Uhrenarbeiter/in EBA - lehrstellencheck.ch
Die besten 3057 Jobs in der Region.

        Uhrenarbeiter/in EBA

        Uhrenarbeiterinnen und Uhrenarbeiter EBA setzen mechanische und elektronische Uhren nach Anleitung zusammen, regulieren Uhrwerke und montieren sichtbare Bestandteile wie Zifferblatt, Zeiger, Glas, Krone und Armband. Sie arbeiten sehr genau mit kleinen Bauteilen und speziellen Werkzeugen.

        Der Beruf verbindet Feinmechanik, Technik und konzentrierte Handarbeit. Du sitzt meist an einer Werkbank, arbeitest nach technischen Zeichnungen und führst viele Arbeitsschritte wiederholt und sehr präzise aus.

        Was machst du in diesem Beruf?

        Als Uhrenarbeiter/in EBA arbeitest du je nach Schwerpunkt stärker beim Zusammensetzen, Regulieren oder bei der Ausstattung von Uhren.

        Du bereitest Werkzeuge vor, liest technische Zeichnungen und montierst sehr kleine Bauteile nach klaren Vorgaben.

        Anschliessend kontrollierst du Funktion und Aussehen der Uhr und nimmst je nach Aufgabe Einstellungen oder Polierarbeiten vor.

        Spezialwerkzeuge instand halten

        Für die Arbeit an Uhren verwendest du spezielle, sehr feine Werkzeuge.

        Du reinigst und pflegst diese regelmässig.

        Gut gewartete Werkzeuge sind wichtig, damit kleine Bauteile präzise bearbeitet werden können.

        Skizzen zeichnen

        Du erstellst einfache Skizzen von Bauteilen oder Arbeitsschritten.

        Damit kannst du Formen und technische Informationen festhalten.

        Genaues Zeichnen unterstützt dich beim Verständnis der Konstruktion.

        Technische Zeichnungen lesen

        Du arbeitest mit technischen Zeichnungen von Uhrwerken und einzelnen Bauteilen.

        Daraus erkennst du, wie die Teile aufgebaut und zusammengesetzt werden.

        Technisches Verständnis und Konzentration sind dabei wichtig.

        Technische Zeichnungen verstehen

        Neben dem Lesen musst du die dargestellten Formen und Zusammenhänge richtig interpretieren.

        Du überträgst die Informationen aus dem Plan auf deine praktische Arbeit.

        So kannst du Bauteile in der richtigen Reihenfolge montieren.

        Anweisungen genau befolgen

        Viele Arbeitsschritte werden nach klaren Vorgaben ausgeführt.

        Du hältst dich an die Anweisungen der verantwortlichen Fachpersonen.

        Besonders bei kleinen und empfindlichen Teilen ist systematisches Arbeiten wichtig.

        Sägen

        Je nach Aufgabe bearbeitest du kleine Metallteile mit geeigneten Sägen.

        Du arbeitest dabei langsam und genau.

        Die Form muss den vorgegebenen Massen entsprechen.

        Feilen

        Mit feinen Feilen bearbeitest du Kanten und kleine Bauteile.

        Du entfernst Material nur in kleinen Schritten.

        Dabei brauchst du manuelles Geschick und Geduld.

        Schwerpunkt Zusammensetzen

        Im Schwerpunkt Zusammensetzen montierst du die einzelnen Teile des Uhrwerks nach Plan.

        Du arbeitest dabei sehr genau und kontrollierst laufend, ob alles richtig sitzt und funktioniert.

        Zum Schluss werden Zifferblatt und Zeiger eingesetzt.

        Uhrwerkbestandteile zusammensetzen

        Du montierst kleine mechanische oder elektronische Bauteile nach technischen Plänen.

        Dabei arbeitest du Schritt für Schritt.

        Schon kleine Fehler können die Funktion der Uhr beeinflussen.

        Funktion kontrollieren

        Nach einzelnen Montageschritten prüfst du, ob die Bauteile richtig funktionieren.

        Du achtest auf Beweglichkeit und korrekten Sitz.

        Auffälligkeiten werden korrigiert oder der zuständigen Fachperson gemeldet.

        Aussehen kontrollieren

        Neben der technischen Funktion überprüfst du auch die optische Qualität.

        Bauteile sollen sauber und korrekt montiert sein.

        Staub, Kratzer oder schiefe Teile dürfen möglichst nicht vorhanden sein.

        Uhrwerk schmieren

        Bestimmte bewegliche Teile des Uhrwerks werden geschmiert.

        Dafür verwendest du geeignete Schmiermittel in sehr kleinen Mengen.

        Genauigkeit ist dabei besonders wichtig.

        Zifferblatt aufsetzen

        Du setzt das Zifferblatt auf das vorbereitete Uhrwerk.

        Dabei musst du darauf achten, dass es richtig ausgerichtet ist.

        Die Oberfläche darf nicht beschädigt oder verschmutzt werden.

        Zeiger einsetzen

        Du montierst Stunden-, Minuten- und je nach Modell weitere Zeiger.

        Sie müssen exakt positioniert werden.

        Anschliessend kontrollierst du, ob sie sich frei bewegen können.

        Uhrwerk zusammenbauen

        Die einzelnen Bestandteile werden zu einem vollständigen Uhrwerk zusammengesetzt.

        Du arbeitest dabei nach der vorgegebenen Reihenfolge.

        Zum Schluss wird die Funktion kontrolliert.

        Schwerpunkt Regulieren

        Im Schwerpunkt Regulieren stellst du das Uhrwerk so ein, dass es möglichst genau läuft.

        Dabei arbeitest du an besonders feinen mechanischen Teilen.

        Du kontrollierst die Ganggenauigkeit und nimmst bei Bedarf Anpassungen vor.

        Unruh einstellen

        Bei mechanischen Uhren ist die Unruh ein wichtiger Teil des Schwingsystems.

        Du stellst sie nach den entsprechenden Vorgaben ein.

        Kleine Veränderungen können die Ganggenauigkeit beeinflussen.

        Ganggenauigkeit überprüfen

        Du kontrollierst, ob das Uhrwerk die Zeit möglichst genau anzeigt.

        Dabei verwendest du die vorgesehenen Prüfverfahren.

        Bei Abweichungen wird das Uhrwerk erneut eingestellt.

        Uhr in Gang setzen

        Nach dem Zusammenbau startest du das Uhrwerk.

        Du beobachtest, ob es zuverlässig läuft.

        Probleme werden analysiert und angepasst.

        Uhr einstellen

        Du nimmst die vorgesehenen Einstellungen am Uhrwerk vor.

        Dabei arbeitest du besonders sorgfältig.

        Ziel ist eine zuverlässige und möglichst genaue Funktion.

        Uhr anpassen

        Wenn die Messwerte nicht stimmen, passt du einzelne Einstellungen an.

        Dabei gehst du schrittweise vor.

        Anschliessend wird erneut kontrolliert.

        Schwerpunkt Ausstattung (Habillage)

        Im Schwerpunkt Ausstattung (Habillage) montierst du vor allem die sichtbaren Teile der Uhr.

        Dazu gehören beispielsweise Zifferblatt, Glas, Krone und Armband.

        Auch Polierarbeiten können Teil deiner Aufgaben sein.

        Zifferblatt montieren

        Du setzt das Zifferblatt auf das Uhrwerk.

        Dabei achtest du auf eine exakte Position.

        Die Oberfläche muss sauber und unbeschädigt bleiben.

        Uhrwerk ins Gehäuse einsetzen

        Das fertig vorbereitete Uhrwerk wird in das Uhrengehäuse eingesetzt.

        Du positionierst es genau und befestigst es entsprechend den Vorgaben.

        Danach kontrollierst du den Sitz.

        Uhrglas montieren

        Du setzt das Glas in das Gehäuse ein.

        Dabei arbeitest du sorgfältig, damit keine Beschädigungen entstehen.

        Das Glas muss korrekt sitzen.

        Armband montieren

        Du befestigst das Armband am Uhrengehäuse.

        Dabei kontrollierst du die Verbindung.

        Das Armband muss sicher halten und sauber ausgerichtet sein.

        Krone montieren

        Die Krone dient unter anderem dazu, die Zeiger einzustellen.

        Du montierst sie an der vorgesehenen Stelle.

        Anschliessend kontrollierst du ihre Funktion.

        Uhr polieren

        Zum Abschluss können sichtbare Metallteile poliert werden.

        Dabei entfernst du kleine Oberflächenfehler und erzeugst die gewünschte Oberfläche.

        Du arbeitest sehr vorsichtig, damit Kanten und Formen erhalten bleiben.

        Mit Polierfeile arbeiten

        Für bestimmte Stellen verwendest du eine Polierfeile.

        Damit bearbeitest du kleine Bereiche gezielt.

        Du kontrollierst die Oberfläche laufend.

        Polierpaste verwenden

        Je nach Material wird Polierpaste eingesetzt.

        Du trägst sie sparsam auf und bearbeitest die Oberfläche.

        Ziel ist ein gleichmässiges Ergebnis.

        Polierscheibe verwenden

        Für bestimmte Bauteile kommen geeignete Polierscheiben zum Einsatz.

        Du führst das Werkstück vorsichtig an der Maschine.

        Dabei musst du sehr konzentriert arbeiten.

        Kleine Bauteile sauber halten

        Staub und Schmutz können bei Uhren die Optik und teilweise auch die Funktion beeinträchtigen.

        Du arbeitest deshalb sehr sauber.

        Ordnung und Hygiene am Arbeitsplatz sind wichtig.

        Wiederkehrende Arbeitsschritte ausführen

        In der Uhrenproduktion wiederholen sich viele Tätigkeiten regelmässig.

        Du führst dieselben Arbeitsschritte trotzdem jedes Mal mit hoher Genauigkeit aus.

        Dafür brauchst du Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit.

        Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

        Als Uhrenarbeiter/in EBA arbeitest du hauptsächlich in ruhigen und gut beleuchteten Werkstätten der Uhrenindustrie.

        Du sitzt während der Arbeit meist an einer Werkbank. Dabei legst du die Unterarme auf einer Armlehne ab, damit du kleine Bauteile möglichst ruhig und präzise bearbeiten kannst.

        Viele Arbeitsschritte wiederholen sich. Du musst deshalb über längere Zeit konzentriert und sehr sorgfältig arbeiten können.

        Deine Arbeit wird von Uhrmacherinnen und Uhrmachern Produktion beaufsichtigt. Du arbeitest nach klaren technischen Vorgaben und Anweisungen.

        Was solltest du mitbringen?

        • Manuelles Geschick brauchst du für sehr kleine Bauteile und feine Werkzeuge.
        • Gutes Sehvermögen ist wichtig, weil viele Teile nur wenige Millimeter gross sind.
        • Konzentrationsfähigkeit brauchst du für lange und wiederkehrende Präzisionsarbeiten.
        • Eine sorgfältige und exakte Arbeitsweise ist zentral für die Funktion und das Aussehen der Uhr.
        • Eine systematische Arbeitsweise hilft dir, die vielen Montageschritte in der richtigen Reihenfolge auszuführen.
        • Technisches Verständnis brauchst du für Uhrwerke, Zeichnungen und mechanische Zusammenhänge.
        • Ein Sinn für Hygiene und Sauberkeit ist wichtig, weil Staub oder Verschmutzungen die Arbeit beeinträchtigen können.
        • Ausdauer und Durchhaltevermögen helfen dir bei längeren Arbeiten an der Werkbank.

        In der Schule helfen dir besonders Mathematik, Werken sowie Natur und Technik. Wichtig sind vor allem Freude an sehr genauer Arbeit, technisches Interesse, Geduld und gutes Sehvermögen.

        Ausbildung

        Die Lehre dauert 2 Jahre.

        Die praktische Ausbildung absolvierst du in einem Betrieb der Uhrenindustrie. In der Regel arbeitest du dort 4 Tage pro Woche.

        Die Berufsfachschule besuchst du 1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule Grenchen im Kanton Solothurn.

        Zusätzlich absolvierst du überbetriebliche Kurse in Grenchen. Diese dauern insgesamt 16 Tage während 2 Jahren.

        Die Ausbildung wird in drei Schwerpunkten angeboten:

        • Zusammensetzen
        • Regulieren
        • Ausstattung (Habillage)

        Für die Ausbildung brauchst du die abgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen zusätzlich einen Eignungstest.

        Nach bestandener Ausbildung erhältst du den Abschluss Uhrenarbeiter/in EBA.

        Lohn

        Lohn während der Lehre:

        • 1. Lehrjahr: CHF 596–894.–
        • 2. Lehrjahr: CHF 894–1192.–

        Einstiegslohn nach der Lehre: CHF 4'250 - 5'000

        Dein Lohn ist so individuell wie dein Weg: Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Betrieb, Kanton, Branche und Funktion variieren.

        Weiterbildung und Entwicklung

        Nach der Lehre kannst du Kurse des Arbeitgeberverbands der Schweizerischen Uhrenindustrie besuchen und deine Kenntnisse in Uhrenmontage, Regulierung und Mikrotechnik erweitern.

        Als Uhrenarbeiter/in EBA kannst du in der Regel eine verkürzte Lehre als Uhrmacher/in EFZ absolvieren.

        Eine weitere Möglichkeit ist die verkürzte Lehre als Uhrmacher/in Produktion EFZ.

        Damit kannst du dein technisches Wissen erweitern und später anspruchsvollere Arbeiten an Uhrwerken und Produktionsprozessen übernehmen.

        Wo kannst du später arbeiten?

        Uhrenarbeiterinnen und Uhrenarbeiter EBA arbeiten hauptsächlich in Betrieben der Schweizer Uhrenindustrie.

        Die Lehr- und Arbeitsstellen befinden sich besonders häufig in der traditionellen Uhrenregion zwischen Genf und Schaffhausen.

        Je nach Betrieb und Schwerpunkt arbeitest du vor allem in Montage, Regulierung oder Ausstattung von Uhren.

        Passt dieser Beruf zu dir?

        Der Beruf passt zu dir, wenn du sehr gerne genau arbeitest, kleine technische Bauteile spannend findest und lange konzentriert an einer Werkbank arbeiten kannst. Du solltest Geduld haben und Freude daran, dass am Ende jedes Detail exakt stimmen muss.

        Weniger passend ist der Beruf, wenn du viel Bewegung und ständig wechselnde Aufgaben brauchst oder wiederkehrende Arbeit schnell langweilig findest. Auch sehr kleine Bauteile und längeres Sitzen gehören zum Alltag.

        Wenn du Feinmechanik, Uhren, Präzisionsarbeit und Technik miteinander verbinden möchtest, kann Uhrenarbeiter/in EBA gut zu dir passen.