messbedingungen fest und kontrollierst, ob alle Komponenten funktionieren.

        Damit schaffst du reproduzierbare Bedingungen für den Versuch.

        Störungen in automatisierten Produktionsanlagen suchen

        Wenn eine automatisierte Produktion nicht richtig funktioniert, hilfst du bei der Fehlersuche.

        Du untersuchst technische Abläufe, misst Werte und grenzt die Ursache systematisch ein.

        Solche Aufgaben können beispielsweise in Mikrotechnik, Metallurgie oder Lebensmitteltechnologie vorkommen.

        Produktionsprozesse analysieren

        Du beobachtest, wie Maschinen und Anlagen während der Produktion arbeiten.

        Dabei suchst du nach Stellen, an denen Fehler, Abweichungen oder unnötige Verluste auftreten.

        Technisches Verständnis und systematisches Denken sind dafür besonders wichtig.

        Verbesserungsideen entwickeln

        Wenn du Schwachstellen erkennst, entwickelst du Vorschläge zur Verbesserung.

        Du überlegst beispielsweise, welche technischen Einstellungen oder Abläufe verändert werden könnten.

        Die Ideen werden anschliessend getestet.

        Verbesserungen testen

        Neue Lösungen müssen überprüft werden, bevor sie dauerhaft eingesetzt werden.

        Du führst entsprechende Versuche durch und misst, ob sich die gewünschte Verbesserung tatsächlich zeigt.

        Die Ergebnisse vergleichst du mit dem bisherigen Zustand.

        Ergebnisse dokumentieren

        Nach Qualitäts- und Produktionstests hältst du die Resultate schriftlich fest.

        Du dokumentierst Messwerte, Beobachtungen und Veränderungen.

        So können andere Fachpersonen die Versuche später nachvollziehen.

        Materialversuche durchführen

        Du untersuchst verschiedene Werkstoffe und prüfst ihre Eigenschaften.

        Dafür führst du gezielte Versuche mit Messgeräten und Prüfmaschinen durch.

        Je nach Auftrag stehen unterschiedliche Materialeigenschaften im Mittelpunkt.

        Härte von Materialien prüfen

        Du untersuchst, wie widerstandsfähig ein Material gegenüber Verformung oder Eindringen ist.

        Dafür setzt du geeignete Prüfgeräte ein.

        Die gemessenen Werte werden mit den Anforderungen verglichen.

        Dichte bestimmen

        Auch die Dichte eines Werkstoffs kann für seine Verwendung entscheidend sein.

        Du führst entsprechende Messungen durch und berechnest die benötigten Werte.

        Dafür brauchst du ein gutes Flair für Zahlen.

        Leitfähigkeit messen

        Je nach Material untersuchst du beispielsweise seine elektrische Leitfähigkeit.

        Du verwendest dafür geeignete Messgeräte und Versuchsaufbauten.

        Die Resultate helfen bei der Beurteilung des Materials.

        Stabilität überprüfen

        Du testest, wie stabil und belastbar ein Material oder Bauteil ist.

        Dafür setzt du es kontrollierten Belastungen aus.

        Du beobachtest und misst, wie es darauf reagiert.

        Proben vorbereiten

        Vor einer Untersuchung müssen Materialproben richtig vorbereitet werden.

        Du bringst sie in eine geeignete Form und sorgst dafür, dass die zu untersuchende Struktur sichtbar wird.

        Sauberes und exaktes Arbeiten ist dabei besonders wichtig.

        Proben für das Mikroskop vorbereiten

        Für mikroskopische Untersuchungen müssen Proben speziell aufbereitet werden.

        Du bereitest die Oberfläche so vor, dass einzelne Strukturen gut erkennbar sind.

        Anschliessend wird das Material unter dem Mikroskop untersucht.

        Materialstrukturen beobachten

        Unter dem Mikroskop untersuchst du die Struktur eines Werkstoffs.

        Du suchst beispielsweise nach Unregelmässigkeiten oder charakteristischen Merkmalen.

        Dabei brauchst du viel Konzentration und eine gute Beobachtungsgabe.

        Materialstrukturen bestimmen

        Nach der Beobachtung ordnest du die gefundenen Strukturen ein.

        Du vergleichst sie mit bekannten Mustern oder technischen Vorgaben.

        Diese Informationen helfen bei der Beurteilung der Materialqualität.

        Schaltkreise messen

        Du untersuchst elektronische Schaltungen mit geeigneten Messgeräten.

        Dabei misst du verschiedene elektrische Werte und überprüfst, ob der Schaltkreis korrekt funktioniert.

        Abweichungen können Hinweise auf einen Defekt geben.

        Elektronische Bauteile prüfen

        Auch einzelne elektronische Komponenten werden von dir untersucht.

        Du überprüfst ihre Funktion und vergleichst die Messwerte mit den vorgesehenen Spezifikationen.

        So können fehlerhafte Teile erkannt werden.

        Wissenschaftliche Versuche vorbereiten

        In Forschung und Entwicklung arbeitest du unter Anleitung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

        Du hilfst dabei, physikalische oder chemische Versuche auszuarbeiten.

        Dafür musst du die Fragestellung verstehen und geeignete technische Lösungen vorbereiten.

        Versuchsabläufe planen

        Du überlegst, welche Geräte, Materialien und Messmethoden für einen Versuch benötigt werden.

        Die einzelnen Schritte werden möglichst genau festgelegt.

        Eine gute Planung ist wichtig, damit die Ergebnisse später zuverlässig ausgewertet werden können.

        Versuche durchführen

        Du führst die vorbereiteten Experimente praktisch durch.

        Dabei bedienst du Messgeräte, Maschinen oder andere Versuchseinrichtungen.

        Du hältst dich genau an den festgelegten Ablauf.

        Versuchsabläufe überwachen

        Während eines Experiments beobachtest du laufend, ob alles wie geplant funktioniert.

        Du kontrollierst Messwerte und technische Einstellungen.

        Bei Problemen musst du schnell und systematisch reagieren.

        Messdaten am Computer erfassen

        Die Ergebnisse der Versuche überträgst du in digitale Systeme.

        Du strukturierst die Daten so, dass sie später ausgewertet werden können.

        Dabei ist Genauigkeit wichtig, weil bereits falsche Eingaben das Resultat verfälschen können.

        Berechnungen durchführen

        Viele Versuchsergebnisse müssen mathematisch ausgewertet werden.

        Du berechnest beispielsweise Zusammenhänge oder vergleichst Messreihen.

        Ein gutes Zahlenverständnis ist dafür hilfreich.

        Daten auswerten

        Du untersuchst die gesammelten Messwerte und suchst nach Mustern oder Abweichungen.

        Dabei vergleichst du die Ergebnisse mit der ursprünglichen Fragestellung.

        So lässt sich beurteilen, ob eine Annahme bestätigt oder widerlegt wird.

        Grafiken erstellen

        Messwerte lassen sich häufig übersichtlicher als Diagramm darstellen.

        Du erstellst am Computer Grafiken für Berichte und Präsentationen.

        Damit werden Entwicklungen und Unterschiede leichter sichtbar.

        Berichte vorbereiten

        Versuchsergebnisse werden in Berichten zusammengefasst.

        Du lieferst dafür Messwerte, Berechnungen, Grafiken und Beobachtungen.

        Eine saubere Dokumentation ist ein wichtiger Teil der wissenschaftlichen Arbeit.

        Testvorrichtungen entwerfen

        Nicht für jede Fragestellung gibt es bereits eine fertige Prüfanlage.

        Du entwirfst deshalb eigene Testvorrichtungen, mit denen eine Annahme überprüft werden kann.

        Dabei verbindest du physikalisches Wissen mit technischem Verständnis.

        Testvorrichtungen aufbauen

        Nach dem Entwurf setzt du die Vorrichtung praktisch zusammen.

        Je nach Versuch verwendest du mechanische, elektronische, optische oder computergestützte Komponenten.

        Manuelles Geschick ist dabei besonders wichtig.

        Testvorrichtungen testen

        Bevor der eigentliche Versuch beginnt, überprüfst du, ob die Konstruktion zuverlässig funktioniert.

        Du führst Probeläufe durch und kontrollierst die Messgeräte.

        Fehler müssen vor dem eigentlichen Experiment behoben werden.

        Versuchsanlagen einstellen

        Du stellst Geräte und Anlagen auf die benötigten Messbedingungen ein.

        Dabei können sehr genaue Einstellungen erforderlich sein.

        Du kontrollierst die Werte, bevor der Versuch gestartet wird.

        Mit gefährlichen Stoffen umgehen

        Je nach Labor arbeitest du auch mit gefährlichen Stoffen.

        Du hältst die vorgeschriebenen Schutz- und Sicherheitsmassnahmen konsequent ein.

        Dazu gehört auch der Einsatz geeigneter Schutzausrüstung.

        Gefährliche Stoffe transportieren

        Chemikalien und andere gefährliche Stoffe müssen sicher innerhalb des Betriebs bewegt werden.

        Du verwendest dafür die vorgesehenen Behälter und Transportwege.

        Die entsprechenden Sicherheitsregeln müssen genau eingehalten werden.

        Gefährliche Stoffe lagern

        Du sorgst dafür, dass gefährliche Materialien richtig gelagert werden.

        Verschiedene Stoffe können unterschiedliche Lagerbedingungen benötigen.

        Du hältst dich deshalb an die jeweiligen Vorschriften und Kennzeichnungen.

        Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

        Als Physiklaborant/in EFZ arbeitest du hauptsächlich in Laboren, Entwicklungsabteilungen oder Produktionsbereichen.

        Du arbeitest meist im Team mit Fachpersonen aus Physik, Chemie, Technik oder anderen wissenschaftlichen Bereichen.

        Der Alltag wechselt zwischen praktischen Experimenten, Arbeiten an Geräten, Messungen, Computerarbeit und Dokumentation. Je nach Projekt kann ein grosser Teil der Arbeit aus wiederholten Versuchen und sehr genauer Kontrolle bestehen.

        Welche Geräte und Methoden du verwendest, hängt stark vom Betrieb und von deinen gewählten Schwerpunkten ab.

        Was solltest du mitbringen?

        • Eine sorgfältige und exakte Arbeitsweise ist wichtig, weil kleine Messfehler Versuchsergebnisse verändern können.
        • Technisches Verständnis brauchst du für Geräte, Anlagen und Versuchskonstruktionen.
        • Manuelles Geschick hilft dir beim Aufbau und Einstellen von Versuchsvorrichtungen.
        • Eine systematische Arbeitsweise ist wichtig für Experimente und Fehlersuche.
        • Teamfähigkeit brauchst du für die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und technischen Fachpersonen.
        • Eine gute Konzentrationsfähigkeit hilft dir bei längeren Messreihen und präzisen Arbeiten.
        • Ein Flair für Zahlen brauchst du für Berechnungen und Datenauswertungen.
        • Ausdauer und Durchhaltevermögen sind wichtig, weil Versuche teilweise mehrfach durchgeführt und überprüft werden müssen.

        In der Schule helfen dir besonders Mathematik, Physik, Chemie sowie Natur und Technik. Wichtig sind vor allem Interesse an Experimenten, technischem Problemlösen und sehr genauer Arbeit.

        Ausbildung

        Die Lehre dauert 4 Jahre.

        Die praktische Ausbildung absolvierst du in einer Forschungs-, Entwicklungs- oder Prüfabteilung. In der Regel arbeitest du dort 3 bis 4 Tage pro Woche.

        Die Berufsfachschule besuchst du 1 bis 2 Tage pro Woche in Zürich.

        Zusätzlich absolvierst du überbetriebliche Kurse in Zürich. Diese dauern insgesamt 30 Tage während 4 Jahren.

        Die Ausbildung bietet verschiedene Schwerpunkte:

        • Optik
        • Thermometrie
        • Mikroskopie
        • Elektronik
        • Sensortechnik
        • Technische Bildanalyse
        • Materialografie
        • Instrumentelle Analytik
        • Material-Prüfverfahren
        • Mikro- und Nanotechnologie
        • Vakuumtechnik
        • Steuerungs- und Regelungstechnik
        • Konstruktion
        • Tribologie

        Von diesen Schwerpunkten werden während der Ausbildung mindestens drei ausgewählt.

        Für die Ausbildung brauchst du die abgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen zusätzlich einen Eignungstest.

        Wenn deine schulischen Leistungen sehr gut sind, kannst du während der Lehre zusätzlich die Berufsmaturitätsschule besuchen.

        Nach bestandener Ausbildung erhältst du den Abschluss Physiklaborant/in EFZ.

        Lohn

        Lohn während der Lehre:

        • 1. Lehrjahr: CHF 500–800.–
        • 2. Lehrjahr: CHF 680–980.–
        • 3. Lehrjahr: CHF 950–1500.–
        • 4. Lehrjahr: CHF 1200–1780.–

        Einstiegslohn nach der Lehre: CHF 5'000 - 5'157

        Dein Lohn ist so individuell wie dein Weg: Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Betrieb, Kanton, Branche und Funktion variieren.

        Weiterbildung und Entwicklung

        Nach der Lehre kannst du Fachkurse der Swiss Chemical Society besuchen und dein Wissen in naturwissenschaftlichen und technischen Bereichen erweitern.

        Mit einer Berufsprüfung kannst du dich als Prozessfachmann/-frau BP weiterbilden und dich stärker mit Produktionsabläufen, Prozessen und deren Optimierung beschäftigen.

        Auf Stufe höhere Fachprüfung ist der Abschluss als Naturwissenschaftliche/r Labortechniker/in HFP möglich.

        An einer Höheren Fachschule kannst du dich beispielsweise als Elektrotechniker/in HF oder Systemtechniker/in HF weiterbilden.

        Mit entsprechender Vorbildung und je nach Zulassungsbedingungen sind an Fachhochschulen Bachelorstudiengänge in Elektrotechnik, Systemtechnik oder Chemie möglich.

        Wo kannst du später arbeiten?

        Physiklaborantinnen und Physiklaboranten EFZ arbeiten in Laboren sowie in Entwicklungs- und Produktionsabteilungen von Industriebetrieben.

        Weitere Arbeitsmöglichkeiten gibt es in Forschungszentren und Hochschulinstituten.

        Durch die breite technische Ausbildung kannst du auch in angrenzenden Bereichen wie Elektrotechnik oder Informatik tätig werden.

        Die konkreten Berufsmöglichkeiten hängen stark von deinem Arbeitsgebiet ab, beispielsweise von Physik, Mikrotechnik oder Metallindustrie.

        Mit einigen Jahren Berufserfahrung kannst du mehr Verantwortung übernehmen und je nach Betrieb beispielsweise als Laborleiter/in, Produktionsleiter/in oder Betriebstechniker/in arbeiten.

        Passt dieser Beruf zu dir?

        Der Beruf passt zu dir, wenn du gerne experimentierst, technische Probleme löst und herausfinden möchtest, warum etwas funktioniert oder nicht funktioniert. Du solltest Freude an Mathematik, Physik, Messgeräten und genauer Laborarbeit haben.

        Weniger passend ist der Beruf, wenn du ungern längere Zeit konzentriert an Messungen, Versuchen oder Daten arbeitest. Manche Experimente müssen mehrfach durchgeführt werden, bevor ein zuverlässiges Ergebnis entsteht.

        Wenn du Naturwissenschaft, Technik, Forschung und praktische Laborarbeit miteinander verbinden möchtest, kann Physiklaborant/in EFZ gut zu dir passen.