Uhrmacher/in Produktion EFZ - lehrstellencheck.ch
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        Uhrmacher/in Produktion EFZ

        Uhrmacherinnen und Uhrmacher Produktion EFZ montieren mechanische, automatische und elektronische Uhren und begleiten dabei den gesamten Herstellungsprozess. Sie fertigen kleine Werkzeuge und Bauteile an, bauen Uhrwerke zusammen, stellen sie genau ein, montieren Zifferblatt, Zeiger, Glas und Armband und kontrollieren die Qualität.

        Der Beruf verbindet Feinmechanik, Maschinenarbeit und höchste Präzision. Du arbeitest selbstständig an einer Werkbank, stellst kleine Metallteile her, suchst Fehler an Uhren und kannst in der Produktion auch die Arbeit von Uhrenarbeiterinnen und Uhrenarbeitern beaufsichtigen.

        Was machst du in diesem Beruf?

        Als Uhrmacher/in Produktion EFZ kennst du die verschiedenen Schritte, die aus einzelnen Bauteilen eine fertige Uhr machen.

        Du stellst Werkzeuge und kleine Teile her, montierst Uhrwerke, regulierst ihr Schwingsystem und baust anschliessend die komplette Uhr zusammen. Während der gesamten Produktion kontrollierst du immer wieder Funktion und Qualität.

        Wenn eine Uhr nicht richtig funktioniert, suchst du nach der Ursache, ersetzt defekte Teile und prüfst danach erneut das Ergebnis.

        Technische Zeichnungen verstehen

        Für viele Arbeiten orientierst du dich an technischen Zeichnungen.

        Du liest daraus Formen, Masse und den Aufbau von Bauteilen ab.

        Technisches Verständnis ist wichtig, damit du die Informationen richtig auf deine Arbeit übertragen kannst.

        Skizzen erstellen

        Du zeichnest einfache Skizzen für Werkzeuge oder Bauteile.

        Damit hältst du Formen und technische Informationen fest.

        Die Skizzen unterstützen dich bei der anschliessenden Bearbeitung.

        Werkzeuge von Hand herstellen

        Bestimmte Werkzeuge und Hilfsmittel fertigst du selbst an.

        Dabei bearbeitest du beispielsweise Metall mit verschiedenen Handwerkzeugen.

        Die Werkzeuge müssen genau zu ihrer späteren Aufgabe passen.

        Werkzeuge mit Maschinen herstellen

        Für bestimmte Arbeiten verwendest du Maschinen zur Metallbearbeitung.

        Du richtest sie nach den entsprechenden Vorgaben ein und bearbeitest das Werkstück.

        Anschliessend kontrollierst du Form und Masse.

        Metall sägen

        Du schneidest Metallteile mit geeigneten Sägen zu.

        Dabei hältst du dich an die vorgegebenen Masse.

        Genaues Arbeiten erleichtert die anschliessende Weiterbearbeitung.

        Metall feilen

        Mit Feilen bringst du kleine Teile oder Werkzeuge in die gewünschte Form.

        Du entfernst Material nur schrittweise.

        Dafür brauchst du ein gutes Gefühl für das Werkstück.

        Metall bohren

        Du setzt kleine Bohrungen an den vorgesehenen Stellen.

        Dabei arbeitest du sehr genau.

        Schon kleine Abweichungen können bei Uhrenteilen problematisch sein.

        Stahlmeissel schärfen

        Du schärfst Stahlmeissel von Hand.

        Dabei bringst du die Schneide wieder in die benötigte Form.

        So bleiben die Werkzeuge für präzise Arbeiten einsatzbereit.

        An der Drehmaschine arbeiten

        Für kleine Metallteile verwendest du eine Drehmaschine.

        Dabei wird das Werkstück gedreht und mit Werkzeugen bearbeitet.

        Du brauchst technisches Verständnis und eine ruhige Arbeitsweise.

        Teile drehen

        Durch Drehen stellst du runde oder zylindrische Formen her.

        Du arbeitest nach den vorgegebenen Massen.

        Das fertige Teil wird anschliessend kontrolliert.

        Bauteile abrunden

        Je nach Teil bearbeitest du Kanten oder Formen so, dass sie die gewünschte Rundung erhalten.

        Dabei arbeitest du mit geeigneten Maschinen oder Werkzeugen.

        Die Form muss genau stimmen.

        Drehzapfen polieren

        Der Drehzapfen ist das Ende einer kleinen Stange, auf der sich ein Teil des Uhrwerks dreht.

        Du polierst diese Fläche sorgfältig.

        Eine saubere Oberfläche ist wichtig für die spätere Bewegung des Bauteils.

        Kleine Uhrenteile herstellen

        Du fertigst sehr kleine Bauteile für Uhren oder Werkzeuge an.

        Dabei kombinierst du verschiedene Verfahren der Metallbearbeitung.

        Die Teile müssen exakt den vorgesehenen Massen entsprechen.

        Gewinde schneiden

        In bestimmte Metallteile arbeitest du Gewinde ein.

        Diese ermöglichen später beispielsweise Schraubverbindungen.

        Du achtest auf die richtige Grösse und Ausführung.

        Bohrungen reiben

        Nach dem Bohren können Öffnungen durch Reiben noch genauer bearbeitet werden.

        Damit bringst du sie auf das gewünschte Mass.

        Diese Arbeit verlangt hohe Präzision.

        Montagewerkzeuge vorbereiten

        Vor dem Zusammenbau einer Uhr stellst du die benötigten Werkzeuge bereit.

        Dabei kontrollierst du, ob sie sauber und einsatzbereit sind.

        Je nach Bauteil werden unterschiedliche Spezialwerkzeuge benötigt.

        Werkzeuge zum Anpassen von Teilen vorbereiten

        Manche Bauteile müssen während der Montage noch fein angepasst werden.

        Dafür stellst du geeignete Werkzeuge bereit.

        Die Bearbeitung erfolgt in sehr kleinen Schritten.

        Mechanische Uhrwerke montieren

        Du setzt die verschiedenen Bestandteile eines mechanischen Uhrwerks zusammen.

        Dabei arbeitest du nach technischen Vorgaben und einer festgelegten Reihenfolge.

        Jeder Montageschritt wird sorgfältig ausgeführt.

        Automatische Uhrwerke montieren

        Auch automatische Uhrwerke gehören zu deinem Arbeitsbereich.

        Du montierst ihre Bauteile und Zusatzfunktionen.

        Anschliessend kontrollierst du, ob der Mechanismus richtig funktioniert.

        Elektronische Uhrwerke montieren

        Je nach Betrieb arbeitest du auch mit elektronischen Uhren.

        Du setzt die vorgesehenen Bauteile zusammen und überprüfst deren Funktion.

        Dabei verbindest du Feinmechanik mit technischem Verständnis.

        Bauteile anschrauben

        Viele Uhrwerksteile werden mit sehr kleinen Schrauben befestigt.

        Du verwendest dafür feine Spezialwerkzeuge.

        Die Bauteile müssen sicher sitzen, ohne beschädigt zu werden.

        Zusatzfunktionen montieren

        Je nach Modell besitzt eine Uhr zusätzliche Funktionen.

        Du baust die entsprechenden Mechanismen in das Uhrwerk ein.

        Dabei müssen alle Teile korrekt zusammenspielen.

        Kalendermechanismen einbauen

        Ein möglicher Zusatzmechanismus ist eine Kalenderfunktion.

        Du montierst die entsprechenden Teile nach Plan.

        Anschliessend prüfst du, ob die Anzeige richtig funktioniert.

        Chronografen einbauen

        Bei bestimmten Uhren montierst du einen Chronografen.

        Dieser ermöglicht zusätzliche Zeitmessungen.

        Du kontrollierst nach der Montage die korrekte Funktion.

        Funktion während der Produktion prüfen

        Du kontrollierst nicht erst die fertige Uhr.

        In jeder Produktionsphase prüfst du, ob die bisher montierten Teile richtig funktionieren.

        So können Fehler möglichst früh erkannt werden.

        Unruh einsetzen

        Die Unruh gehört zum Schwingsystem einer mechanischen Uhr.

        Du setzt sie sorgfältig in das Uhrwerk ein.

        Ihre richtige Einstellung ist wichtig für die Ganggenauigkeit.

        Spiralfeder einsetzen

        Die Spiralfeder arbeitet zusammen mit der Unruh.

        Du montierst dieses sehr feine Bauteil.

        Dabei brauchst du eine ruhige Hand und hohe Konzentration.

        Spiralfeder flach auslegen

        Du bringst die Spiralfeder in die vorgesehene Lage.

        Sie muss möglichst sauber und flach liegen.

        Dafür sind sehr feine Anpassungen nötig.

        Spiralfeder zentrieren

        Die Spiralfeder muss korrekt zur Unruh ausgerichtet sein.

        Du zentrierst sie sorgfältig.

        Danach kontrollierst du ihre Bewegung.

        Spiralfeder formen

        Du passt die Form der Spiralfeder entsprechend den technischen Vorgaben an.

        Dabei darf das empfindliche Bauteil nicht beschädigt werden.

        Diese Arbeit verlangt viel Geduld.

        Spiralfeder befestigen

        Nach dem Ausrichten befestigst du die Spiralfeder an den vorgesehenen Stellen.

        Du kontrollierst anschliessend, ob sie richtig sitzt.

        Danach kann das Schwingsystem eingestellt werden.

        Schwingungen messen

        Mit einer Messmaschine überprüfst du die Schwingungen des Uhrwerks.

        Die Ergebnisse zeigen, wie genau das System arbeitet.

        Auf dieser Grundlage nimmst du Anpassungen vor.

        Schwingsystem einstellen

        Du stellst Unruh und Spiralfeder so ein, dass das Uhrwerk möglichst genau läuft.

        Dabei arbeitest du schrittweise.

        Nach Veränderungen führst du erneut Messungen durch.

        Bauteile am Unruhkloben befestigen

        Der Unruhkloben ist ein flaches Bauteil des Uhrwerks.

        Du befestigst die vorgesehenen Teile daran.

        Die Montage muss exakt erfolgen.

        Letzte Einstellungen am Uhrwerk vornehmen

        Vor dem vollständigen Zusammenbau kontrollierst du nochmals die Einstellungen.

        Bei Bedarf korrigierst du kleine Abweichungen.

        Ziel ist ein zuverlässig funktionierendes Uhrwerk.

        Schwingsystem auf das Uhrwerk montieren

        Nach der Einstellung setzt du die vorbereiteten Teile auf das Uhrwerk.

        Du kontrollierst den richtigen Sitz.

        Danach wird das Uhrwerk in Betrieb genommen.

        Uhrwerk in Betrieb nehmen

        Du startest das fertig montierte Uhrwerk.

        Dabei beobachtest du, ob sich alle vorgesehenen Teile richtig bewegen.

        Probleme müssen vor der weiteren Montage behoben werden.

        Uhrwerk kontrollieren

        Nach der Fertigstellung überprüfst du nochmals die Funktion.

        Dabei kontrollierst du insbesondere, ob das Uhrwerk zuverlässig und genau arbeitet.

        Erst danach wird die komplette Uhr zusammengesetzt.

        Uhrwerk im Gehäuse befestigen

        Du setzt das fertige Uhrwerk in das Uhrengehäuse ein.

        Dort befestigst du es nach den vorgesehenen Vorgaben.

        Das Uhrwerk muss exakt positioniert sein.

        Zifferblatt einsetzen

        Du montierst das Zifferblatt auf dem Uhrwerk.

        Dabei achtest du auf eine genaue Ausrichtung.

        Die sichtbare Oberfläche darf nicht beschädigt werden.

        Zeiger einsetzen

        Du montierst die Zeiger der Uhr.

        Sie müssen korrekt zueinander ausgerichtet sein und sich frei bewegen können.

        Nach dem Einsetzen wird ihre Funktion kontrolliert.

        Analoge Anzeigeelemente montieren

        Je nach Uhr setzt du verschiedene analoge Anzeigeelemente ein.

        Diese müssen genau mit dem Uhrwerk zusammenspielen.

        Du kontrollierst ihre Position und Funktion.

        Digitale Anzeigeelemente montieren

        Bei elektronischen Uhren können digitale Anzeigen zum Einsatz kommen.

        Du montierst die entsprechenden Komponenten.

        Danach überprüfst du, ob die Anzeige richtig funktioniert.

        Uhrglas anbringen

        Du setzt das Glas in das Uhrengehäuse ein.

        Dabei arbeitest du vorsichtig, damit keine Kratzer oder Beschädigungen entstehen.

        Das Glas muss richtig sitzen.

        Dichtungen anbringen

        Du montierst die vorgesehenen Dichtungen im Gehäuse.

        Sie sorgen dafür, dass die Uhr richtig abgeschlossen werden kann.

        Nach der Montage wird die Dichtigkeit kontrolliert.

        Aufzugswelle einstellen

        Bei mechanischen Uhren arbeitest du mit der Aufzugswelle.

        Über sie wird das Uhrwerk aufgezogen und eingestellt.

        Du passt sie so an, dass sie zuverlässig funktioniert.

        Krone für die Uhrzeit einstellen

        Mit der Krone wird unter anderem die Uhrzeit eingestellt.

        Du montierst und justierst sie entsprechend.

        Anschliessend überprüfst du ihre Funktion.

        Krone für das Datum einstellen

        Je nach Modell wird über die Krone auch das Datum verändert.

        Du kontrollierst, ob der Mechanismus richtig funktioniert.

        Die Einstellung muss sauber mit dem Uhrwerk zusammenspielen.

        Dichtigkeit prüfen

        Nach dem Zusammenbau kontrollierst du, ob die Uhr ausreichend dicht ist.

        Dafür verwendest du die vorgesehenen Prüfverfahren.

        Bei Problemen werden die entsprechenden Bauteile nochmals kontrolliert.

        Fertige Uhr kontrollieren

        Zum Abschluss überprüfst du die gesamte Uhr.

        Du kontrollierst sowohl ihre technische Funktion als auch das äussere Erscheinungsbild.

        Fehler werden vor Abschluss der Arbeit behoben.

        Armband anbringen

        Du befestigst das passende Armband am Gehäuse.

        Dabei kontrollierst du die Verbindung und Ausrichtung.

        Danach ist die Uhr vollständig zusammengesetzt.

        Fehler am Uhrwerk suchen

        Wenn eine Uhr nicht richtig funktioniert, suchst du systematisch nach der Ursache.

        Dabei überprüfst du die einzelnen Komponenten des Uhrwerks.

        Technisches Verständnis und Geduld sind dafür besonders wichtig.

        Probleme am Gehäuse erkennen

        Nicht jeder Fehler liegt im Uhrwerk.

        Du überprüfst deshalb auch Gehäuse und weitere Bestandteile der Uhr.

        Dabei suchst du nach sichtbaren oder funktionellen Problemen.

        Kaputte Teile ersetzen

        Defekte Bauteile werden ausgebaut und ersetzt.

        Du setzt das passende Ersatzteil sorgfältig ein.

        Danach wird die Funktion erneut kontrolliert.

        Reparierte Uhr prüfen

        Nach einer Reparatur testest du die Uhr nochmals vollständig.

        Du kontrollierst, ob das ursprüngliche Problem behoben wurde.

        Falls nötig, nimmst du weitere Anpassungen vor.

        Aussehen nach der Reparatur kontrollieren

        Neben der Funktion prüfst du auch die optische Qualität.

        Die Uhr soll nach der Arbeit sauber und korrekt zusammengesetzt sein.

        Beschädigungen oder sichtbare Fehler werden überprüft.

        Selbstständig an der Werkbank arbeiten

        Viele Aufgaben führst du selbstständig an einer Werkbank aus.

        Dort stehen dir feine Werkzeuge und Messmittel zur Verfügung.

        Du brauchst über längere Zeit eine hohe Konzentration.

        Arbeit in der Produktion überwachen

        In der industriellen Produktion kannst du auch Aufgaben bei der Überwachung von Montagearbeiten übernehmen.

        Am Fliessband beaufsichtigst du beispielsweise die Arbeit von Uhrenarbeiterinnen und Uhrenarbeitern.

        Dabei achtest du darauf, dass die vorgesehenen Produktions- und Qualitätsvorgaben eingehalten werden.

        Qualität kontrollieren

        Während der gesamten Produktion kontrollierst du die Qualität der Uhr und ihrer Bauteile.

        Dabei prüfst du Funktion, Verarbeitung und Aussehen.

        Festgestellte Mängel werden behoben oder weitergemeldet.

        Produktionsprozesse beobachten

        Du achtest darauf, wie die einzelnen Herstellungsschritte ablaufen.

        Dabei erkennst du mögliche Störungen oder Verbesserungsmöglichkeiten.

        So trägst du zu einem zuverlässigen Produktionsprozess bei.

        Produktionsprozesse verbessern

        Wenn du Schwachstellen im Ablauf erkennst, arbeitest du an Verbesserungen mit.

        Dabei geht es darum, Montage und Kontrolle zuverlässiger zu gestalten.

        Du verbindest dafür dein Wissen über Uhrentechnik mit den Abläufen in der Produktion.

        Wie sieht der Arbeitsalltag aus?

        Als Uhrmacher/in Produktion EFZ arbeitest du hauptsächlich an einer Werkbank oder in Produktionsbereichen der Uhrenindustrie.

        Ein grosser Teil deiner Arbeit besteht aus sehr genauer Handarbeit mit kleinen Bauteilen. Daneben arbeitest du mit Maschinen, Messgeräten und technischen Zeichnungen.

        Du kannst selbstständig einzelne Uhren oder Uhrwerke bearbeiten und gleichzeitig Aufgaben innerhalb der industriellen Produktion übernehmen.

        Die Arbeit verlangt über längere Zeit hohe Konzentration. Viele Bauteile sind sehr klein, und bereits geringe Abweichungen können Funktion oder Qualität beeinflussen.

        Was solltest du mitbringen?

        • Manuelles Geschick brauchst du für kleine Bauteile, feine Werkzeuge und präzise Montagearbeiten.
        • Gutes Sehvermögen ist wichtig, weil viele Teile einer Uhr sehr klein sind.
        • Konzentrationsfähigkeit hilft dir bei langen und anspruchsvollen Präzisionsarbeiten.
        • Eine sorgfältige und exakte Arbeitsweise ist entscheidend für Funktion und Qualität.
        • Eine systematische Arbeitsweise hilft dir beim Zusammenbauen und bei der Fehlersuche.
        • Technisches Verständnis brauchst du für Uhrwerke, Maschinen, technische Zeichnungen und Messgeräte.
        • Ein Sinn für Hygiene und Sauberkeit ist wichtig, weil kleine Verschmutzungen bei der Arbeit störend sein können.
        • Ausdauer und Durchhaltevermögen brauchst du für längere Arbeiten an der Werkbank.

        In der Schule helfen dir besonders Mathematik, Werken sowie Natur und Technik. Wichtig sind vor allem Freude an sehr genauer Arbeit, technisches Interesse, Geduld und ein gutes Verständnis für mechanische Zusammenhänge.

        Ausbildung

        Die Lehre dauert 3 Jahre.

        Die praktische Ausbildung absolvierst du in einem Betrieb der Uhrenindustrie. In der Regel arbeitest du dort 3 bis 4 Tage pro Woche.

        Die Berufsfachschule besuchst du 1 bis 2 Tage pro Woche an der Berufsfachschule Grenchen im Kanton Solothurn.

        Zusätzlich absolvierst du überbetriebliche Kurse in Grenchen. Diese dauern insgesamt 64 Tage während 3 Jahren.

        Für die Ausbildung brauchst du die abgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen zusätzlich einen Eignungstest.

        Wenn deine schulischen Leistungen sehr gut sind, kannst du während der Lehre zusätzlich die Berufsmaturitätsschule besuchen.

        Nach bestandener Ausbildung erhältst du den Abschluss Uhrmacher/in Produktion EFZ.

        Als zweijährige Ausbildung im gleichen Berufsfeld gibt es ausserdem Uhrenarbeiter/in EBA.

        Lohn

        Lohn während der Lehre:

        • 1. Lehrjahr: CHF 596–894.–
        • 2. Lehrjahr: CHF 894–1192.–
        • 3. Lehrjahr: CHF 1192–1490.–

        Einstiegslohn nach der Lehre: CHF 4'500 - 4'800

        Dein Lohn ist so individuell wie dein Weg: Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Betrieb, Kanton, Branche und Funktion variieren.

        Weiterbildung und Entwicklung

        Nach der Lehre kannst du Kurse des Arbeitgeberverbands der Schweizerischen Uhrenindustrie besuchen und deine Kenntnisse in Uhrentechnik, Produktion und Mikromechanik erweitern.

        Als Uhrmacher/in Produktion EFZ kannst du in der Regel eine verkürzte Lehre als Uhrmacher/in EFZ absolvieren.

        Mit einer Berufsprüfung kannst du dich beispielsweise als Bereichsleiter/in Uhrenbranche BP, Prozessfachmann/-frau BP oder Technische/r Kaufmann/-frau BP weiterbilden.

        Auf Stufe höhere Fachprüfung ist eine Weiterbildung als Produktionsleiter/in Industrie HFP möglich.

        An einer Höheren Fachschule kannst du dich als Mikrotechniker/in HF weiterbilden.

        Mit entsprechender Vorbildung und je nach Zulassungsbedingungen ist an einer Fachhochschule ein Bachelor of Science in Mikrotechnik möglich.

        Wo kannst du später arbeiten?

        Uhrmacherinnen und Uhrmacher Produktion EFZ arbeiten hauptsächlich in der Uhrenindustrie und in Uhrenfachgeschäften.

        Weitere Einsatzmöglichkeiten gibt es in Betrieben der Mikrotechnik oder Medizinaltechnik.

        Du kannst in Klein-, Mittel- oder Grossbetrieben tätig sein. Mögliche Arbeitsbereiche sind Produktion, Werkstatt, Kundendienst oder Verkauf.

        Das Lehrstellenangebot konzentriert sich hauptsächlich auf die traditionelle Uhrenregion im Jurabogen zwischen Genf und Schaffhausen.

        Passt dieser Beruf zu dir?

        Der Beruf passt zu dir, wenn du gerne sehr genau und konzentriert arbeitest, technische Zusammenhänge spannend findest und Freude an kleinen mechanischen Bauteilen hast. Du solltest sowohl gerne mit den Händen als auch mit Maschinen und Messgeräten arbeiten.

        Weniger passend ist der Beruf, wenn du viel Bewegung und ständig wechselnde Arbeitsorte brauchst oder dich bei wiederkehrenden Präzisionsarbeiten schnell langweilst. Ein grosser Teil des Berufs findet an der Werkbank oder in der Produktion statt.

        Wenn du Uhren, Feinmechanik, Metallbearbeitung, Maschinen und präzise Produktionsarbeit miteinander verbinden möchtest, kann Uhrmacher/in Produktion EFZ gut zu dir passen.