Raumausstatter/in EFZ - lehrstellencheck.ch
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        Raumausstatter/in EFZ

        Raumausstatterinnen und Raumausstatter EFZ gestalten und verändern Innenräume in Wohnhäusern, Hotels, Geschäften und anderen Gebäuden. Sie beraten Kundinnen und Kunden zu Materialien, Farben und Mustern, polstern Möbel, montieren Vorhänge und verlegen textile Bodenbeläge.

        Der Beruf verbindet Handwerk, Gestaltung, Textilien und Kundenberatung. Du arbeitest sowohl in der Werkstatt als auch direkt bei der Kundschaft und setzt kreative Ideen praktisch um.

        Was machst du in diesem Beruf?

        Als Raumausstatter/in EFZ planst du Innenausbau- und Dekorationsarbeiten und setzt sie mit verschiedenen Materialien um.

        Du arbeitest mit Stoffen, Polstermaterialien, Teppichen und anderen textilen Oberflächen, restaurierst oder reparierst Möbel und montierst Einrichtungselemente vor Ort.

        Je nach Auftrag arbeitest du selbstständig oder gemeinsam mit anderen Fachpersonen aus Innenausbau und Gestaltung.

        Anfragen prüfen

        Zu Beginn eines Auftrags klärst du, was die Kundschaft wünscht.

        Du prüfst, welche Arbeiten notwendig sind und welche Materialien infrage kommen.

        Dabei berücksichtigst du sowohl praktische als auch gestalterische Anforderungen.

        Messungen durchführen

        Du misst Räume, Möbel, Fenster oder Bodenflächen genau aus.

        Diese Masse brauchst du für Materialberechnung, Zuschnitt und Planung.

        Genauigkeit ist wichtig, damit später alles richtig passt.

        Kundinnen und Kunden beraten

        Du berätst die Kundschaft zu Materialien, Farben, Mustern und Gestaltungsmöglichkeiten.

        Dabei suchst du Lösungen, die zum Raum, zum gewünschten Stil und zur Nutzung passen.

        Freude an Verkauf und Beratung ist deshalb wichtig.

        Arbeitsaufwand abschätzen

        Vor einem Auftrag schätzt du ein, wie viel Zeit die verschiedenen Arbeitsschritte benötigen.

        Dabei berücksichtigst du Material, Umfang und Schwierigkeitsgrad.

        Diese Angaben helfen bei der Planung und Preisberechnung.

        Materialmenge berechnen

        Du berechnest, wie viel Stoff, Teppich, Polstermaterial oder anderes Material benötigt wird.

        Dafür brauchst du genaue Masse und ein gutes Flair für Zahlen.

        Zu wenig oder zu viel Material kann Kosten und Zeit verursachen.

        Offerten erstellen

        Aus Materialbedarf und Arbeitsaufwand entstehen Angebote für die Kundschaft.

        Du hilfst dabei, die vorgesehenen Arbeiten und Kosten übersichtlich festzuhalten.

        Die Offerte muss zum tatsächlichen Auftrag passen.

        Material bestellen

        Du organisierst die benötigten Stoffe, Polstermaterialien, Bodenbeläge und weiteren Produkte.

        Dabei achtest du auf Farbe, Qualität, Menge und Liefertermin.

        Das Material muss rechtzeitig für die geplanten Arbeiten vorhanden sein.

        Skizzen anfertigen

        Du hältst Gestaltungsideen und Arbeitsschritte in Skizzen fest.

        Damit kannst du beispielsweise Formen, Masse oder Anordnungen darstellen.

        Räumliches Vorstellungsvermögen hilft dir dabei.

        Schnittmuster für Stoffe erstellen

        Für Bezüge, Vorhänge oder andere textile Arbeiten brauchst du passende Schnittmuster.

        Du überträgst die benötigten Masse auf den Stoff.

        So können die einzelnen Teile später sauber zusammengenäht werden.

        Schnittmuster für Teppiche erstellen

        Auch textile Bodenbeläge müssen genau zugeschnitten werden.

        Du planst ihre Form entsprechend dem Raum oder der Treppe.

        Besonders bei Ecken und Übergängen ist präzises Arbeiten wichtig.

        Arbeiten in der Werkstatt planen

        Viele Vorbereitungen und Fertigungsarbeiten erledigst du in der Werkstatt.

        Du planst, welche Materialien und Werkzeuge du brauchst.

        Eine gute Organisation erleichtert die spätere Montage.

        Arbeiten vor Ort vorbereiten

        Für Einsätze bei der Kundschaft stellst du Material, Werkzeuge und benötigte Bauteile zusammen.

        Du prüfst, ob alles vollständig vorhanden ist.

        Damit vermeidest du unnötige Unterbrechungen.

        Mit Innenarchitektinnen und Innenarchitekten zusammenarbeiten

        Bei grösseren Gestaltungsprojekten arbeitest du mit Innenarchitektinnen und Innenarchitekten zusammen.

        Ihr stimmt Materialien, Farben und Ausführung miteinander ab.

        Dabei setzt du gestalterische Vorgaben handwerklich um.

        Mit Zimmerleuten zusammenarbeiten

        Auch Zimmerleute können bei Innenausbauprojekten beteiligt sein.

        Du koordinierst deine Arbeiten mit ihnen, damit die einzelnen Bauteile richtig zusammenpassen.

        Gute Absprache ist dabei wichtig.

        Alte Polsterungen entfernen

        Bei der Renovation von Sesseln, Sofas oder Stühlen entfernst du zuerst alte Bezüge und Polstermaterialien.

        Dabei arbeitest du vorsichtig, damit das Möbelgestell nicht beschädigt wird.

        Anschliessend kannst du den Zustand des Unterbaus beurteilen.

        Möbelgestelle vorbereiten

        Vor dem neuen Polstern kontrollierst du das Gestell.

        Du reinigst und reparierst es bei Bedarf.

        So entsteht eine stabile Grundlage für die neue Polsterung.

        Federungen einbauen

        Bei gepolsterten Möbeln können Federungen Teil des Aufbaus sein.

        Du setzt sie entsprechend der Konstruktion ein.

        Sie tragen dazu bei, dass das Möbel bequem und stabil bleibt.

        Mit Rosshaar polstern

        Je nach Möbel und Auftrag verwendest du traditionelle Polstermaterialien wie Rosshaar.

        Du formst das Material so, dass die gewünschte Sitzform entsteht.

        Dabei ist viel Handarbeit nötig.

        Mit künstlichen Polstermaterialien arbeiten

        Auch moderne synthetische Materialien kommen zum Einsatz.

        Du schneidest und formst sie entsprechend der gewünschten Polsterung.

        Das Möbel soll am Ende bequem und optisch stimmig wirken.

        Stoffe nach Mustern zuschneiden

        Du legst Schnittmuster auf den ausgewählten Stoff und schneidest die einzelnen Teile zu.

        Dabei achtest du auf Musterverlauf und Materialrichtung.

        Fehler beim Zuschnitt lassen sich später oft nur schwer korrigieren.

        Stoffe anpassen

        Vor dem Nähen prüfst du, ob die zugeschnittenen Teile zum Möbel passen.

        Du korrigierst die Form bei Bedarf.

        So kann der Bezug später sauber sitzen.

        Stoffe nähen

        Du nähst die einzelnen Stoffteile zu Bezügen zusammen.

        Dabei arbeitest du nach Schnittmustern und Massangaben.

        Saubere Nähte sind wichtig für Optik und Haltbarkeit.

        Möbel beziehen

        Den fertigen Bezug ziehst du über das vorbereitete Möbel.

        Du spannst den Stoff gleichmässig und achtest darauf, dass Muster und Nähte richtig liegen.

        So entsteht eine glatte und saubere Oberfläche.

        Bezüge befestigen

        Der Stoff wird fest am Möbelgestell angebracht.

        Du verwendest dafür geeignete Befestigungstechniken.

        Die Verbindung muss stabil und möglichst unsichtbar sein.

        Bezüge herstellen

        Du stellst individuelle Bezüge für Möbel her.

        Dafür kombinierst du Messen, Zuschneiden, Nähen und Anpassen.

        Der Bezug soll sowohl funktional als auch ästhetisch überzeugen.

        Kissen herstellen

        Auch Kissen gehören zu möglichen Aufträgen.

        Du schneidest Stoff und Füllmaterial zu und nähst die einzelnen Teile zusammen.

        Das Ergebnis wird an die restliche Einrichtung angepasst.

        Knöpfe an Polstern anbringen

        Je nach Gestaltung werden Polster mit Knöpfen versehen.

        Du setzt sie an den vorgesehenen Stellen ein und befestigst sie.

        Dabei ist gleichmässiges Arbeiten besonders wichtig.

        Möbel reparieren

        Beschädigte Möbel werden von dir instand gesetzt.

        Du prüfst, welche Teile erneuert oder repariert werden müssen.

        Dabei verbindest du handwerkliche und gestalterische Arbeit.

        Gestelle verleimen

        Lockere oder beschädigte Holzverbindungen können neu verleimt werden.

        Du richtest die Teile aus und fixierst sie.

        Das Möbel soll danach wieder stabil sein.

        Kaputte Stoffteile ersetzen

        Bei beschädigten Bezügen musst du nicht immer den gesamten Stoff austauschen.

        Je nach Situation ersetzt du nur einzelne Bereiche.

        Dabei achtest du darauf, dass Farbe und Material möglichst gut passen.

        Möbel liefern

        Fertige Möbel bringst du zur Kundschaft.

        Dazu können beispielsweise Schränke, Sessel oder andere Einrichtungselemente gehören.

        Beim Transport schützt du die Oberflächen vor Beschädigungen.

        Möbel vor Ort zusammenbauen

        Manche Möbel werden in Einzelteilen geliefert.

        Du montierst sie direkt beim Kunden oder bei der Kundin.

        Dabei hältst du dich an die vorgesehenen Aufbaupläne.

        Möbel aufstellen

        Nach dem Zusammenbau positionierst du Möbel an der vorgesehenen Stelle.

        Dabei achtest du auf Funktion, Raumwirkung und Kundenwunsch.

        Auch kleinere Anpassungen können vor Ort notwendig sein.

        Lampen anbringen

        Je nach Auftrag montierst du passende Lampen als Teil der Raumgestaltung.

        Du platzierst sie nach den gestalterischen Vorgaben.

        Dabei beachtest du die entsprechenden technischen Zuständigkeiten.

        Spiegel anbringen

        Auch Spiegel gehören zu möglichen Einrichtungselementen.

        Du bringst sie sicher und an der vorgesehenen Position an.

        Ihre Platzierung beeinflusst die Wirkung eines Raumes stark.

        Vorhangstangen montieren

        Vor dem Aufhängen von Vorhängen befestigst du passende Stangen.

        Diese werden an Wand oder Decke montiert.

        Die Position muss genau stimmen.

        Vorhangschienen montieren

        Alternativ werden Vorhänge an Schienen geführt.

        Du befestigst diese sicher und gerade.

        Danach kann der Vorhang eingesetzt werden.

        Vorhänge aufhängen

        Du bringst die vorbereiteten Vorhänge an Schienen oder Stangen an.

        Dabei kontrollierst du Länge, Fall und gleichmässige Verteilung.

        Das Ergebnis soll funktional und optisch sauber sein.

        Zugvorrichtungen montieren

        Bei bestimmten Vorhangsystemen werden mechanische Zugvorrichtungen eingebaut.

        Du montierst und testest sie.

        Der Vorhang soll sich leicht und zuverlässig bedienen lassen.

        Elektronisch gesteuerte Vorhangsysteme installieren

        Moderne Vorhänge können technisch gesteuert werden.

        Du installierst die vorgesehenen Systeme im Rahmen deiner Aufgaben.

        Anschliessend überprüfst du die Funktion.

        Böden abdecken

        Vor Montage- oder Renovationsarbeiten schützt du vorhandene Bodenflächen.

        Du deckst sie mit geeigneten Materialien ab.

        So verhinderst du Verschmutzungen oder Beschädigungen.

        Oberflächen schützen

        Auch Möbel, Türen oder andere Oberflächen können während der Arbeit abgedeckt werden.

        Du bereitest den Arbeitsbereich so vor, dass bestehende Einrichtungen möglichst unbeschädigt bleiben.

        Das ist besonders bei Arbeiten in bereits eingerichteten Räumen wichtig.

        Alte Bodenbeläge entfernen

        Vor dem Verlegen neuer textiler Beläge entfernst du alte Materialien.

        Je nach Boden erledigst du dies von Hand oder mit Maschinen.

        Anschliessend muss der Untergrund vorbereitet werden.

        Untergründe glätten

        Unebene Flächen können das spätere Ergebnis beeinträchtigen.

        Du glättest deshalb den Untergrund vor dem Verlegen.

        Die Fläche soll möglichst gleichmässig sein.

        Untergründe schleifen

        Je nach Zustand bearbeitest du Böden mit Schleifmaschinen.

        Du entfernst Unebenheiten oder alte Rückstände.

        Danach kann der neue Belag sauber angebracht werden.

        Textile Bodenbeläge zuschneiden

        Du schneidest Teppiche und andere Stoffbeläge passend zum Raum zu.

        Dabei berücksichtigst du Ecken, Kanten und Übergänge.

        Sehr genaue Masse sind wichtig.

        Bodenbeläge verlegen

        Du legst textile Beläge auf vorbereitete Böden.

        Dabei sorgst du dafür, dass sie glatt liegen und richtig positioniert sind.

        Je nach Material werden sie zusätzlich befestigt.

        Treppen mit Stoffbelägen ausstatten

        Auch Treppen können mit textilen Belägen versehen werden.

        Du passt das Material an Stufen und Kanten an.

        Dabei ist besonders sorgfältiges Arbeiten nötig.

        Fugen anpassen

        Bei mehreren Belagsteilen müssen Übergänge sauber zusammenpassen.

        Du richtest die Kanten genau aus.

        Dadurch entsteht ein möglichst einheitliches Erscheinungsbild.

        Fussleisten anschrauben

        Nach dem Verlegen bringst du passende Fussleisten an.

        Je nach Ausführung werden sie verschraubt.

        Sie bilden einen sauberen Abschluss zwischen Boden und Wand.

        Fussleisten ankleben

        Andere Fussleisten werden geklebt.

        Du bringst den Kleber gleichmässig auf und positionierst die Leiste.

        Dabei achtest du auf gerade Linien und saubere Übergänge.

        Wände mit Textilien verkleiden

        Textilien können auch direkt als Wandgestaltung eingesetzt werden.

        Du schneidest Stoffe passend zu und bringst sie an der Oberfläche an.

        Dabei verbindest du handwerkliche Arbeit mit Raumgestaltung.

        Türen mit Textilien verkleiden

        Je nach Gestaltung werden auch Türen mit Stoff versehen.

        Du passt das Material genau an die Fläche an.

        Das Ergebnis soll sauber und gleichmässig aussehen.

        Decken mit Textilien gestalten

        Auch Decken können mit Stoffen verkleidet werden.

        Du bereitest das Material vor und befestigst es entsprechend dem Auftrag.

        Arbeiten über Kopf verlangen körperliche Ausdauer und Genauigkeit.

        Stoffe für Oberflächen zuschneiden

        Für Wand-, Tür- oder Deckenverkleidungen schneidest du die Stoffe genau zu.

        Dabei berücksichtigst du Masse und Musterverlauf.

        Die einzelnen Bahnen müssen später sauber zusammenpassen.

        Stoffe für Oberflächen nähen

        Je nach Gestaltung werden einzelne Stoffbahnen zusammengenäht.

        Du arbeitest genau nach den benötigten Massen.

        Die Nähte sollen möglichst unauffällig sein.

        Stoffe verkleben

        Textilien können mit geeigneten Klebstoffen auf Oberflächen befestigt werden.

        Du trägst den Kleber gleichmässig auf und positionierst das Material.

        Falten und Blasen sollen vermieden werden.

        Wände isolieren

        Bei bestimmten Innenausbauarbeiten bringst du Isolationsmaterial an Wänden an.

        Je nach Auftrag kann es um Wärme-, Schall- oder Feuchtigkeitsschutz gehen.

        Danach kann die Oberfläche weiter verkleidet werden.

        Decken isolieren

        Auch Decken können mit geeigneten Isolationsmaterialien ausgestattet werden.

        Du arbeitest nach den vorgegebenen Konstruktionen.

        Dabei achtest du auf eine saubere und lückenlose Ausführung.

        Wärmeisolierungen anbringen

        Mit geeigneten Materialien hilfst du dabei, Wärmeverluste zu reduzieren.

        Du bringst die Isolierung entsprechend der vorgesehenen Fläche an.

        Die Arbeiten werden auf den jeweiligen Raum abgestimmt.

        Schallisolationen anbringen

        Bestimmte Materialien reduzieren Geräusche und verbessern die Raumakustik.

        Du montierst solche Schallschutzlösungen an Wänden oder Decken.

        Dabei arbeitest du nach den technischen Vorgaben.

        Feuchtigkeitsisolierungen anbringen

        Je nach Raum kann auch Schutz gegen Feuchtigkeit nötig sein.

        Du bringst entsprechende Materialien an den vorgesehenen Stellen an.

        Damit wird der weitere Innenausbau geschützt.

        Risse abdichten

        Vor dem Verkleiden von Oberflächen können Risse geschlossen werden.

        Du bereitest die Stelle vor und dichtest sie mit geeignetem Material ab.

        So entsteht eine bessere Grundlage für die weitere Arbeit.

        Berichte schreiben

        Nach einem Auftrag hältst du wichtige Informationen schriftlich fest.

        Du dokumentierst beispielsweise ausgeführte Arbeiten oder besondere Beobachtungen.

        Diese Unterlagen helfen bei späteren Aufträgen und Abrechnungen.

        Erledigte Aufgaben dokumentieren

        Du hältst fest, welche Arbeiten ausgeführt wurden.

        Je nach Betrieb können auch Materialverbrauch oder Arbeitszeiten dokumentiert werden.

        So bleibt ein Auftrag nachvollziehbar.

        Abfälle richtig entsorgen

        Beim Zuschneiden, Polstern und Renovieren entstehen Stoff-, Schaumstoff- und weitere Materialreste.

        Du trennst und entsorgst diese entsprechend den betrieblichen Vorgaben.

        Ordnung und umweltgerechtes Arbeiten gehören zum Berufsalltag.

        Maschinen instand halten

        Du kontrollierst und pflegst die Maschinen, die du in der Werkstatt verwendest.

        Regelmässige Wartung hilft, Ausfälle zu vermeiden.

        Bei Problemen meldest du diese oder führst einfache Arbeiten im Rahmen deiner Aufgaben aus.

        Werkzeuge pflegen

        Scheren, Messer, Nähwerkzeuge und weitere Hilfsmittel müssen sauber und funktionstüchtig bleiben.

        Du pflegst sie regelmässig und bewahrst sie ordentlich auf.

        Gut gepflegte Werkzeuge erleichtern präzises Arbeiten.

        Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

        Als Raumausstatter/in EFZ arbeitest du in Werkstätten und bei Kundinnen und Kunden vor Ort. Je nach Auftrag wechselst du zwischen Nähen, Polstern, Bodenarbeiten, Montage und Beratung.

        Du arbeitest allein oder in kleinen Teams. Bei grösseren Projekten stimmst du dich mit Fachpersonen aus Innenausbau und Gestaltung ab.

        Die Arbeitszeiten sind grundsätzlich regelmässig. Wenn ein Auftrag zu einem bestimmten Termin fertig sein muss, können jedoch Überstunden nötig werden.

        Der Beruf ist abwechslungsreich, verlangt aber auch körperliche Belastbarkeit, weil du Möbel bewegst, auf Böden arbeitest oder Materialien montierst.

        Was solltest du mitbringen?

        • Manuelles Geschick brauchst du für Nähen, Polstern, Schneiden, Kleben und Montieren.
        • Räumliches Vorstellungsvermögen hilft dir beim Planen und Gestalten von Innenräumen.
        • Kreativität brauchst du für Farben, Materialien und Einrichtungslösungen.
        • Ein Sinn für Ästhetik ist wichtig, damit Stoffe, Muster und Möbel gut zusammenpassen.
        • Eine sorgfältige und exakte Arbeitsweise brauchst du für Zuschnitte, Nähte und Montage.
        • Freude an Verkauf und Beratung ist wichtig für den direkten Kontakt mit Kundinnen und Kunden.
        • Ein Flair für Zahlen hilft dir beim Ausmessen, Materialberechnen und Erstellen von Offerten.
        • Du solltest keine Farbsehstörung haben, weil Farben und Muster ein zentraler Teil deiner Arbeit sind.

        In der Schule helfen dir besonders Gestalten, Werken und Mathematik. Wichtig sind vor allem handwerkliches Geschick, räumliches Denken, Kreativität und Freude an Stoffen, Farben und Gestaltung.

        Ausbildung

        Die Lehre dauert 4 Jahre.

        Die praktische Ausbildung absolvierst du in einem Innendekorationsbetrieb oder einem Betrieb der Raumausstattung.

        Die Berufsfachschule besuchst du in Blockkursen von insgesamt 8 Wochen pro Jahr an der Berufsfachschule Solothurn.

        Zusätzlich absolvierst du überbetriebliche Kurse in Solothurn. Diese dauern insgesamt 25 Tage während 4 Jahren.

        Für die Ausbildung brauchst du die abgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen zusätzlich einen Eignungstest.

        Wenn deine schulischen Leistungen sehr gut sind, kannst du während der Lehre zusätzlich die Berufsmaturitätsschule besuchen.

        Nach bestandener Ausbildung erhältst du den Abschluss Raumausstatter/in EFZ.

        Lohn

        Lohn während der Lehre:

        • 1. Lehrjahr: CHF 700.–
        • 2. Lehrjahr: CHF 900.–
        • 3. Lehrjahr: CHF 1100.–
        • 4. Lehrjahr: CHF 1300.–

        Einstiegslohn nach der Lehre: CHF 4'700 - 5'000

        Dein Lohn ist so individuell wie dein Weg: Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Betrieb, Kanton, Branche und Funktion variieren.

        Weiterbildung und Entwicklung

        Nach der Lehre kannst du dich mit einer Berufsprüfung als Bereichsleiter/in Raumausstattung BP weiterbilden und mehr Verantwortung für Aufträge, Teams und Arbeitsabläufe übernehmen.

        Eine weitere Möglichkeit ist die Berufsprüfung als Einrichtungsplaner/in BP, wenn du dich stärker mit Planung und Gestaltung von Innenräumen beschäftigen möchtest.

        Auf Stufe höhere Fachprüfung ist der Abschluss als Raumausstattermeister/in HFP möglich.

        An einer Höheren Fachschule kannst du dich als Kommunikationsdesigner/in HF weiterbilden.

        Mit entsprechender Vorbildung und je nach Zulassungsbedingungen ist an einer Fachhochschule ein Bachelor of Arts in Produkt- und Industriedesign möglich.

        Wo kannst du später arbeiten?

        Raumausstatterinnen und Raumausstatter EFZ arbeiten vor allem in Innendekorations- und Raumausstattungsbetrieben.

        Mit zunehmender Berufserfahrung kannst du mehr Verantwortung übernehmen und beispielsweise ein Team oder eine Werkstatt leiten.

        Mit zusätzlichem kaufmännischem Wissen kannst du dich auch selbstständig machen, alleine oder zusammen mit anderen Fachpersonen wie Schreinerinnen, Schreinern oder Bodenlegerinnen und Bodenlegern.

        Eine weitere Spezialisierung ist die Restaurierung historischer Gebäude und Objekte.

        Die Zahl der Ausbildungsbetriebe ist gemäss den vorliegenden Angaben klein. Lehrstellen sind deshalb eher selten.

        Passt dieser Beruf zu dir?

        Der Beruf passt zu dir, wenn du gerne mit Stoffen, Möbeln und Farben arbeitest und Freude daran hast, Räume sichtbar zu verändern. Du solltest sowohl kreativ als auch handwerklich geschickt sein.

        Weniger passend ist der Beruf, wenn du körperliche Arbeit, Nähen oder präzises Zuschneiden vermeiden möchtest. Auch Kundenkontakt und Arbeiten direkt vor Ort gehören regelmässig dazu.

        Wenn du Innenausbau, Textilien, Handwerk und Gestaltung miteinander verbinden möchtest, kann Raumausstatter/in EFZ gut zu dir passen.