Polydesigner/in 3D EFZ
Polydesignerinnen und Polydesigner 3D EFZ gestalten dreidimensionale Verkaufs-, Ausstellungs- und Präsentationsräume. Sie entwerfen Dekorationen für Schaufenster, Geschäfte, Museen, Ausstellungen oder Messestände und setzen Produkte und Dienstleistungen gezielt in Szene.
Der Beruf verbindet Design, Handwerk, Marketing und räumliche Planung. Du entwickelst Gestaltungsideen am Computer, wählst Materialien und Beleuchtung aus, berechnest Kosten und setzt die Entwürfe anschliessend praktisch um.
Was machst du in diesem Beruf?
Als Polydesigner/in 3D planst du, wie ein Raum, ein Produkt oder eine Ausstellung wirken soll.
Du beschäftigst dich mit Farben, Formen, Materialien, Licht und der Anordnung von Objekten. Gleichzeitig überlegst du, wie sich Kundinnen und Kunden durch einen Verkaufsraum bewegen und welche Produkte besonders auffallen sollen.
Je nach Auftrag arbeitest du am Computer, in einer Werkstatt oder direkt vor Ort in Geschäften, Museen, Ausstellungen oder an Messeständen.
Kundenwünsche aufnehmen
Zu Beginn eines Projekts klärst du, was die Kundschaft oder das Unternehmen erreichen möchte.
Dabei geht es beispielsweise darum, welches Produkt präsentiert, welche Stimmung erzeugt oder welche Zielgruppe angesprochen werden soll.
Diese Vorgaben bilden die Grundlage für dein Gestaltungskonzept.
Aufstellungsort berücksichtigen
Ein Schaufenster stellt andere Anforderungen als eine grosse Ausstellungsfläche oder ein Messestand.
Du analysierst deshalb den verfügbaren Raum und überlegst, welche Gestaltung dort sinnvoll umgesetzt werden kann.
Grösse, Blickwinkel und Bewegungswege spielen dabei eine wichtige Rolle.
Saison berücksichtigen
Viele Dekorationen richten sich nach Jahreszeiten oder bestimmten Anlässen.
Du entwickelst beispielsweise andere Gestaltungsideen für Weihnachten, Frühling oder eine spezielle Verkaufsaktion.
Dabei passt du Farben, Materialien und Atmosphäre an das jeweilige Thema an.
Modetrends recherchieren
Bevor du ein Konzept entwickelst, informierst du dich über aktuelle Trends.
Dabei beobachtest du beispielsweise Farben, Formen, Materialien oder Stilrichtungen.
Diese Erkenntnisse kannst du in deine Gestaltungsideen einbauen.
Geschmack der Zielgruppe analysieren
Eine Gestaltung soll zur jeweiligen Kundschaft passen.
Du überlegst deshalb, welche Farben, Formen und Stilrichtungen eine bestimmte Zielgruppe ansprechen könnten.
Dabei verbindest du kreative Gestaltung mit einem Verständnis für Verkauf und Kommunikation.
Passenden Stil entwickeln
Aus den Vorgaben und deiner Recherche entwickelst du eine passende gestalterische Richtung.
Du entscheidest beispielsweise, ob eine Präsentation eher elegant, verspielt, reduziert oder auffällig wirken soll.
Alle Elemente sollen später ein stimmiges Gesamtbild ergeben.
Atmosphäre gestalten
Mit Farben, Licht, Materialien und Dekoration beeinflusst du, wie ein Raum auf Menschen wirkt.
Du sorgst dafür, dass Produkte oder Dienstleistungen in einer passenden Umgebung präsentiert werden.
Das Ziel ist eine Atmosphäre, die Aufmerksamkeit erzeugt und zur Marke oder zum Thema passt.
2D-Pläne erstellen
Du hältst deine Ideen zunächst in Plänen und Entwürfen fest.
Mit Computerprogrammen kannst du beispielsweise Grundrisse oder Ansichten in zwei Dimensionen erstellen.
Darin legst du fest, wo einzelne Gestaltungselemente platziert werden.
3D-Pläne erstellen
Viele Projekte visualisierst du dreidimensional am Computer.
Damit lässt sich bereits vor der Umsetzung zeigen, wie ein Raum oder eine Dekoration später wirken könnte.
Räumliches Vorstellungsvermögen ist dafür besonders wichtig.
Gestaltung am Computer visualisieren
Mit geeigneten Programmen kombinierst du Farben, Formen, Objekte und räumliche Elemente.
So kannst du verschiedene Ideen ausprobieren und vergleichen.
Die Visualisierung hilft auch dabei, das Konzept mit Kundinnen, Kunden oder anderen Fachpersonen zu besprechen.
Material auswählen
Für jede Gestaltung brauchst du passende Werkstoffe.
Du entscheidest, welches Material optisch und technisch zum Projekt passt.
Dabei berücksichtigst du beispielsweise Stabilität, Bearbeitbarkeit und Wirkung.
Mit Holz planen
Holz kann beispielsweise für Podeste, Konstruktionen oder dekorative Elemente eingesetzt werden.
Du wählst geeignete Holzarten oder Holzprodukte aus.
Später bearbeitest du sie selbst oder arbeitest mit anderen Fachpersonen zusammen.
Kunststoffe auswählen
Kunststoffe können für verschiedene Dekorationen und Gestaltungselemente verwendet werden.
Du wählst sie entsprechend ihrer Form, Farbe und Verarbeitungsmöglichkeit aus.
Dabei überlegst du auch, wie sie sich in das Gesamtbild einfügen.
Textilien auswählen
Stoffe können einen Raum stark verändern.
Du setzt sie beispielsweise als Dekoration, Hintergrund oder Gestaltungselement ein.
Farbe, Struktur und Fall des Materials beeinflussen die Wirkung.
Material bestellen
Nachdem du die benötigten Materialien festgelegt hast, organisierst du deren Bestellung.
Dabei achtest du auf Menge, Qualität, Preis und Liefertermin.
Das Material muss rechtzeitig für die Umsetzung vorhanden sein.
Beleuchtung auswählen
Licht ist ein wichtiger Teil der Raumgestaltung.
Du überlegst, welche Bereiche besonders hervorgehoben werden sollen und welche Beleuchtung dafür geeignet ist.
Mit Licht kannst du Farben, Materialien und Produkte gezielt betonen.
Kosten berechnen
Ein Gestaltungskonzept muss auch finanziell realistisch sein.
Du berechnest beispielsweise Kosten für Material, Herstellung und weitere Arbeiten.
Dafür brauchst du neben Kreativität auch ein Flair für Zahlen.
Budget aufstellen
Du fasst die erwarteten Kosten in einem Budget zusammen.
Während der Planung kontrollierst du, ob das Projekt innerhalb des vorgesehenen finanziellen Rahmens bleibt.
Falls nötig, suchst du nach günstigeren Alternativen.
Fristen planen
Viele Dekorationen müssen zu einem bestimmten Termin fertig sein.
Du planst deshalb, wann Material bestellt, Elemente hergestellt und die Gestaltung aufgebaut werden muss.
Eine gute Zeitplanung ist besonders wichtig bei Ausstellungen, Aktionen und Messen.
Ausführung planen
Du legst fest, in welcher Reihenfolge die einzelnen Arbeiten durchgeführt werden.
Dabei koordinierst du Herstellung, Transport und Aufbau.
So soll die Gestaltung möglichst effizient umgesetzt werden können.
Ausstellungsflächen vorbereiten
Bevor die eigentliche Gestaltung aufgebaut wird, bereitest du die Fläche vor.
Du kontrollierst Raum, Wände, Böden und vorhandene Einrichtung.
Je nach Projekt müssen einzelne Bereiche gereinigt, verändert oder neu eingerichtet werden.
Beschilderung planen
In Verkaufs- und Ausstellungsräumen müssen Informationen gut sichtbar sein.
Du planst deshalb, wo Schilder und Beschriftungen angebracht werden.
Sie sollen verständlich sein und gleichzeitig zum Gestaltungskonzept passen.
Mit Zimmerleuten zusammenarbeiten
Für grössere Holzkonstruktionen arbeitest du je nach Projekt mit Zimmerleuten zusammen.
Du erklärst, welche Formen und Dimensionen benötigt werden.
Dabei stimmst du die handwerkliche Umsetzung mit deinem Gestaltungskonzept ab.
Mit Malerinnen und Malern zusammenarbeiten
Bei Wandgestaltungen oder speziellen Oberflächen können Malerinnen und Maler beteiligt sein.
Du besprichst Farben, Flächen und den gewünschten Effekt.
So passen die ausgeführten Arbeiten zur restlichen Gestaltung.
Mit Elektroinstallateurinnen und Elektroinstallateuren zusammenarbeiten
Bei Beleuchtung und elektrischen Installationen arbeitest du mit entsprechenden Fachpersonen zusammen.
Du erklärst, wo Lichtquellen oder Anschlüsse benötigt werden.
Die elektrische Ausführung übernehmen die zuständigen Fachleute.
Holz bearbeiten
Viele Dekorationselemente stellst du selbst her.
Du sägst, schneidest oder bearbeitest Holz entsprechend deinem Entwurf.
Dabei brauchst du manuelles Geschick und genaues Arbeiten.
Metall bearbeiten
Auch Metall kann Bestandteil einer Gestaltung sein.
Du bearbeitest es entsprechend den Anforderungen des Projekts.
Je nach Aufgabe arbeitest du selbst daran oder koordinierst die Herstellung mit anderen Fachpersonen.
Kunststoff bearbeiten
Kunststoff lässt sich für Schilder, Dekorationen und räumliche Elemente verwenden.
Du schneidest und formst das Material für die gewünschte Gestaltung.
Dabei hältst du dich an die technischen Anforderungen des Werkstoffs.
Karton bearbeiten
Karton eignet sich für leichte Konstruktionen, Modelle und Dekorationselemente.
Du schneidest, faltest oder verbindest ihn entsprechend deinem Entwurf.
Das Material ermöglicht oft schnelle kreative Lösungen.
Stoff bearbeiten
Textilien werden je nach Gestaltung zugeschnitten oder weiterverarbeitet.
Du kannst sie beispielsweise nähen oder als dekorative Flächen einsetzen.
Dabei achtest du auf Farbe, Struktur und saubere Verarbeitung.
Material sägen
Für verschiedene Konstruktionen sägst du Materialien auf die richtige Grösse zu.
Dabei überträgst du die Masse aus deinem Plan auf das Werkstück.
Saubere Schnitte erleichtern den späteren Zusammenbau.
Material schneiden
Du schneidest beispielsweise Karton, Kunststoff oder Stoff passend zu.
Dafür verwendest du geeignete Werkzeuge.
Genauigkeit ist besonders bei sichtbaren Dekorationselementen wichtig.
Dekorationselemente bemalen
Du bemalst Oberflächen und Objekte passend zum Gestaltungskonzept.
Dabei arbeitest du mit den vorgesehenen Farben und Effekten.
Die Ausführung soll zum gewünschten Stil passen.
Textilien nähen
Je nach Projekt nähst du Stoffe für Dekorationen oder Präsentationen.
Du arbeitest nach den benötigten Massen und Formen.
Saubere Verarbeitung ist wichtig, weil die Elemente häufig gut sichtbar sind.
Schilder herstellen
Du stellst Schilder für Verkaufs- und Ausstellungsflächen her.
Darauf können beispielsweise Informationen, Hinweise oder Produktnamen stehen.
Schrift, Farbe und Form sollen zur gesamten Gestaltung passen.
Podeste herstellen
Podeste helfen dabei, Produkte auf unterschiedlichen Höhen zu präsentieren.
Du planst und baust sie passend zur Ausstellung.
Dabei müssen sie sowohl stabil als auch optisch passend sein.
Poster gestalten
Du erstellst oder bearbeitest Poster für Verkaufsaktionen und Ausstellungen.
Dabei kombinierst du Text und Bild zu einer verständlichen Gestaltung.
Die Poster sollen Aufmerksamkeit erzeugen und zum übrigen Konzept passen.
Aufkleber herstellen
Auch Aufkleber können Teil einer Gestaltung sein.
Du entwickelst beispielsweise Beschriftungen oder dekorative Elemente.
Danach werden sie passend produziert und angebracht.
Werbung am Computer erstellen
Du gestaltest digitale Vorlagen für Werbemittel.
Dabei arbeitest du mit geeigneten Computerprogrammen.
Du verbindest Gestaltung, Text und Bild mit den Vorgaben des Unternehmens.
Erklärschilder erstellen
In Museen oder Ausstellungen brauchen Besucherinnen und Besucher Informationen zu den gezeigten Objekten.
Du gestaltest passende Erklärschilder.
Diese müssen gut lesbar und sinnvoll in die Ausstellung integriert sein.
Beschriftungen erstellen
Du entwickelst Beschriftungen für Räume, Produkte oder Ausstellungen.
Dabei achtest du auf Schriftgrösse, Position und Gestaltung.
Die Informationen sollen schnell verständlich sein.
Markierungen erstellen
Markierungen können beispielsweise Wege oder bestimmte Bereiche kennzeichnen.
Du planst ihre Position und gestaltest sie passend zum Raum.
Sie können gleichzeitig funktional und gestalterisch eingesetzt werden.
Preisschilder drucken
Im Detailhandel gehören auch Preisschilder zur Verkaufspräsentation.
Du erstellst und druckst sie entsprechend den aktuellen Angaben.
Sie müssen korrekt, gut lesbar und passend zur Präsentation sein.
Dekoration transportieren
Die fertigen Elemente bringst du zum vorgesehenen Einsatzort.
Dabei achtest du darauf, dass Konstruktionen und Dekorationen nicht beschädigt werden.
Je nach Projekt besteht die Gestaltung aus vielen einzelnen Teilen.
Wände bearbeiten
Vor dem Aufbau kannst du Wandflächen vorbereiten oder gestalterisch verändern.
Je nach Projekt werden beispielsweise Farben, Beschriftungen oder Dekorationselemente angebracht.
Die Wandgestaltung wird auf das Gesamtkonzept abgestimmt.
Böden bearbeiten
Auch Böden können Teil einer Raumgestaltung sein.
Du bereitest sie für Dekorationen, Markierungen oder andere Elemente vor.
Dabei achtest du darauf, dass die Fläche sicher nutzbar bleibt.
Regale anbringen
Für die Warenpräsentation bringst du je nach Projekt Regale oder andere Präsentationselemente an.
Du achtest auf Position, Höhe und Wirkung.
Die Produkte sollen gut sichtbar und sinnvoll angeordnet sein.
Tafeln montieren
Auch Tafeln für Informationen oder Dekorationen werden von dir angebracht.
Du positionierst sie entsprechend dem Gestaltungsplan.
Dabei müssen sie sicher befestigt und gut sichtbar sein.
Produkte in Szene setzen
Ein zentraler Teil deiner Arbeit ist die Präsentation von Produkten.
Du entscheidest, welche Objekte besonders hervorgehoben und wie sie miteinander kombiniert werden.
Ziel ist eine ansprechende und verständliche Verkaufspräsentation.
Verkaufsflächen gestalten
Du planst, wie Waren in einem Geschäft angeordnet werden.
Dabei berücksichtigst du sowohl Gestaltung als auch Bewegungswege der Kundschaft.
Die Fläche soll attraktiv wirken und gleichzeitig praktisch nutzbar sein.
Werbebereiche gestalten
Spezielle Verkaufsaktionen erhalten häufig einen eigenen Bereich.
Du gestaltest diese Flächen so, dass die beworbenen Produkte auffallen.
Dabei setzt du beispielsweise Farben, Licht, Schilder und Podeste ein.
Messestände gestalten
Bei Messen präsentierst du Unternehmen, Produkte oder Dienstleistungen auf begrenzter Fläche.
Du planst den Stand und setzt Dekoration, Beschriftung und Präsentationselemente um.
Die Gestaltung soll Besucherinnen und Besucher aufmerksam machen.
Ausstellungen gestalten
In Museen oder anderen Ausstellungsräumen präsentierst du Objekte und Informationen.
Du planst ihre Anordnung und die räumliche Wirkung.
Dabei achtest du darauf, dass Besucherinnen und Besucher die Ausstellung gut verstehen und erleben können.
Kundenwege planen
Du überlegst, wie sich Menschen durch einen Verkaufs- oder Ausstellungsraum bewegen.
Produkte, Schilder und Gestaltungselemente werden so angeordnet, dass wichtige Bereiche gut wahrgenommen werden.
Damit verbindest du Raumgestaltung mit Verkaufs- und Kommunikationszielen.
Dekorationen abbauen
Nach einer Aktion oder Ausstellung entfernst du die Gestaltung wieder.
Du baust einzelne Elemente sorgfältig ab.
Dabei entscheidest du, welche Materialien nochmals verwendet werden können.
Dekorationen lagern
Wiederverwendbare Elemente werden ordentlich eingelagert.
Du sorgst dafür, dass sie geschützt und später wieder auffindbar sind.
Eine gute Lagerorganisation kann Material und Kosten sparen.
Materialien recyceln
Materialien, die nicht mehr gebraucht werden, werden nach Möglichkeit getrennt und recycelt.
Du sortierst sie entsprechend den Vorgaben.
Damit gehört auch ein bewusster Umgang mit Ressourcen zum Arbeitsalltag.
Dekorationsmaterial entsorgen
Nicht wiederverwendbare Materialien werden fachgerecht entsorgt.
Du hältst dich dabei an die vorgesehenen Umwelt- und Betriebsvorschriften.
Auch nach dem Abbau soll der Arbeitsplatz ordentlich hinterlassen werden.
Wie sieht der Arbeitsalltag aus?
Als Polydesigner/in 3D arbeitest du je nach Betrieb in Geschäften, Warenhäusern, Dekorationsagenturen, Ateliers, Museen, Messebaufirmen oder anderen Dienstleistungsunternehmen.
Dein Alltag wechselt zwischen Arbeit am Computer, handwerklicher Herstellung und Aufbau vor Ort. An einem Tag entwickelst du vielleicht einen 3D-Entwurf, am nächsten baust du Podeste, bringst Beschriftungen an oder richtest eine Verkaufsfläche ein.
Die Arbeitszeiten sind grundsätzlich regelmässig. Wenn jedoch eine Ausstellung, eine Verkaufsaktion oder ein anderes Projekt zu einem festen Termin fertig sein muss, kann es stressig werden.
Was solltest du mitbringen?
- Manuelles Geschick brauchst du beim Sägen, Schneiden, Malen, Nähen und Montieren.
- Kreativität hilft dir, neue Gestaltungsideen für Räume und Produkte zu entwickeln.
- Ein Sinn für Ästhetik ist wichtig für Farben, Formen, Materialien und Gesamtwirkung.
- Zeichnerische Begabung hilft dir beim Entwickeln und Visualisieren von Entwürfen.
- Räumliches Vorstellungsvermögen brauchst du für 2D- und 3D-Planungen.
- Einfallsreichtum ist wichtig, wenn du für ungewöhnliche Räume oder begrenzte Budgets Lösungen finden musst.
- Kommunikationsfähigkeit brauchst du im Kontakt mit Kundschaft und anderen Berufsleuten.
- Ein Flair für Zahlen hilft dir bei Kostenberechnungen und Budgets.
In der Schule helfen dir besonders Gestalten, Werken, Mathematik und Informatik. Wichtig sind vor allem Kreativität, räumliches Denken, handwerkliches Geschick und Freude an Design und Computerarbeit.
Ausbildung
Die Ausbildung dauert 4 Jahre.
Sie kann als Lehre in einem Betrieb oder gemäss den vorliegenden Angaben auch an einer Vollzeitschule absolviert werden.
Die praktische Ausbildung im Betrieb findet beispielsweise in 3D-Agenturen, Ateliers, Warenhäusern, Fachgeschäften oder Messebaufirmen statt. In der Regel arbeitest du dort 3 bis 4 Tage pro Woche.
Die Berufsfachschule besuchst du 1 bis 2 Tage pro Woche an einer kantonalen Berufsfachschule.
Zusätzlich absolvierst du überbetriebliche Kurse in mehreren Kantonen. Diese dauern insgesamt 15 Tage während 4 Jahren.
Die Ausbildung kennt drei Schwerpunkte:
- Kreation
- Realisation
- Styling
Für die Ausbildung brauchst du die abgeschlossene obligatorische Schule.
Wenn deine schulischen Leistungen sehr gut sind, kannst du während der Lehre zusätzlich die Berufsmaturitätsschule besuchen.
Nach bestandener Ausbildung erhältst du den Abschluss Polydesigner/in 3D EFZ.
Lohn
Lohn während der Lehre:
- 1. Lehrjahr: CHF 800.–
- 2. Lehrjahr: CHF 1000.–
- 3. Lehrjahr: CHF 1200.–
- 4. Lehrjahr: CHF 1450.–
Einstiegslohn nach der Lehre: CHF 4'000 - 5'000
Dein Lohn ist so individuell wie dein Weg: Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Betrieb, Kanton, Branche und Funktion variieren.
Weiterbildung und Entwicklung
Nach der Lehre kannst du Fachkurse des Verbands Polydesign 3D besuchen und deine gestalterischen und technischen Kenntnisse weiterentwickeln.
Mit einer Berufsprüfung kannst du dich beispielsweise als Gestalter/in im Handwerk BP weiterbilden und dich stärker auf anspruchsvolle gestalterische Arbeiten spezialisieren.
Eine weitere Möglichkeit ist die Berufsprüfung als Multimedia Content Creator BP, wenn du dich stärker für digitale Inhalte und Kommunikation interessierst.
Auf Stufe höhere Fachprüfung ist der Abschluss als Gestaltungsexperte/-expertin im Handwerk HFP möglich.
An einer Höheren Fachschule kannst du dich im Bereich Produktdesign HF weiterbilden.
Mit entsprechender Vorbildung und je nach Zulassungsbedingungen sind an Fachhochschulen Bachelorstudiengänge in Innenarchitektur, Visueller Kommunikation oder Industrial Design möglich.
Wo kannst du später arbeiten?
Polydesignerinnen und Polydesigner 3D arbeiten beispielsweise in Läden, Kaufhäusern, Dekorationsagenturen, Museen, Messebaufirmen oder anderen Dienstleistungsunternehmen.
Besonders häufig gibt es Stellen in Kaufhäusern und im Bereich Verkaufs- und Raumgestaltung.
Mit etwas Berufserfahrung kannst du mehr Verantwortung übernehmen und beispielsweise als Schaufenster- oder Innendekorationsverantwortliche/r, Leiter/in der Arbeitskoordination oder Leiter/in des Einkaufs tätig werden.
Mit genügend Berufserfahrung und Managementkenntnissen kannst du auch eine eigene Dekorationsagentur gründen.
Passt dieser Beruf zu dir?
Der Beruf passt zu dir, wenn du gerne kreativ gestaltest, gleichzeitig aber auch praktisch mit den Händen arbeitest. Du solltest Freude daran haben, Ideen zuerst am Computer zu entwickeln und sie später selbst im Raum umzusetzen.
Weniger passend ist der Beruf, wenn du ausschliesslich zeichnen oder gestalten möchtest. Zum Alltag gehören auch Kostenberechnungen, Zeitplanung, Materialbestellungen, Aufbau, Abbau und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Handwerksberufen.
Wenn du Design, Handwerk, Raumgestaltung, Computerarbeit und Kommunikation miteinander verbinden möchtest, kann Polydesigner/in 3D EFZ gut zu dir passen.
